(openPR) Warum scheitern so viele gut gemeinte und gut vorbereitete Optimierungsansätze in den Unternehmen? Warum redet man von einer Prozessoptimierung und hat am Ende kaum eine Verbesserung in den Abläufen vorzuweisen? Daniel Rettig von der Wirtschaftswoche hat es auf den Punkt gebracht und die drei häufigsten Fehler nicht nur genannt, sondern sie auch analysiert.
Zum einen glauben die Vorgesetzten und gerade auch die Inhaber kleinerer Betriebe, dass sie alles diktieren müssten. Da geht es um autokratische Befehle, mit denen man die Mitarbeiter vergrault. Christine Wolff aus München, die seit langer Zeit im Mittelstand mit Prozessoptimierungen unterwegs ist, sagt: „Die verwechseln etwas ganz Wesentliches. Sie meinen, dass sie Ziele vorgeben, in Wirklichkeit aber erteilen sie Befehle“. Und Wolff weiß auch, dass man ein gutes Ergebnis nur erreicht, wenn man die Truppe im Boot hat und wenn die Belegschaft aktiv und mit Überzeugung mitwirkt. Sie kennt aber auch den zweiten Grund, der für ein Scheitern verantwortlich sein kann: „Es ist die Aufschieberitis und Planlosigkeit, mit der nicht selten zu Werke gegangen wird“. Wolff weiß, wovon sie spricht, denn sie moderiert die Prozesse vor Ort und steht in einem ständigen Austausch mit allen Beteiligten. So sehr sie die Einbindung aller fordert, so vehement warnt sie vor nicht endend wollenden Diskussionen im großen Kreis. Die Wirtschaftswoche beschreibt es so: Wer den Sumpf trockenlegen will, fragt besser nicht die Frösche.
Als letzten der drei massivsten Gründe für ein Scheitern von Optimierungsansätzen nennt Wolfgang Arnold, der zusammen mit Christine Wolff in den Betrieben berät, den Drang der Unternehmer, zu viel zu wollen und einzufordern. „Es gibt viele Vorgesetzte, die einfach zu vieles zu schnell wollen und dabei nicht merken, dass sich Widerstand bildet“. Auch wenn Arnold selbst gern „Gas gibt“, vertritt er die Meinung, dass eine Überforderung der Mitarbeiter an der Basis kontraproduktiv ist.






















