(openPR) In den „Fliegenden Blättern“, einer humoristischen, satirischen illustrierten Wochenschrift, die zwischen 1845 und 1929 in München erschien, wird behauptet, der echte Sammler sei eine Mischung aus Bettler und Räuber.
Zum Bettler werden Sammler mitunter, wenn sie auf der Jagd nach einem Objekt ihres Begehrens fündig geworden sind, der Besitzer dieses Schatzes aber keine Neigung zeigt, es herzugeben. Da hilft dann kein bitten betteln und bieten. Das ist verständlicherweise unbefriedigend, aber das Beste und Billigste Vorgehen für den Sammler ist in solchen Fällen, sich einfach damit abzufinden.
Der Umgang mit Räubern ist nicht so einfach. Selbstverständlich sollten Sammlungen gut gesichert und ausreichend versichert sein. Dennoch ist es schmerzlich, wenn seltene Stücke nach einem Raub oder Diebstahl nicht wiederbeschafft werden können. Da hilft dann auch die Entschädigung durch eine Versicherung nicht. Gegen manche Räubereien kann man sich auch gar nicht sichern.
Hilflos sind wir beispielsweise angesichts der Verheerungen, die die Bande der Goldkursdrücker in einer Goldmünzensammlung anrichten kann, die ihr schmutziges Geschäft gegenwärtig offensichtlich mit Unterstützung durch Notenbanken und Regierungen betreibt, um den US-Dollar am Leben zu erhalten und den Vereinigten Staaten weiterhin die Finanzierung ihrer Schulden auf Kosten anderer Staaten zu ermöglichen. Es sieht zwar nicht so aus, als ob die Sammler zusehen müssen wie der Wert ihrer Schätze sukzessiv vernichtet wird. Damit müssen wohl eher die Sparbuchsparer und die Besitzer von Kapitallebensversicherungen rechnen.
Sammler die ihre Sammlertätigkeit stark mit pekuniären Interessen verbinden, sind vielleicht Spekulanten, meistens aber nur Menschen, die ihr Sein durch das definieren, was sie Haben, keine Räuber. Das scheint ein Relikt des ursprünglichen Sammeltriebs des Menschen zu sein, der ihm ursprünglich zur Sicherung seines Lebensunterhalt gedient hat. Deshalb treibt viele Sammler heute noch der Erwerbstrieb an und das Verlangen, Rücklagen für schlechte Zeiten zu bilden. Der Fabeldichter Aesop riet vor zweieinhalb Jahrtausenden auch dazu: „Bereite dich im Glück auf das künftige Unglück, sammle und rüste in guten Tagen auf die schlimmen.“
Daß die internationale Finanzmafia gerade das verhindert, indem sie die Sparer unter anderem mit realen Negativzinsen zugunsten von Bankstern, verantwortungslosen Politikern und Spekulanten enteignet, dürfte sich eher als weiterer Ansporn für Sammler auswirken, über alternative Geldanlagen in Sammlerstücke nachzudenken.
Der Sammlerfreund gibt auf seiner WebSite zahlreiche Beispiele, woran sich Sammlerherzen erwärmen. Echte Sammler leben in ihrer eigenen glücklichen Welt. Sie betteln nicht, spekulieren nicht, schachern nicht, erfreuen sich an ihren Sammlerstücken ganz unabhängig von deren materiellen Wert. Sogar Sammeln zum Nulltarif ist auf vielen Sammelgebieten möglich. Durch Tauschen kann eine Sammlung oft ohne finanziellen Aufwand erweitert werden. Nur seltene und begehrte Sammlerstücke kosten Geld; im Extremfall sind sie Investitionsgegenstände oder Spekulationsobjekte. Aber muß man denn alles haben, um glücklich zu sein?
Das Einzige, was der Sammler unbedingt für sein Hobby mitbringen muß, ist Zeit, Zeit, um im Internet, in einschlägigen Zeitschriften, auf Sammlerbörsen und auf Flohmärkten zu stöbern, zu recherchieren, sich zu informieren und nach Begehrtem zu suchen. Aber das ist für ihn kein Opfer, sondern macht gerade sein Sammlervergnügen aus.
Der Sammlerfreund freut sich über Ihren Besuch.
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