(openPR) München, 10.03.2015. Es kommt Bewegung in die Markenführung: Vor dem Hintergrund der Digitalisierung überarbeiten 50 Prozent der Unternehmen ihr Geschäftsmodell und knapp 60 Prozent ihr Produktangebot. Aus Markensicht besonders bemerkenswert: Jede zweite Marke entwickelt derzeit ihre langfris-tige Vision und Mission weiter – und noch jede vierte definiert sogar ihre Markenwerte neu. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie "Deutscher Markenre-port Spezial", die den Einfluss der Digitalisierung auf die Markenführung un-tersuchte. Dazu hatte die Münchner Markenberatung Brandoffice 100 Mar-kenentscheider in Deutschland online befragt.
„Marken müssen im digitalen Zeitalter ihre Kompetenzen mit höherer Dynamik und Konsequenz als früher weiterentwickeln, um auch in Zukunft an gesellschaftli-chen Megatrends partizipieren zu können“, erklärt Andreas Heim, Geschäftsführer Markenstrategie bei Brandoffice und Leiter der Markenstudie. „Der Veränderungs-prozess sollte für Mitarbeiter und Kunden aber nachvollziehbar gestaltet werden. Die Kunst ist sich konsequent zu erneuern, ohne den Charakter grundlegend zu ver-ändern und beliebig zu werden.“
Noch immer Mangelware: Digitalwissen und Digitalstrategie
Mit Blick auf die digitale Kompetenz ist alarmierend, dass den Unternehmen noch immer das Know-how, die Konsequenz und auch die Instrumente fehlen, um das digitale Markenpotenzial auszuschöpfen: In mehr als der Hälfte der befragten Un-ternehmen (52 Prozent) fehlt Digitalwissen und eine ganzheitliche Digitalstrategie. Hinzu kommen ein Mangel an Budget (45 Prozent), an vollständigen Kundendaten (45 Prozent) und vernetzten Datenbanken (43 Prozent).
Forderung nach Flexibilität: Markendesign soll modernisiert werden
Der Einfluss der Digitalisierung schlägt sich auch im Markendesign stark nieder: Für fast alle Markenentscheider (97 Prozent) ist zwar die medienübergreifende Konsistenz des visuellen Markenauftritts auch im digitalen Zeitalter ein Muss. Je-doch gilt für 75 Prozent, dass ihre CD-Elemente künftig flexibler geregelt werden müssen, um der höheren Dynamik interaktiver Medien Rechnung tragen zu können. Über die Hälfte der Befragten sagt voraus, dass sie ihr Markendesign modernisieren wollen. Hierzu passt, dass sich 36 Prozent der Unternehmen bei der visuellen Wei-terentwicklung ihrer Marke an digitalen Kanälen als Leitmedien orientieren.
Zentrales Thema in den Unternehmen: Verbesserung des Kundendialogs
Digitale Markenführung setzt Kundenwissen voraus: Doch in kaum einem Bereich dürfte die Lücke zwischen Anspruch und Realität so groß sein wie in der durchgän-gigen Qualität des persönlichen Kundendialogs. Kaum verwunderlich, dass für 86 Prozent aller Befragten ganzheitlich vernetzte CRM-Prozesse an Bedeutung zu-nehmen werden. Ein Tool, das stark im Kommen ist: 68 Prozent geben an, in der Kundenberatung künftig Tablets einsetzen zu wollen. Die viel diskutierten iBeacons (25 Prozent) spielen bei den befragten Marketingentscheidern dagegen bisher noch eine geringe Rolle.
Weitere Infos: www.brandoffice.com
Deutscher Markenreport Spezial 2015
Brandoffice hat im Rahmen der Sonderausgabe der Studienreihe Deutsche Markenreport die Einflüsse der Markenführung im digitalen Zeitalter untersucht. In Kooperation mit der Fachzeit-schrift Absatzwirtschaft wurden dazu Ende 2014 100 leitende Markenmanager kleiner, mittlerer und großer Unternehmen in Deutschland aus dem Panel des Deutschen Markenreports online befragt. Interessenten wenden sich bitte an













