(openPR) Der Anteil der Bevölkerung, der aus den Glaubensüberzeugungen Kraft zieht, hat sich seit Mitte der neunziger Jahre in der Altergruppe zwischen 16 und 29 Jahren von 18 auf 26 Prozent erhöht, meldet das Institut für Demoskopie Allensbach in ihrem jüngsten Monatsbericht für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Mittwochausgabe). Bei den Personen zwischen 30 und 44 Jahren ist der Anteil von 27 auf 34 Prozent gestiegen. Die Erwartung, daß religiöse Bindungen künftig immer schwächer werden, hat sich indessen zurückgebildet, zum Beispiel seit 1995 von 41 auf 28 Prozent in der Altersgruppe unter dreißig Jahren.
Deutliche Unterschiede in den Einstellungen von religiös Engagierten und Indifferenten gibt es in der Altergruppe unter dreißig Jahren. 69 Prozent der religiös Engagierten setzen sich für soziale Gerechtigkeit ein, aber nur 52 Prozent der Unbeteiligten, ebenso 69 Prozent der ersten Gruppe wollen Menschen in Not helfen, aber nur 46 Prozent der zweiten Gruppe. Auch der Kinderwunsch unterscheidet beide Gruppen; 61 Prozent der religiös Engagierten sprechen sich für Kinder aus, hingegen nur 32 Prozent der Indifferenten. Beachtenswert ist die Umkehrung bei der Frage nach einem hohen Einkommen; 37 Prozent der religiös Engagierten streben dies an, bei den religiös Indifferenten jedoch 49 Prozent.
Die Umfrage wurde zuletzt zwischen dem 24. März und dem 4. April bei rund 2000 Befragten unternommen.
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Georg Paul Hefty
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