(openPR) Die Webseite GetMobility.de wurde im Jahr 2011 registriert, ursprünglich sollte auf der Seite eine Plattform für multimodale Mobilität umgesetzt werden. Sprich die Daten unterschiedlicher Verkehrsmittel, wie Dauer, Koste oder Anfahrzeiten sollten kombiniert werden, so dass der Nutzer den günstigsten oder schnellsten Weg von A nach B suchen und finden kann. Auf Grund unterschiedlicher Herausforderungen (große Datenmengen, geringer Margen, kein einheitlicher Ticketing-Standard, etc.) wurde das Projekt auf Eis gelegt. Seit Anfang 2014 ist auf GetMobility.de ein Blog über innovative Mobilität, Transport und Beförderung zu finden.
Es werden regelmäßig Artikel über unterschiedliche Themen veröffentlicht. Zum Beispiel ist die Diskussion um Ridesharing und Limousinen-Dienst Uber ein Thema. So wird zum Beispiel darüber berichtet, wie viel ein Fahrer beim Ridesharing Dienst UberPOP verdienen kann und welche Zuschüsse am Anfang gewährt werden.
Der Themenbereich Entwicklungen im Fernbus-Markt wird auf GetMobility.de regelmäßig behandelt.
Seit der Öffnung des Fernbus-Markts in Deutschland im Jahr 2012 erfreut sich die günstige Reisealternative mit dem Bus immer größerer Beliebtheit. Teilweise ist das Reisen mit dem Fernbus um die 90% günstiger, als eine vergleichbare Strecke mit der Deutschen Bahn. Am Anfang hat die Deutsche Bahn die neue Konkurrenz zur Schiene nicht ernst genommen, mittlerweile hat sich die Einstellung geändert und das eigene Fernbus-Angebot soll unter einer einheitlichen Marke ausgebaut werden.
Der Deutsche Fernbus-Markt wird von dem Anbieter MeinFernbus Flixbus dominiert. Die beiden Unternehmen MeinFernbus und Flixbus haben sich erst Anfang 2015 zusammengeschlossen und verfügen über einen Marktanteil von mehr als 70%. In diesem Jahr möchte der Fernbus-Anbieter sein Netzt in Deutschland ausbauen und auch internationale Verbindungen einführen. Die Anbieter verfügen dabei nicht über eine eigene Flotte, sondern arbeiten mit mittelständischen Unternehmen zusammen, die die Busse anschaffen und betreiben.
Konkurrenz für MeinFernbus Flixbus kommt durch die Fernbusmarken der Deutschen Bahn. Die Deutsche Bahn Betreibt die Fernbusmarken IC Bus, Berlinlinienbus und BEX. Um konkurrenzfähiger zu sein, sollen alle Marken unter einem Namen zusammengefasst werden und das Liniennetz soll ebenfalls vergrößert werden.
Ein weiterer Player im Fernbus-Markt ist der Postbus. Anfangs fuhren die Busse unter dem Namen ADAC Postbus, nach dem Ausstieg des ADAC führt die Deutsche Post das Unternehmen alleine weiter und ADAC ist aus dem Markennamen verschwunden. Auch Postbus hat angekündigt, dass das Fernbus-Netz in diesem Jahr vergrößert wird und doppelt so viele Städte angefahren werden.
Alle Wettbewerber sind einem Preiskampf ausgesetzt, die Fahrten werden zum Teil zu einem nicht wirtschaftlichem Preis verkauft. Die niedrigen Preise dürften ein Teil der Markteintrittsstrategie sein, wenn genügend Kunden von dem neuen Angebot auf dem Reisemarkt überzeugt sind, dürften die Anbieter die Preise erhöhen. Im Moment sind Strecken wie von Berlin nach München für um die 15 € zu haben, für die Deutsche Bahn sind ohne Bahncard teilweise mehr als 120 € fällig. Fernbusanbieter dürften also beim Fahrpreis noch einen gewissen Spielraum nach oben haben, bevor sie an Attraktivität verlieren. Durch den gnadenlosen Preiskampf haben sich einige Anbieter und Unternehmen aus dem Fernbus-Markt verabschiedet. Der ADAC ist aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Post ausgestiegen, der Anbieter City2City hat sich komplett zurückgezogen. Der Pionier auf dem deutschen Fernbusmarkt DeinBus.de ist in die Insolvenz geschlittert, wurde aber vorerst von einem Investor gerettet.
Sollte der Fernbusmarkt weiter wachsen, wovon auszugehen ist, müssten die Busbahnhöfe und Haltestellen weiter ausgebaut werden. In vielen Städten und Orten fehlt die erforderliche Infrastruktur, so dass Fahrgäste schon mal im Regen auf den Bus warten müssen oder einfach zu wenig Bushalteplätze für die Fernbusse zur Verfügung stehen. Neben den fehlenden oder unzureichenden Bushaltestellen dürfte es früher oder später zu einem Mangel an geeigneten Busfahrern kommen. Hier müssen die Anbieter Maßnahmen ergreifen, um mehr Busfahrer auszubilden. Denkbar wäre auch eine finanzielle Unterstützung an den Kosten für den Busfahrerführerschein.
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