(openPR) George Petrou aus der griechischen Dirigentenschmiede und ‚seine‘ Armonia Atenea sind in Mitteleuropa mittlerweile fest verankert. Mit der heute, am 31. Oktober 2014, auf DECCA erscheinenden Weltersteinspielung von Johann Adolph Hasses „Siroe“ in der Dresdner Fassung von 1763 legen sie ihr jüngstes CD-Projekt vor. Hochkarätigst besetzt ist diese Aufnahme mit Max Emanuel Cencic in der Titelpartie und Solisten von Weltrang in den weiteren Rollen: Julia Lezhneva (Laodice), Franco Fagioli (Medarce), Mary-Ellen Nesi (Emira), Juan Sancho (Cosroe) und Lauren Snouffer (Arasse). „Siroe“ wurde in der historischen Parnassos Concert Hall in Athen im Juli 2014 aufgenommen. Es ist die vierte Aufnahme, die in diesem Jahr von dem Dirigenten und seinem Originalklang-Orchester erscheint.
George Petrou über Hasses „Siroe“: „Es ist immer wieder ein faszinierender Prozess, eine vergessene Oper wiederzuentdecken. Man beginnt mit nichts anderem als einer alten Partitur, und es ist dann so faszinierend, zu sehen, wie das Ganze Stück für Stück zum Leben erwacht, in den Proben, mit dem Orchester und den Sängern. Am Ende steht ein völlig neues Produkt, quasi ein ‚Neugeborenes‘. In der Tat ist Hasse das fehlende Puzzleteil zwischen der Zeit des Barock und der Klassik“, sagt George Petrou über Hasses „Siroe“ und erläutert weiter: „Sehr oft übersehen wir die große Revolution, die der ,stil galante‘ durchgemacht hat. Hasse, der nicht Neapolitaner, sondern Deutscher war, hat ganz maßgeblich zu dieser Revolution beigetragen. Er war ein echtes Genie. Bei seinen Opern ist es sehr spannend zu sehen, wie die hochvirtuos komponierte Musik für das Orchester im Wettstreit steht mit der hochvirtuosen Musik, die für die Sänger geschrieben wurde.“
Großes Aufsehen erregten George Petrou und Armonia Atenea mit ihrem Orchester-Debüt auf DECCA mit Beethovens „Prometheus“ im Sommer 2014. Fono Forum bejubelte den „Funkenschlag“ der Einspielung, The Sunday Times kürte sie zum ‚Album der Woche‘ („mit Schwung und Pfiff“); „hellwache Musikalität“ attestierte BBC Music Magazine seiner „orchestral choice“. George Petrou gelingt es, Präzision und Charakter der Kompositionen zu bewahren, lobte das französische Fachmagazin Diapason und wettete: „Zweifellos etabliert sich hier einer der großen Beethoven-Experten der Zukunft.“
Als ebenbürtige musikalische Partner zeichneten George Petrou und Armonia Atenea 2014 außerdem für zwei weitere wichtige, hochgelobte CD-Einspielungen mitverantwortlich: Max Emanuel Cencics Wiederentdeckung des „Rokoko“-Komponisten Johann Adolph Hasse und Daniel Behles Hommage an Gluck im Rahmen des Jubiläumsjahres (Opernwelt „CD des Monats“). Darüber hinaus erschien mit dem Münchner Rundfunkorchester eine Gesamteinspielung von Simon Mayrs „Ginevra di Scozia“ (Oehms Classics), die ebenfalls hervorragend besprochen wurde. Begeisterte Kritiken begleiteten im Konzertbereich u.a. auch das Debüt von George Petrou und Armonia Atenea bei den renommierten BBC Proms, wo sie als erstes griechisches Orchester in der Geschichte des Festivals ihre Aufwartung machten. „Sprühend vor Brillanz“, beurteilte The Telegraph.
George Petrou und Armonia Atenea sind im Herbst und Winter auch regelmäßig live in Mitteleuropa zu erleben. Nach der Premiere von „Siroe“ beim diesjährigen Athens Festival ist das Werk am 26., 28. und 30. November 2014 an der Opéra Royal de Versailles. Im deutschsprachigen Raum ist es am 21. April 2015 im Theater an der Wien zu Gast. Mit „Rokoko“ – einem Abend mit Kompositionen von Hasse – sind George Petrou, Armonia Atenea und Max Emanuel Cencic in Istanbul (12.11.), Friedrichshafen (22.01.2015), Versailles (24.01.2015) und München (01.03.2015) zu hören. Doch auch am Pult anderer Orchester wird der Künstler stehen: Auf dem Spielplan des Staatstheater Darmstadt steht nach wie vor Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“; die Produktion hatte Ende September Premiere. Im Dezember dirigiert George Petrou die Slovenská filharmónia in Bratislava in einem Mozart- und Rossini-Programm (6.12.) und macht danach beim Trondheim Symphony Orchestra mit Bachs Weihnachtsoratorium Station (11. und 12.12.). Ein wichtiges Highlight der Saison erwartet ihn im Februar 2015: Ab dem 6. Februar übernimmt George Petrou die musikalische Leitung von Händels „Xerxes“ an der Königlichen Oper Stockholm – und gibt damit sein Debüt in Schweden.
George Petrou fühlt sich als Dirigent in einem breiten Spektrum von der Alten Musik bis zu Komponisten des 19. Jahrhunderts zu Hause. Seine CD-Einspielungen von Händels „Oreste“, „Ariana in Creta“ und „Tamerlano“ erhielten hohe Auszeichnungen wie ECHO Klassik, Choc-Monde de la Musique, Diapason 5 und Grammophon-Editor’s Choice. Seit 2012 leitet George Petrou die 1991 gegründete Armonia Atenea, das Aushängeschild der griechischen Orchesterlandschaft, das auch international hohes Ansehen genießt.
George Petrou mit Armonia Atenea – nächste Termine bis März 2015 (Auswahl):
Hasse: „Rokoko“ (mit Max Emanuel Cencic)
12. November 2014 – Istanbul
22. Januar 2015 – Friedrichshafen
24. Januar 2015 – Versailles
1. März 2015 – München
Hasse: „Siroe“ (szenische Produktion)
26. November 2014 – Opéra Royal de Versailles
28. November 2014 – Opéra Royal de Versailles
30. November 2014 – Opéra Royal de Versailles
24. April 2015 – Theater an der Wien
Weitere Konzerte in Griechenland
23. November 2014 – Athen, Megaron (Mozart)
23. Dezember 2014 – Athen, Onassis Cultural Center (Charpentier, Lully „Te Deum“)
18. Januar 2015 – Athen, Megaron (Händel: Wassermusik und Feuerwerksmusik)
8. April 2015 – Athen, Megaron (Haydn: Stabat Mater)
George Petrou – weitere Termine bis März 2015 (ohne Armonia Atenea) – Auswahl
6. Dezember 2014 – Bratislava, Slovenská filharmónia
11. und 12. Dezember 2014 – Trondheim, Symphony Orchestra
Monteverdi: „Il ritorno d’Ulisse in patria“
13., 14. November 2014 – Staatstheater Darmstadt
16., 17., 28., 29. Dezember 2014 – Staatstheater Darmstadt
2. Januar 2015 – Staatstheater Darmstadt
Händel: „Xerxes“
6., 11., 14., 17., 24., 27. Februar 2015 – Kungliga Operan Stockholm
3. März 2015 – Kungliga Operan Stockholm
Rossini: „Semiramide“
18., 20., 22., 24. März – Opéra de Nice







