(openPR) Zwei von drei Pflegebedürftigen werden in den eigenen vier Wänden gepflegt, meist von der Familie. Doch nicht immer erweist sich die tägliche Pflege als einfach. Hinzu kommen finanzielle Probleme. Die Provinzial-Geschäftsstelle Klaus Schlechtinger e. K. in Wenden erklärt die ersten Schritte.
Laut einer bundesweiten Umfrage des Instituts für Demoskopie werden 27 Millionen Deutsche in spätestens zehn Jahren einen Pflegefall in der Familie haben. Die Betroffenen verlassen sich häufig auf ihre Familie und gehen davon aus, von ihnen gepflegt zu werden. Auf Pflegende kommen rund um Wohnungsumbau, Pflegedienst und Pflegeheim viele Herausforderungen zu.
Umbauten in der Wohnung
Die meisten Deutschen möchten so lange wie möglich zu Hause versorgt werden. Dafür muss die Wohnung den neuen Bedürfnissen angepasst werden. Der Umbau von Bad oder Küche, die Installation von Rampen oder die Verbreiterung von Türen ermöglichen oft erst den Verbleib in den eigenen vier Wänden. Soll die Wohnung barrierefrei umgebaut werden, steht den Betroffenen finanzielle Unterstützung von der gesetzlichen Pflegeversicherung zu. „Für solch notwendige Umbauten gibt es dann einen Zuschuss von bis zu 2.557 Euro. Der Zuschuss ist allerdings abhängig vom Einkommen des Bedürftigen und der Höhe der Umbaukosten“, erläutert Provinzial-Geschäftsstellenleiter Klaus Schlechtinger.
Pflegedienst anfordern
Doch auch eine altersgerechte Wohnung nützt nichts, wenn die Pflegebedürftigen sich nicht mehr problemlos bewegen können und auf Hilfe angewiesen sind. Mit steigendem Pflegebedarf geraten Ehepartner, Kinder oder andere Familienangehörige schnell an ihre Grenzen. Betroffene sollten sich daher so früh wie möglich nach einem geeigneten Pflegedienst erkundigen. Oft reicht es schon aus, wenn der Pflegedienst alle paar Stunden vorbeischaut, um zum Beispiel beim Aufstehen, Essen reichen oder Aufräumen zu helfen. „Einen guten Pflegedienst erkennt man an einer ausführlichen Beratung. Die Pflegebedürftigen sollten eine möglichst feste Bezugsperson als Pfleger bekommen“, erklärt Klaus Schlechtinger.
Pausen für die Angehörigen
Was häufig bei der Organisation und Pflege eines Familienmitglieds vergessen wird, sind die Pflegenden selbst. „Als pflegender Angehöriger ist es wichtig, sich frühzeitig über Entlastungsmöglichkeiten zu informieren - bevor die eigenen Kräfte aufgebraucht sind und die eigene Gesundheit Schaden nimmt“, warnt Klaus Schlechtinger. Der Pflegende kann seine wöchentliche Arbeitszeit verringern oder sich für eine begrenzte Zeit ganz von der Arbeit freistellen lassen.
Letzter Ausweg Pflegeheim
Ist die Versorgung in den eigenen vier Wänden allerdings nicht mehr zu bewerkstelligen, sollten sich Betroffene und Angehörige sorgfältig und vor allem frühzeitig auf den Umzug in ein Pflegeheim vorbereiten. „Bei der Auswahl kommt es vor allem auf die Qualität der Betreuung, die menschliche Atmosphäre und Ausstattung des Heimes an“, erklärt Klaus Schlechtinger. „Hier zählt besonders: Genau hinschauen und prüfen.“
Private Absicherung
„Neben der gesetzlichen Pflegeversicherung ist es wichtig auch an die private Pflegeversicherung zu denken“, erklärt Klaus Schlechtinger. Denn: Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt längst nicht alle Kosten, sondern kommt lediglich für die Grundsicherung auf. „Wenn dieses Geld dann nicht reicht, werden grundsätzlich Ehepartner und Kinder zur Kasse gebeten“, so Klaus Schlechtinger. Damit es dazu nicht kommt, berät die Provinzial-Geschäftsstelle Schlechtinger ihre Kunden zur richtigen Pflegeabsicherung.









