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Usenet: Das vergessene Internet

19.09.201412:41 UhrIT, New Media & Software
Bild: Usenet: Das vergessene Internet
Eintritt zum Usenet über UseNeXT
Eintritt zum Usenet über UseNeXT

(openPR) München, 17. September 2014. Das Usenet ist eine der Wurzeln des Internet. Es besteht aus so genannten Newsgroups, also Gruppen, in denen User Nachrichten austauschen. Das können nicht nur Texte sein, sondern in neuerer Zeit auch Binärdateien wie Filme, Fotos, Audio-Dateien und alle übrigen Dokumente. Man bezeichnet die Newsgroups auch als "Schwarze Bretter" des Internet, weil Interessierte dort öffentlich zu buchstäblich allen interessanten Themen Nachrichten austauschen. Einer der bekanntesten und schon lange in diesem Bereich tätigen Usenet-Provider ist UseNeXT. In diesem Jahr fällt der 10. Geburtstag von UseNeXT auf den 35. Geburtstag des Usenet. Ein Grund mehr über den Tellerrand des Internets zu schauen.



Kaum zu zensieren dank verteilter Technik

Ist das Usenet also das gleiche wie eine Sammlung von Internet-Foren? Nein, eben nicht. Foren befinden sich immer auf einer Website. Passt irgendjemandem nicht, was User auf dieser Website schreiben, sei es ein Werbetreibender, ein Konzern, ein Geheimdienst oder eine Regierung, dann ist es recht einfach, diese Website zu zensieren, und schon sind die unangenehmen Informationen verschwunden. Im Usenet geht das nicht so einfach. Denn anders als eine Website gehört eine Newsgroup nicht einer Person, auf deren Namen sie registriert ist, sondern Newsgroups sind quasi Gemeingut und werden auf Tausenden von Servern weltweit in gleicher Form archiviert. Wer sie zensieren will, müsste also viele tausend Server auf der ganzen Welt lahmlegen. Es ist klar, dass das nicht so schnell passieren wird. Wer etwas Wichtiges im Usenet posten will, tut also folgendes: Er schickt eine Mail an die Newsgroup, wo diese Nachricht weltweit öffentlich zu sehen ist. Andere antworten auf die gleiche Art und Weise und es beginnt eine Art öffentliche Diskussion.

SPIEGEL ONLINE fasste seine Beschreibung des Usenet einmal so zusammen: „Das Usenet bietet oftmals Nachrichten, die es sonst nirgendwo gibt - inklusive Verschwörungstheorien, Falschmeldungen, Propaganda und das Schwadronieren von Weltverbesserern und Wirrköpfen. In seinen Sternstunden jedoch bietet es Nachrichten schneller als jede Presseagentur, jedes Medium. (…) Das Usenet ist der wohl krasseste, ‚freieste‘, anarchischste, verdorbenste, witzigste und problematischste Teil des Internet.“ (1)

Weit über 100.000 Newsgroups zu fast jedem Thema
Derzeit gibt es geschätzt weit über 100.000 Newsgroups, wo ein lebendiger Austausch stattfindet. Will man alle Inhalte lesen oder zum Ansehen herunterladen, dann braucht man ein Spezialprogramm, einen so genannten Newsreader. Viele Newsreader gibt es als kostenlose Freeware. (2) Übrigens kann man auch mit Microsoft Outlook Usenet-News lesen. (3)
Ferner braucht man einen Provider, der seinen Kunden in vollem Umfang Zugang zum Usenet gewährt. Da viele Kunden aber gar nicht wissen, was das Usenet ihnen für Möglichkeiten bietet, sparen sich sehr viele Provider dieses Feature und lassen ihre Kunden einfach nur durch‘s Web surfen. Manche schalten ein paar mehr oder weniger willkürlich ausgewählte Usenet-Inhalte frei und lassen es dabei bewenden, im Vertrauen darauf, dass der Kunde ja keine Vergleichsmöglichkeit hat. Wer Kunde bei einem der vielen Internet-Provider ohne vollen Usenet-Zugang ist, der braucht also zusätzlich einen Usenet-Zugangs-Provider.

(1) http://www.spiegel.de/netzwelt/web/vertiefung-was-ist-das-eigentlich-das-usenet-a-159635.html
(2) http://www.computerbild.de/downloads/internet/newsreader-486?order=2
(3) http://www.outlookeinrichten.de/so-richten-sie-den-newsreader-in-outlook-2010-ein/

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