(openPR) Sie ist das „Lieschen Müller“ der heimischen Fischfauna – eher unscheinbar und genügsam. Obwohl zahlreichen Raubfischarten wie Barsch, Zander, Hecht und Wels sie zum Fressen gern haben, ist die Plötze die häufigste und am weitesten verbreitete Fischart Brandenburgs. Sie spielt in der Nahrungskette der Gewässer eine wichtige Rolle und ist trotz einiger Gräten ein beliebter Speisefisch. Für uns Grund genug, die Plötze zu Brandenburgs Fisch des Jahres zu ernennen.
Die Plötze stellt keine besonderen Ansprüche an die Wasserqualität und ist ein klassischer Allesfresser, deren Nahrung sich aus Kleinlebewesen wie Wasserflöhen, Mückenlarven oder Schnecken, aber auch pflanzlichen Komponenten zusammensetzt. Bei entsprechendem Nahrungsangebot vermehren sich Plötzen sehr stark und dominieren dann mengenmäßig die Fischfauna eines Gewässers. Plötzen sind als Hauptnahrung für zahlreiche Raubfischarten ein wichtiges Bindeglied in der Nahrungskette der Gewässer und eine entscheidende Voraussetzung für gute Fangerträge bei Hecht, Zander, Wels oder Barsch.
Für die heimische Küche bietet sich mit der Plötze seit jeher die Gelegenheit für vergleichsweise preiswerte und dennoch delikate Fischmahlzeiten. Entweder selbst mit der Angel gefangen oder beim Fischer vor Ort gekauft, lassen sich Plötzen sehr einfach und unkompliziert zubereiten. Wer sich an den Gräten stört, sollte es mit sauer eingelegten Bratplötzen versuchen. Im Essigsud lösen sich die feineren Gräten innerhalb weniger Tage auf.





