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bbw Studie Wirtschaftsfaktor Lebensende 2014: Der Tod kostet

Bild: bbw Studie Wirtschaftsfaktor Lebensende 2014: Der Tod kostet
Institut für Finanzstudienj
Institut für Finanzstudienj

(openPR) Mit dem Lebensende geht die Bevölkerung heute recht offen und frei um. Nur für eine Minderheit ist der Tod noch ein Tabuthema, über das man überhaupt nicht spricht. Das Ergebnis mag überraschen, aber auch damit zusammenhängen, dass die Mehrheit der Deutschen an ein Leben nach dem Tod glaubt, sei es durch die Auferstehung der Toten, die Unsterblichkeit der Seele oder eine Wiedergeburt.



Allerdings über das Geschäft mit dem Ableben wird zumeist pietätvoll das Mäntelchen des Schweigens gedeckt. Aber Schweigen hin und Schweigen her, das Sterben ist ein Geschäft, bei dem es um Milliardenumsätze geht. Rund 870.000 Menschen starben im vergangenen Jahr in Deutschland, Tendenz steigend. Dank des demografischen Wandels dürften in 10 Jahren jährlich rd. 1 Million Menschen beerdigt werden. Die Liste der Gruppierungen und Institutionen, die vom Ableben der Menschen profitieren ist lang. Das fängt schon bei der privaten Hinterbliebenenvorsorge an, geht über die Bestattungsbranchen bis zu den Immobilienmaklern und Bauunternehmen. Insgesamt gesehen beziffert bbw Marketing den Bestattungsmarkt mit Gastronomie u.a. auf 5,3 Mrd. €, den Hinterbliebenenmarkt auf 4,9 Mrd. € und den Erbschaftsmarkt auf sage und schreibe 240 Mrd. €.

Nach der bbw-valido-Befragung gehört für die große Mehrheit der Befragten (70 Prozent) der Tod zum Leben dazu und sollte damit auch eine entsprechende Vorsorge erfahren. Vor allem Personen ab 65 Jahre (80 Prozent) sind dieser Auffassung, aber auch schon die jüngeren Generationen (18 bis 34 Jahre) haben diesen Gedanken zu 66 Prozent durchaus verinnerlicht. Betrachtet man allerdings, wie heute vorgesorgt wird, ergibt sich ein differenzierteres Bild. Lediglich 24 Prozent der über 30-Jährigen haben festgelegt, wie oder wo sie bestattet werden wollen. Erst rund ein Drittel der Bevölkerung hat eine Vorsorgevollmacht aufgesetzt, durch die sie im Notfall eine Vertretung durch die Person ihres Vertrauens erhalten. Um eine Patientenverfügung für die ärztliche Behandlung haben sich lediglich 36 Prozent gekümmert.

Die Hinterbliebenenversorgung ist insgesamt gesehen in den letzten Jahren immer besser geworden. Im vergangenen Jahr erhielten die Hinterbliebenen weit über 4 Milliarden Euro durch Tod fällige Lebensversicherungen. Seit dem Jahr 1990 (2,1 Milliarden Euro) haben sich die Auszahlungen fällig durch Tod nahezu verdoppelt.

Auf der anderen Seite ist dieser Auszahlungsgrund bei Gesamtauszahlungen von über 79 Milliarden Euro im Laufe der Jahre im Verhältnis unbedeutender geworden. Durch die demographische Entwicklung ist der Erlebensfall immer häufiger Grund für den Auszahlungsbeginn einer Lebensversicherung. Im Jahr 1990 hatten noch 12 Prozent der ausgezahlten Leistungen der Lebensversicherungen als Grund die Fälligkeit durch Tod, im vergangenen Jahr waren es rund 5 Prozent. Nach der valido-Befragung haben ein Drittel der Befragten eine Lebensversicherung abgeschlossen. Dabei besitzen 39 Prozent der Männer aber nur 27 Prozent der Frauen mindestens eine Lebensversicherung. Auch haben nach der bbw-valdio-Befragung knapp 12 Prozent der Befragten bisher eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, von den über 60-Jährigen sogar 30 Prozent.


Neben den Versicherungsfirmen sind natürlich die Bestattungsunternehmen am Geschäft mit dem Ableben beteiligt. Aber deren Zukunftsaussichten sind nicht mehr unbedingt als sehr gut zu bezeichnen. Die Bestattungs-, Trauer- und Erinnerungskultur hat sich in den letzten Jahren generell stark verändert. Beerdigungsrituale verlieren an Bedeutung. Die Beisetzungsarten für Urnen sind vor allem in den letzten zehn Jahren vielfältiger geworden. Die Bestattung in Form von Asche erlaubt eine weit reichende Mobilität auch nach dem Tod. Bereits im Jahr 2011 haben sich erstmals mehr Deutsche für die Feuerbestattung als für ein traditionelles Begräbnis entschieden.

Die starke Zunahme der Feuerbestattungen hat ihren Grund: in den deutlich höheren Kosten für eine Erdgrabstelle im Vergleich zum Urnengrab. In Deutschland wächst die Rate der Feuerbestattungen pro Jahr nach Angaben des Deutschen Städtetages jeweils etwa um gut ein Prozent.

Der bestehende Konkurrenzkampf im Bestattungsgewerbe wird sich somit weiter verschärfen. Die rund 4.000 Bestattungsunternehmen in Deutschland sind meist Familien- und Kleinbetriebe. Der allgemeine Rückgang der Umsätze und ein intensiverer Wettbewerb trugen dazu bei, dass viele Firmen ihr Angebot erweiterten und neuartige Geschäftsmodelle entwickelten. Um Entlastung zu schaffen, bieten Bestattungsunternehmen inzwischen die komplette Abwicklung des Sterbefalles von der Todesanzeige über Trauerrede und Dankeskarten bis zur Organisation der anschließenden Grabpflege. Insgesamt kostet jeder Tod allein durch die Bestattungskosten rund 6.000 Euro. Der Bestattungsmarkt generiert ein Umsatzvolumen von geschätzten 5,3 Milliarden Euro (2013).

Vom (Ab)Leben ihrer Bürger profitieren aber auch die Kommunen und Bundesländern. Die Friedhofsgebühren steigen scheinbar unaufhaltsam. Die Einnahmequelle Erbschaftsteuer wird auch ohne eventuell politisch motivierte Erhöhungen bis 2020 von aktuell 4,6 Milliarden Euro auf rund 5 Milliarden Euro pro Jahr kräftig sprudeln. Der Fiskus profitiert vom Tod aber auch indirekt über Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer, die durch den vermehrten Verkauf von Immobilien nach Erbschaften an Dritte weiter steigen. Nach eigenen Berechnungen werden in Deutschland in diesem Jahr Vermögen im Wert von mehr als 240 Milliarden Euro an die nächste Generation weitergegeben.

Die Erbschaftsbeträge werden von den Erben nicht nur gespart und im Bestand gehalten, sondern etwa 86 Milliarden Euro stehen jährlich zur Disposition. Meistens löst der Erbfall Modernisierungen und erhebliche Investitionen aus. Denn in den seltensten Fällen entsprechen diese Immobilien sowohl energetisch als auch von der Grundrissgestaltung her den modernen Anforderungen.

Das Geschäft mit dem Lebensende ist eben ein Milliardengeschäft an dem sich gut verdienen lässt.

Die bbw Analyse Wirtschaftsfaktor Lebensende 2014 mit den knapp 300 Seiten beschäftigt sich mit einem nicht so häufig bearbeiteten Thema. Diese Studie ist zu beziehen bei: bbw Marketing Dr. Vossen & Partner, Liebigstraße 23, D-41464 Neuss, Fon: 02131.2989722, Fax: 02131.2989721, mail: E-Mail. Weitere Informationen zu den Finanzstudien finden Sie unter: www. bbwmarketing.de

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