(openPR) Mit dem Gramophone Classical Music Award 2014, Baroque Vocal, wird die im Februar 2014 erschienene CD-Einspielung von Werken Carl Philipp Emanuel Bachs, Magnificat Wq 215, Heilig Wq 217, Sinfonie D-Dur Wq 183/1, ausgezeichnet. Der RIAS Kammerchor hat sie zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin und den Solisten Elizabeth Watts, Sopran, Wiebke Lehmkuhl, Alt, Lothar Odinius, Tenor, und Markus Eiche, Bass, in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem aufgenommen. Die Einspielung bei harmonia mundi erfolgte in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur und der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin. Dirigent der Aufnahme ist Hans-Christoph Rademann, Chefdirigent des RIAS Kammerchors und Spezialist für Alte Musik.
Der Gramophone Classical Music Award, den die britische Klassik-Zeitschrift Gramophone seit 1977 alljährlich verleiht, gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Einspielungen klassischer Musik. Zur Jury gehören neben den Musikkritikern des Magazins auch Musikhändler, Mitarbeiter von Institutionen wie dem Rundfunk sowie Künstler. Die Preisverleihung 2014 findet am 17. September in London statt. Der RIAS Kammerchor war bereits 2005 für seine Einspielung von Haydns Jahreszeiten mit dem Gramophone Award ausgezeichnet worden.
Das nun eingespielte Programm entspricht dem zweiten Teil eines Benefizkonzerts, das Carl Philipp Emanuel Bach zugunsten des Medizinischen Armeninstituts 1786 in Hamburg veranstaltete. Es waren Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und C.P.E. Bach aufgeführt worden. Die gesamte Auswahl kann als Dokumentation einer historischen Entwicklung interpretiert werden, bei der als Höhepunkt der deutschen Chorpolyphonie J.S. Bachs Werk steht, G.F. Händel als Schöpfer eines europäischen Oratorienstils und C.P.E. Bach als Originalgenie, der die Tradition aufgreift und zugleich überwindet.
CD-EINSPIELUNG
Carl Philipp Emanuel Bach – Magnificat Wq 215, Motette Heilig ist Gott Wq 217, Sinfonie D-Dur Wq 183/1
C.P.E. Bachs repräsentativste Werke
Am 9. April 1768 dirigierte Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg ein Benefizkonzert. Auf dem Programm standen drei seiner schönsten und repräsentativsten Werke: die Sinfonie Wq 183/1 (1789), das Magnificat, 1749 wohl in der Hoffnung auf die Nachfolge seines Vaters als Thomaskantor in Leipzig komponiert, und nicht zuletzt das eindrucksvolle Heilig (1776) für Doppelchor, über das er schrieb: "Es soll mein Schwanen Lied, von dieser Art, seyn, und dazu dienen, daß man meiner nach meinem Tode nicht zu bald vergeßen möge." Und er sollte recht behalten, wie diese CD bezeugt, 300 Jahre nach seiner Geburt.
Elizabeth Watts Sopran
Wiebke Lehmkuhl Alt
Lothar Odinius Tenor
Markus Eiche Bass
RIAS Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
Hans-Christoph Rademann Dirigent
harmonia mundi | HMC 902167 | VÖ-Datum: 14. Februar 2014
Rezensionsexemplare:
harmonia mundi – Markus Kettner
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