(openPR) Feldkirchen - Der Bayerische Jagdverband (BJV) gibt zusammen mit dem Landesfischereiverband Bayern auch für 2015 wieder den Schulkalender „Wald, Wild und Wasser“ heraus.
Schirmherr Helmut Brunner, Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, stellte die neue Ausgabe gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, Prof. Dr. Jürgen Vocke, dem Präsidenten des Landesfischereiverbands Bayern, Prof. Dr. Ing. Albert Göttle, sowie dem pädagogischen Betreuer des Kalenders und BJV-Präsidiumsmitglied, Jürgen Weißmann, in München vor.
Der Kalender soll ein Stück „Natur“ in die bayerischen Klassenzimmer bringen und bei Schülerinnen und Schülern das Interesse an der heimischen Tierwelt wecken. Er ist speziell auf den Lehrplan der dritten und vierten Grundschulklassen abgestimmt. Der Kalender wird finanziert aus Mitteln der Jagd- und Fischereiabgabe und steht 2015 unter dem Leitthema „Wild ohne Jagdzeit“. BJV-Präsident Vocke: „In den 26 Jahren, in denen der Kalender bisher erscheint, ist es uns gelungen, rund 8,5 Millionen Kinder an die Natur heranzuführen und für die Wildtiere zu begeistern.“ Tausende Mädchen und Buben haben an den damit verbundenen Malwettbewerben teilgenommen.
Die zwölf Blätter des Kalenders zeigen Säugetiere, Vögel und Fische, die in Bayern noch in freier Wildbahn zu finden aber selten geworden sind. Es handelt sich dabei um stark bedrohte Arten, die dem Jagdrecht unterliegen, die aber nicht mehr bejagt werden dürfen, um so ihren Fortbestand zu sichern. Wild, das dem Jagdrecht unterliegt, profitiert von der Pflicht des Jägers zur Hege. Ziel der Hege ist die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen. Im Gegensatz dazu kennt das Naturschutzrecht weder die Verpflichtung zur Hege noch zur Biotop-Pflege.
Im Kalender ist unter anderen das Haselhuhn zu sehen, das auf der Roten Liste in Bayern auf der Vorwarnstufe steht. Es ist der kleinste Vertreter der Raufußhühner. Als Lebensraum bevorzugt es reich strukturierte Laub- und Mischwälder mit viel Unterholz. Die wenigen Vertreter dieser Art, die es noch in Bayern gibt, kommen im Wesentlichen im Mittelgebirge und in Wäldern im Alpenraum vor.
Murmeltiere sind oberhalb der Baumgrenze im Gebirge zu Hause und sind echte Winterschläfer. In tiefen, frostfreien Erdbauen „verschlafen“ sie rund sieben Monate des Jahres. Den Kessel polstern die Murmeltiere mit dürrem Gras aus. Spätestens Anfang Oktober wird der Zugang von Innen verschlossen. Um Energie zu sparen „läuft“ der gesamte Organismus in den kommenden Monaten auf Sparflamme, das heißt, Herzschläge und Atemzüge werden abgesenkt. Erst Anfang Mai verlässt der Murmel seinen Bau.
Der Elch ist die größte und schwerste lebende Hirschart. Bei einer Widerristhöhe von bis zu zwei Metern können männliche Elche in Europa bis zu 500 Kilogramm schwer werden. Die Tierart kommt nur noch in Nord- und Osteuropa in sicheren Beständen vor. Seit der Grenzöffnung zu unseren östlichen Nachbarn kommen jüngere Tiere immer wieder zu Besuch nach Bayern.
Auf weiteren Kalenderblättern sind Steinbock, atlantischer Lachs, Seeadler, Perlfisch, Turteltaube, Bitterling, Schneehase, Kolkrabe und der Europäische Stör zu sehen. Informationen zu diesen und anderen Wildtieren sind auf der Rückseite der Kalenderblätter zu finden sowie auf der Homepage des Bayerischen Jagdverbandes.
Hier gibt es den Kalender
Der Kalender, der bereits zum 26. Mal erscheint, hat eine Auflage von 16.000 Exemplaren. Er wird kostenlos an alle dritten und vierten Schulklassen im Freistaat Bayern verteilt, kann aber auch zum Preis von 9,50 Euro plus Versandkosten bei der BJV-Service GmbH bestellt werden,
Bildtext (v r.): Prof. Dr. Ing. Albert Göttle, Präsidenten des Landesfischereiverbands Bayern, Schirmherr Helmut Brunner, Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, und Jürgen Weißmann, der pädagogische Betreuer des Kalenders und BJV-Präsidiumsmitglied bei der Präsentation des Kalenders 2015.











