(openPR) Aktien genießen unter deutschen Kapitalanlegern ein Nischendasein. Angefangen mit dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000, über die Immobilienkrise im Jahr 2008 bis hin zur im Jahr 2011 begonnen Finanzkrise mussten Börsianer innerhalb weniger Jahre gleich drei „Crashs“ an den Märkten durchstehen.
Einerseits ist es verständlich, dass viele Anleger das sicher geglaubte Sparbuch bevorzugen. Andererseits ist das Zinsniveau mittlerweile so niedrig, dass man sich fragt, warum diese bereit sind, eine negative Realverzinsung (Nominalzins abzüglich der Inflationsrate) in Kauf zu nehmen.
Auch die Angst vor einem Inflationsanstieg oder einer zunehmenden Verschuldung vieler Staaten konnte bisher das mehrheitliche Verhalten vieler Investoren nur bedingt ändern. Dabei zeigt die Vergangenheit, dass die Aktie neben Sachwerten wie Immobilien oder Edelmetallen nicht nur ein ausgezeichneter Inflationsschutz war, sondern auch das Vermögen der Aktionäre über zahlreiche Krisen, wie z.B. die deutsche Währungsreform in den 20er Jahren, größtenteils erhalten konnte.
DAX-Unternehmen: Teilweise älter als 100 Jahre
Nur wenige Anlagemöglichkeiten können auf eine so lange Historie zurückblicken wie die Aktie. Das größte deutsche Versicherungsunternehmen, die Allianz, nahm ihren Geschäftsbetrieb im Jahr 1890 auf. Fünf Jahre später wurde die Allianz-Aktie erstmalig an der Berliner Börse notiert. Seit fast 120 Jahren können sich Aktionäre an dem Unternehmen Allianz beteiligen.
Ein Aktieninvestment im Jahr 1895 überlebte nicht nur die Weltwirtschaftskrise der 20er Jahre im vorigen Jahrhundert, sondern auch zwei Weltkriege. Geldwertanlagen wie Sparbücher verloren in diesen Zeiten ihren Wert vollständig.
Hyperinflation der 20er Jahre
Im Jahr 1922 veröffentlichte das Statistische Reichsamt erstmalig einen Aktienindex in Deutschland. Dieser wurde bis in das Jahr 1913 zurückgerechnet. Sein Startwert betrug im Jahr 1913 100 Punkte. Bis Ende 1923 war der Index um 26.889.999.999.900 Prozent gestiegen. Vollständig konnte die Inflation nicht ausgeglichen werden, die im gleichen Zeitraum 124.699.999.999.900 Prozent betrug. Inflationsbereinigt bedeutete dies für den Aktienmarkt einen Verlust von rund 80 Prozent. Sicherlich war dies kein „perfekter“ Inflationsausgleich, nach der Krise stiegen die Aktien sehr stark wieder an.
Verglichen mit Geldwertanlagen, wie das Sparbuch, konnten aber Aktien selbst in den schlimmsten Krisenmonaten noch einen Wert vorweisen und somit das Vermögen der Aktionäre zumindest teilweise über die Krise retten. Auf einem Restvermögen von 20 Prozent konnten Anleger wieder aufbauen. Auf einem vollständigen Verlust wie bei Geldwerten war dies nicht möglich.
Fazit:
Aktien sind ein Vermögensbaustein der in keiner vernünftigen Vermögensallokation fehlen sollte. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass mit Aktien das Vermögen, über Krisen hinweg, in die Zukunft transportiert werden kann. Die Strategieberater von twindepot zeigen Ihnen, wie Sie den Vermögensbaustein Aktie sinnvoll einsetzen können.













