(openPR) Ich habe Studien des täglichen Lebens betrieben auf der Suche nach der derzeit meist gefragtesten Fragen: Was ist faul in unserem Land. Ich bin mittlerweile sicher, dass man nicht nicht im großen Universmus auf die Suche gehen sollte, sondern im Mikrokosmos der eigenen kleinen Welt.
Auf gewisse Art ud Weise bin ich bei Kaufland fündig geworden. Wahrscheinlich ist es völlig egal ob es Kaufland, Lidl, Walmart wasweißich ist, ein Discouter, dessen oberste und vermutlich einzige Maxime die Gewinnmaximierung ist, sollte es wohl sein. Nun wird man mich für völlig bekloppt ein kränkelndes Land mit einem Konzern zu vergleichen, der so erfolgreich ist, dass er vor Lachen nicht mehr in den Schlaf kommt. Daher sei es mir gestatten ein wenig auszuholen:
Ich habe bislang gerne bei Kaufland eingekauft, bis ich eines Tages in einem Berliner Kaufland unfreiwillig Zeuge eines -zugegeben auf den ersten Blick trivial wirkenden- Ereignisses wurde: Vor meinen Augen wurde eine Verkäuferin, nicht ohne persönlichen Beleidigungen ("wie kann man nur so bescheuert sein"), dermaßen zusammengestaucht. ich war mehr als irriterte. , dass es sich beim Agressor offensichtlich um den Hausleiter handelte (die Infotafeln können auch Ihre Tücken haben). Anyway der gute Mann hatte so ziemlich jeden denkbaren Kardinalsfehler begangen, der im Umgang mit Mitarbeitern möglich war. Zumal ich jüngst selbst einige coachings zum Thema Personalführung durchlaufen hatte, verblüffte mich, wie es so jemand in diese Position schaffen konnte. In den nächsten Wochen besuchte ich mehrere unterschiedliche Kaufland-Häuser und bemerkte immer wieder einen katastrophalen Umgang mit den Mitarbeitern der jeweiligen Häusern in einer Häufung, dass mir bewußt wurde, dass es sich nicht mehr nur um unrühmliche Ausnahmen handeln konnte. Irgendwie schien es auf einmal etwas grotesk, dass ein Unternehmen, deren oberste Prämisse Kundenfreundlichkeit ist, eine so geringe Wertschätzung gegenüber den eigenen Mitarbeitern an den Tag legt. Erst dachte ich, daß es sich um eine verquerte Form von Firmenphilosophie handelt, aber das ist wohl zu einfach. Scheinbar ist das Unternehmen so erfolgreich, dass es offensichtlich sehr schwer ist, qualifizierte Führungskräfte zu rekrutieren, dass -bildlich gesprochen- der Fleischereifachverkäufer (ohne dass es abwertend zu sehen ist) mal eben zum Geschäftsleiter avanciert. Das ist mitunter ein häufig zu beobachtendes Phänomen, dass, solange es nur die Treppe aufwärts geht, "Gredi und Blödi" in Führungspositionen gelangen kann. Dadurch prägt sich nicht selten eine absurde Firmenkultur. Im Falle von Kaufland, scheint es eine Art Betonmischer-Stil zu sein. Nicht selten setzt an dieser Stelle ein Prozeß ein, der vergleichbar ist mit einem stillen Gewässer, einem See: er kippt um. Schlecht qualifizierte Führungskräfte, unmotivierte Mitarbeiter, ausufernde Krankenstände, fehlende oder wegbrechende Strukturen, magelhafte Aussenwirkung, bröckelnde Margen durch Panikaktionen.Misserfolg. Meist findet erst hier ein Umdenken statt. Im günstigsten Fall. Im worst case verschwindet das Unternehmen von der Bildfläche.










