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Was wird aus uns?

06.10.201418:36 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Was wird aus uns?
Unbedingtes individuelles Grundeinkommen, eBook, ISBN 978-3-943788-18-1, 9,95 Euro
Unbedingtes individuelles Grundeinkommen, eBook, ISBN 978-3-943788-18-1, 9,95 Euro

(openPR) Ein Rückblick auf den bekannten Teil der Menschheitsgeschichte zeigt, daß die Menschentiere zwar einfalls- und erfindungsreiche Konstrukteure und Baumeister sind, es in ihren sozialen Beziehungen keinerlei Fortschritt gibt. So kommt es, daß sie ihre Instinkte nur mit immer ausgeklügelteren Mitteln und Methoden ausleben und sich mit immer wirksameren Werkzeugen drangsalieren und töten. Eine Entwicklung vom Menschentier zu einem Menschen, der vernünftig, vorausschauend und kooperativ an der weltweiten Verbesserung der Lebensverhältnisse aller Menschen arbeitet, ist nicht festzustellen.



Vielleicht haben ähnliche Gedanken Goethe zu der resignierenden Feststellung gebracht: „Ich bin nicht so alt geworden, um mich um die Weltgeschichte zu bekümmern, die das Absurdeste ist, was es gibt. Ob dieser oder jener stirbt, dieses oder jenes Volk untergeht, ist mir einerlei; ich wäre ein Tor, mich darum zu bekümmern.“

Man braucht nicht einmal auf die größeren, blutig ausgetragenen Konflikte zu schauen, die anscheinend seit ewigen Zeiten die menschliche Geschichte durchziehen, um die Absurdität menschlichen Verhaltens zu beklagen. Das Versagen beginnt beim Unvermögen der Politiker, gerechte Lebensverhältnisse für alle Bürgerinnen und Bürger ihres Landes herzustellen und die Zukunft des eigenen Volkes angesichts des mit beachtlicher Geschwindigkeit voran stiebenden technisch-ökonomischen Wandels zu sichern.

Die Neigung der Politiker, notwendige Problemlösungen auf die lange Bank zu schieben, hat schon der chinesische Weise Laotse vor 2300 Jahren als unprofessionell gegeißelt. Er rät: "Was noch klein ist, läßt sich leicht zerstreuen. Man muß wirken auf das, was noch nicht da ist. Man muß ordnen, was noch nicht in Verwirrung ist." Mit anderen Worten: Vorausdenken, proaktiv handeln. Mit solchen Qualifikationsanforderungen sind Leute, deren Horizont nur bis zur nächsten Wahl reicht, natürlich hoffnungslos überfordert.

Deutschland ist trotz seines – oberflächlich betrachtet – im Vergleich mit anderen Staaten guten Zustandes ein Paradebeispiel dafür, wie Politiker die Zukunft eines Volkes gefährden und letztlich auch verspielen können. Dafür, daß unser Land im europäischen und Weltdebakel noch verhältnismäßig gut dasteht, zahlen bereits heute Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger einen hohen Preis und es kommen täglich mehr dazu.

Eine allein am Profit orientierte Wirtschaft erniedrigt den Menschen zum möglichst kostengünstig zu beschaffendes Produktionsmittel. Das wird einerseits dazu führen, daß schon in naher Zukunft Millionen Mitbürgerinnen dauerhaft arbeitslos oder geringfügig beschäftigt sind und nur noch als Konsumenten gebraucht werden. Heute schon können ca. 15 Prozent der Berufstätigen nicht mehr von ihrem Arbeitseinkommen leben und müssen mit öffentlichen Mitteln subventioniert werden. Für andere wird Arbeit immer stressiger, sodaß körperliche und psychische Schäden zunehmen. Es ist nicht übertrieben, sie genauso wie die Unterbezahlten als moderne Arbeitssklaven zu bezeichnen. Das ist nicht nur menschenunwürdig und perpetuiert die Überalterung der Bevölkerung, sondern birgt in Zukunft auch erhebliche soziale und ökonomische Probleme. Auf der anderen Seite akkumuliert eine Minderheit maßlose Vermögen und profitiert dabei noch von zahlreichen Steuersparmöglichkeiten für Bezieher hoher Einkommen. Die Gesellschaft gerät zunehmend in eine soziale und ökonomische Schieflage, die nicht ohne – vermutlich ziemlich unangenehme - politische Folgen bleiben wird.

Proaktive Politik müßte den Handlungsbedarf längst erkannt haben. Aber Politiker, die proaktiv handeln, gibt es augenscheinlich nicht. Die Völker sind in der Gewalt von Mangelverwaltern und verkappten Lobbyisten. Sehenden Auges steuern sie die Staatsschiffe auf die Klippen. Menschliche Potentiale werden durch eine stümperhafte Bildungs- und Erziehungspolitik verschwendet, Millionen jungen Menschen wird jede motivierende Perspektive für ihre persönliche und berufliche Zukunft genommen. Auf der anderen Seite wird eine milliardenteure riesige Arbeitslosenverwaltung nebst Subunternehmen für Maßnahmen zur Schönung der Arbeitslosenstatistik unterhalten. Welche Menschen dieses Verwaltungsungeheuer auf Dauer produziert, mag man sich gar nicht vorstellen. Die Staatsbürger, die wir in Zukunft brauchen, werden es gewiß nicht sein.

„Die Menschheit wird eher an der Vernachlässigung der Erziehung ihres Nachwuchses, an Regierungen, die bei den Bürgern jede Achtung verloren haben, und an der gedankenlosen Zersetzung von Anstand und Rechtsbewußtsein durch Gesetzgeber, Justiz und Medien zugrunde gehen als an der Zerstörung der natürlichen Umwelt“, fürchtet Prof. Querulix.

So wie der einzelne sich und seine Lebensverhältnisse am ehesten unter Leidensdruck an neue Anforderungen anpaßt, so reformieren sich Staaten und Gesellschaften mit größerer Wahrscheinlichkeit in der Folge großer Katastrophen Die gegenwärtig schwelende Banken- und Staatsschuldenkrise, der Wirtschaftskrieg um den Erhalt des US-Dollars als bequemes Finanzierungsmittel der USA auf Kosten anderer Staaten und Völker, Börsenkursmanipulationen, Hochfrequenzhandel und schwindelerregende Derivate-Spekulationen, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, und eine möglicherweise eine außer Kontrolle geratende Ebola-Epidemie haben das Potential, Verhältnisse entstehen zu lassen, die Reformkräften mächtigen Auftrieb verleihen können. Warten wir mal ab.

Es bleibt uns ja auch nichts Besseres übrig.

Wichtig wäre vor allem, Deutschland wieder zu einem Land zu machen, für das sich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger engagieren mögen, weil sie es für gerecht und für ein gutes Zuhause halten. Daß sich – nicht zum erstenmal – nahezu 30 Prozent der Wahlberechtigten nicht an der letzten Bundestagswahl beteiligt haben, ist eine schallende Ohrfeige für die polit-ökonomische Klasse.

Im Zuge zukunftsweisender und zukunftssichernder Reformen müssen sowohl die Relationen zwischen privatem und öffentlichen Wohlstand wie auch die mit unterschiedlicher Leistung für die Gesellschaft nicht zu rechtfertigenden Einkommens- und Vermögensunterschiede innerhalb der Bevölkerung auf ein sozial akzeptables Verhältnis korrigiert werden. Auskömmliche Einkommen, auch im Alter und für den Fall von Krankheit und Pflege müssen für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger gewährleistet sein – nicht zuletzt auch, um jungen Menschen eine verläßliche Perspektive für die Gründung und Finanzierung einer Familie und der Aufzucht von Kindern zu geben.

In einer vom Profitdenken dominierten Wirtschaft, kann als Mensch nur überleben und das Menschsein an seine Kinder weitergeben, wer so weit wie nur möglich unabhängig von den Macht- und Beutegelüsten seiner „Elite“-Mitmenschen ist. Wer nicht, wird zwangsläufig zum Ausbeutungsobjekt, zum Sklaven derer, die über die Gesetzgebungsgewalt und die Produktionsmittel verfügen. Als Konsument fällt er mangels ausreichenden Einkommens weitgehend aus. Während er sein tristes Leben in Armut und Perspektivlosigkeit führt, haben aber auch seine sich an den Fleischtöpfen der Gesellschaft selbst bedienenden Ausbeuter Sorgen: An wen sollen sie die Waren verkaufen, die in immer größeren Mengen unter Einsatz von immer weniger (billigen) Arbeitskräften hergestellt werden? Exportieren? Das hat seine Grenzen, wahrscheinlich viel engere als manche Wirtschaftslobbyisten sich das heute vorstellen können.

Unabhängige Mitbürgerinnen und Mitbürger sind für die polit-ökonomische Herrscherklasse unbequem. Aber abgesehen davon, daß sie Konsumenten brauchen, um eine robuste Binnennachfrage nachhaltig zu sichern, brauchen sie auch gut (aus-)gebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihr Geschäft besorgen können. Die Anforderungen der Arbeitswelt an Intellekt, Wissen und Leistungsmotivation der Mitarbeiter steigen. Die Chance auf und die Motivation für (Aus-)bildung als Voraussetzung dafür müssen deshalb im Interesse auch derer gewährleistet werden, die von der Arbeitskraft ihrer Mitmenschen weiterhin zu profitieren hoffen.

Parlamentsabgeordnete sollten nicht ihrem Gewissen – das ist nur ein Nebelwort – sondern dem Allgemeinwohl verpflichtet sein. Derzeit sind viele Abgeordnete, wahrscheinlich die meisten, nur Lobbyisten irgendwelcher Sonderinteressen und das Parlament nichts weiter als eine Klatschbude, in der um Beute gestritten wird. „In der Fraktion verliert der Volksvertreter den Blick für das Allgemeine“, klagte schon Kanzler v. Bismarck. Frei gewählte Parlamente sind als eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Demokratie viel zu wichtig, als daß wir sie dem individuellen und parteilichen Macht- und Beutetrieb ausliefern dürfen. Leider degenerieren die gegenwärtigen Wahldemokratien zusehends zu Lobbydemokraturen, in denen das Allgemeinwohl hinter die Sonderinteressen der Parteien, ihrer Protagonisten und ihrer Klientele zurückstehen muß.

Erkennbarer Einsatz der Politiker für das allgemeine Wohl und Gerechtigkeit bei der Ressourcenverteilung würde die Bürgerinnen und Bürger wieder stärker für „ihren“ Staat einnehmen. Von den ökonomischen Interessen einer Minderheit abhängige Menschen darf es in einem solchen Staat nicht mehr geben. „Nicht ein Recht auf Arbeit, sondern ein Recht auf auskömmliches Einkommen braucht die moderne beutekapitalistische Lobbydemokratur, wenn der soziale Friede erhalten bleiben soll“, meint Prof. Querulix. Wie das machbar ist, kann man in einer kleinen Studie lesen. Sie trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook, 9,95 Euro). In der mit Zahlen unterlegten Studie wird ein Konzept vorgeschlagen, mit dem einerseits alle Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Ausbeutung geschützt werden sollen. Andererseits wird eine nachhaltig stabile Binnennachfrage angestrebt, um die Abhängigkeit Deutschlands vom Export zu verringern. Die Studie ist beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.

„Die Zukunft liegt in den Händen derer, die in der Lage sind, der Generation von morgen verläßliche Gründe zum Leben und Hoffen zu geben“, schrieb der französische Theologe, Jesuit und Naturforscher Teilhard de Chardin. Die gegenwärtigen Politiker können uns in dieser Beziehung leider keine Hoffnung machen.

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