(openPR) Sie sind schon längst kein Geheimtipp mehr: Der international renommierte griechische Dirigent und ECHO Klassik-Gewinner George Petrou und die in Athen beheimatete, vielfach preisgekrönte Armonia Atenea. Mit der vorliegenden CD-Neuveröffentlichung geben sie ihr langersehntes Orchester-Debüt auf Decca. Mit Beethovens Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“ haben sie ein selten gespieltes Werk des großen Komponisten gewählt – und präsentieren es zudem auf historischen Instrumenten. Zugleich widmet sich George Petrou damit seinem eigentlichen Kernrepertoire – der Musik des frühen 19. Jahrhunderts.
Beethoven unternahm in seinem Schaffen kaum Ausflüge in die Welt der Bühnenmusik. Uraufgeführt wurden „Die Geschöpfe des Prometheus“ am 1801 im Wiener Burgtheater. Beethoven war damals bereits musikalisch etabliert und dank eines von Fürst Karl Lichnowsky gezahlten jährlichen Gehaltes zu einer unabhängigen künstlerischen Existenz in der Lage. Auf Anregung des berühmten italienischen Tänzers und Choreographen Salvatore Viganò komponierte der 31-Jährige seinen „Prometheus“ zu Ehren der Kaiserin als Kunstmäzenin. Thema ist der Raub des Feuers durch den Titanen Prometheus, um seinen Geschöpfen mit dem göttlichen Funken Leben einzuhauchen. Nicht von ungefähr kam dieses Sujet der Weltanschauung des jungen, von den Ideen der Französischen Revolution entflammten Beethoven entgegen – das Aufbegehren eines Einzelnen zum Wohle der Menschheit gegen ein bestehendes Herrschaftssystem. Obwohl das Werk als Ballettmusik bezeichnet wird, zeigt es bereits den großen Sinfoniker Beethoven: „ ‚Die Geschöpfe des Prometheus‘ sind ein wahrlich sträflich vernachlässigtes Meisterwerk und lassen bereits Beethovens ganze Genialität erahnen. Der Komponist breitet hier einige seiner farbenreichsten Orchestrierungen aus – der Klang der Harfe und des Bassetthorns sowie ein herrliches Solo für Violoncello verleihen diesem symphonischen ‚Kraftakt‘ wunderbare kammermusikalische Qualitäten“, so George Petrou. Nach der Uraufführung wurde das Ballett zwischen 1801 und 1802 noch weitere 28 Mal aufgeführt, eine für die damalige Zeit bemerkenswerte Anzahl. Allerdings verschwand das Werk dann weitestgehend von den Spielplänen.
George Petrou studierte in Athen und London und war vor seiner Dirigentenlaufbahn bereits als Konzertpianist sehr erfolgreich. Als Dirigent fühlt er sich in einem breiten Spektrum von der Alten Musik bis zu Komponisten des 19. Jahrhunderts zu Hause. Regelmäßig ist er an den großen Opern- und Konzerthäusern weltweit zu Gast und arbeitet mit renommierten Orchestern. Seine CD-Einspielungen von Händels „Oreste“, „Ariana in Creta“ und „Tamerlano“ erhielten hohe Auszeichnungen wie ECHO Klassik, Choc-Monde de la Musique, Diapason 5 und Gramophon-Editor’s Choice. Seit 2012 leitet George Petrou mit der 1991 gegründeten Armonia Atenea das Aushängeschild der griechischen Orchesterlandschaft, das auch international hohes Ansehen genießt. Zu ihren neuesten Zusammenarbeiten gehört Hasses „Siroe“ beim renommierten Athens Festival in Kooperation mit der Opéra Royal de Versailles. Die Produktion feiert am 26. Juni als Regiedebüt des Countertenors Max Emanuel Cencic Premiere. Anschließend wird sie auf CD aufgenommen. Darüber hinaus zeichnen George Petrou und sein Klangkörper mit Max Cencics aktueller CD-Veröffentlichung „Rokoko“ und der aktuellen Gluck-Hommage des Tenors Daniel Behle mitverantwortlich für vielbeachtete CD-Neueinspielungen.
In Deutschland wird George Petrou als nächstes beim vom Nationaltheater Mannheim ausgerichteten Mannheimer Mozartsommer zu erleben sein. Dort liegt die musikalische Leitung von Mozarts „Mitridate, Re di Ponto“ in seinen Händen. Premiere ist am 13. Juli, weitere Aufführungstermine sind am 17. und 19. Juli 2014.
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Die Geschöpfe des Prometheus
Ballett, op. 43
Armonia Atenea, George Petrou
auf historischen Instrumenten
Decca 00028947867555
13. Juli 2014: Mannheimer Mozartsommer
W. A. Mozart: „Mitridate, Re di Ponto“ – Premiere, 19.30 Uhr, Rokoko-Theater, Schwetzingen
Folgetermine: 17. und 19. Juli 2014
26. und 27. Juni 2014: Athens Festival
J. A. Hasse: „Siroe“ – Premiere, 20.00 Uhr, Megaron – The Athens Concert Hall
Regie: Max Emanuel Cencic
Folgetermin: 27. Juni 2014, 20.00 Uhr
25. September: Staatstheater Darmstadt
C. Monteverdi: „Ritorno d' Ulisse” – Premiere
Folgetermine: 9., 10., 19., 24., 25. Oktober 2014, 13., 14. November 2014, 16., 17., 28. Dezember 2014, 2. Januar 2015
Weitere aktuelle CD-Neuveröffentlichungen mit George Petrou und Armonia Atenea
„Rokoko“ – Opernarien von J. A. Hasse
Max Emanuel Cencic, Countertenor
Armonia Atenea, George Petrou
Decca 478 6418
„Gluck” – Opera Arias
Daniel Behle, Tenor
Armonia Atenea, George Petrou
Decca 0289 478 6758 6
Simon Mayr – „Ginevra di Scozia”
Münchner Rundfunkorchester, George Petrou
Oehms Classics OC 960






