(openPR) (Elmshorn/2.3.2015) Eine ebenso eindringliche wie unterhaltsame Geschichtsstunde auf der Theaterbühne: Das ist das Stück „Ich liebe Euch doch alle …“ von Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt, das jetzt am Freitag Premiere feierte an der Elmshorner Hermann-Sudermann-Allee 50. In insgesamt zehn Bildern geht es um den Mauerfall, der sich im vergangenen Jahr zum 25. Mal jährte.
Das Stück wurde in Szene gesetzt von der bekannten Regisseurin Maria von Bismarck. Neufeldt: „Die Regisseurin hat mit vielen Ideen das Stück zum Leben erweckt und die Schauspieler motiviert. Es gab für mich großartige Regieeinfälle und interessante Textbearbeitungen – etwa bei den Monologen zwischen Honecker und Mielke.“ „Ich liebe Euch doch alle …“ spielt vor einem reduzierten Bühnenbild, das den Zuschauern mit Projektionen auf der Rückwand den jeweiligen Spielort signalisiert. Insgesamt 16 Darsteller – zum Teil in Doppel- und Dreifachrollen – sind dabei, und zehn weitere Mitglieder der Dittchenbühne wirkten im Hintergrund am Erfolg der Aufführung mit.
In eindringlichen Szenen werden die Herbsttage von 1989 wieder heraufbeschworen: beeindruckend etwa die Gespräche der Grenzsoldaten – und bedrückend der Dialog zwischen Honecker und Mielke über den „Verrat der sowjetischen Genossen“ und über die Zukunft des Sozialismus, an die beide weiter glauben.
Das neue Stück an der Elmshorner Dittchenbühne ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich noch einmal in die Herbsttage 1989 zu versetzen - und, etwa für Geschichtskurse von Schulen, ein Stück Zeitgeschichte hautnah nachzuerleben und sich auf eine Zeitreise zum Mauerfall zu begeben.










