(openPR) Nina-Annabelle Märkl und Nani Boronat bei MuniqueART
vom 16. Oktober bis 13. November 2014
Unter diesem Titel fassen wir in der nächsten Ausstellung von MuniqueART zwei Künstler zusammen, die jeder auf seine Weise dem Geheimnis von Raum und Zeit nachspüren. Einerseits Nina-Annabelle Märkl mit ihren Dioramen - Zeichnungen auf Papier, in dreidimensionaler Anordnung auf Metallplatten montiert, ausgeschnittene Fragmente und Metallobjekte, die vor dem weißen Hintergrund das Imaginieren von Raum und unserer Verbundenheit damit reflektieren. Und andererseits Nani Boronat, der mit seinen „Visual Haikus“, durch Nußbaumpigment sichtbar gemachte Wasserzeichnungen auf Papier die Vorstellung von Raum und Bewegung intuitiv-kontemplativ beleuchtet.
Nina-Annabelle Märkl ist in der Kunstszene keine Unbekannte mehr, zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen begleiten ihren künstlerischen Weg. Und auch viel wurde bereits über ihre Modelle der Welt und die Verbindung ihrer fragilen, aber klaren Figurfragmente auf Objekten und Zeichnungen in ihrer geradezu filmisch zu verstehenden Mehrdimensionalität geschrieben. Die Reduktion auf das zeichnerische Schwarz-Weiß in Kombination mit spiegelndem, reflektierendem Metall und der Montage in Holzrahmungen ruft den Betrachter dazu auf, die Bilder und Objekte unter wechselndem Licht, unterschiedlichen Aspekten, von nah und von fern anzuschauen und in dieser Mehrdimensionalität immer wieder neue Facetten von Deutung und Bedeutung zu erfahren. Was im einen Moment eine Grenze sein könnte, mag im anderen eine Verbindung sein. Und so erschließt sich der eingehenden Betrachtung eine langsam fließende, aber starke Dynamik.
Der Spanier und Erasmus-Stipendiat Nani Boronat ist bekennender Anhänger der großen spanischen Schule des Barock. Und in der Tat erinnert die Farbgebung seiner Ölgemälde an diese Epoche. Nun aber fokussiert sich Boronat in seinen neuesten Arbeiten auf eine völlig andere Technik. Er nennt sie „Visual Haikus“. Haiku, diese sehr spezielle 17silbige japanische Lyrik tuscht gleichsam in Worten kleine Begebenheiten in den Raum und überläßt die resonatorische Wirkung dieser Worte dem Publikum. Was heißt das nun in Nani Boronats künstlerischer Sprache? Er zeichnet unsichtbare Bilder. Wasser auf weißem Papier. Sichtbar werden diese Bilder erst durch das Aufbringen eines speziellen Walnuß-Pigments auf das noch feuchte Papier und bilden die Dynamik, den Schwung des Wasserpinsels durch ihre spezifische Farbverteilung noch einmal nach. Auf diese Weise entstehen feine kleine Arbeiten, die in all ihrer Stille eine große Dynamik der Geste atmen. Reine, originale Schöpferkraft, die sich der intellektuellen Reflektion entzieht. Und so ist auch die Wirkung auf den Betrachter: Inseln dynamischer Stille – ein Moment ohne Zeit und Raum.
IM RAUM, so der Titel der Ausstellung, verweist auf diese zwei so unterschiedlichen Ansätze der Darstellung von Raum und damit auch Zeit, denn beiden Künstlern ist genau dies wichtig: Die Bewegung im Raum und die Dynamik der Zeit, eines ohne das andere nicht denkbar.
IM RAUM - NINA UND NANI
Nina-Annabelle Märkl und Nani Boronat vom 16. Oktober bis zum 13. November bei MuniqueART.
Vernissage mit Live-Performance am 16. Oktober ab 19 Uhr (öffentliche Veranstaltung)










