(openPR) Ausbildungsplatzangebot reduzierte sich innerhalb von 10 Jahren um fast die Hälfte
Die DHV-Bundesfachgruppe Ersatzkassen berichtete bereits darüber, dass Frau Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit, gebeten wurde, die entsprechenden Rechtsvorschriften zu ändern, damit bei den gesetzlichen Krankenkassen mehr Auszubildende eingestellt werden können.
Um die derzeitige Situation bekannter zu machen waren Marcel Premke und Wolfgang Reich am 29.03.2006 in Berlin zu Besuch bei Stefan Müller (MdB). Die umfangreichen Unterlagen über die Ausbildungssituation nahm Stefan Müller (MdB) sehr interessiert entgegen.
Die Situation ist bekannt: Die vom Gesetzgeber ab dem Jahre 2003 eingeführte Verwaltungskostendeckelung bei den Krankenkassen hat enorme Auswirkungen auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze für den Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten.
Was sicherlich nicht vom Gesetzgeber beabsichtigt war: Die Anzahl der Ausbildungsplätze, die die Versicherungsträger für den Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten zur Verfügung stellten, ging sofort drastisch zurück.
Dies hat auch das Bundesversicherungsamt (Zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz) in seinem Jahresrückblick 2004 wie folgt festgestellt:
"Es muss betroffen machen, dass ein Beruf, der noch vor kurzer Zeit als krisensicher galt und „immer gebraucht“ schien, so rückläufig ist."
Ausbildungsplätze 1994 bis 2004: Die Anzahl der Ausbildungsplätze aller Sozialversicherungsträger insgesamt ging seit dem Jahre 1994 (Anzahl = 2084) bis zum Jahre 2004 (Anzahl = 1130) um 45,78 % zurück, im gleichen Zeitraum bei den Krankenkassen seit dem Jahre 1994 (Anzahl = 1371) bis zum Jahre 2004 (Anzahl = 707) um 48,43 %.
Die Lösung dieses Zielkonflikts muss darin liegen, dass die Kosten der Berufsausbildung aus den Verwaltungs-/ Personalkosten heraus genommen und damit nicht mehr der Deckelung unterliegen.
Nur so kann der Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten eine Zukunft haben.
Wolfgang Reich
stellv. Vorsitzender DHV-Bundesfachgruppe Ersatzkassen
Der DHV ist eine Mitgliedsgewerkschaft des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB). Er vertritt die Interessen von 80.000 Mitgliedern in den Bereichen Handel, Industrie und Dienstleistungen, sowohl in der gewerblichen Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst. Grundlage der Gewerkschaftsarbeit des DHV sind die Prinzipien der Solidarität, Subsidiarität und des Pluralismus. Für die Ersatzkassenangestellten ist zur Wahrnehmung beruflicher und sozialer Interessen die Bundesfachgruppe Ersatzkassen eingerichtet.
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Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.













