(openPR) Neue Denkansätze zum Umgang mit der Krankheit
„Das Leben mit Demenzkranken ist bereichernd und sinnstiftend“, behauptet Prof. Thomas Klie, Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Alzheimergesellschaft und Professor für öffentliches Recht an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg. Er fordert die „humane Gesellschaft“ auf, den Blick auf Demenzkranke zu ändern und warnt davor „in die gefährliche Denkweise zu verfallen, ein Leben mit Demenz sei nicht lebenswert.“
Zwei Drittel der Erkrankten werden in ihren Familien gepflegt. Depressionen der Pflegenden und Gewalt gegenüber den Kranken sind häufig die Reaktionen auf ein einsames, auf den Kranken fokussiertes Leben. Klie fordert, dass Angehörige ihre Verantwortung mit Nachbarn, Freunden und professionellen Betreuern teilen müssen, denn „gemeinsam gelingt es, im Leben mit Demenzkranken Neues zu entdecken, ja zu sagen zu dem neuen unkonventionellen Verhalten und ihnen nicht nur tolerant, sondern auch mit einer Prise Humor begleitend und wertschätzend entgegenzutreten.“ Angehörige müssen akzeptieren, dass sich Menschen ändern.
„Es gibt nicht nur die aggressiven Demenzkranken, sondern viele, die in hohem Maße liebenswürdig sind und uns lehren, die Vieldeutigkeit des Lebens neu zu begreifen“, führt Klie aus. Der demente Mensch verfügt über eine erhöhte Sensibilität in der Wahrnehmung und die verstärkte Fähigkeit zu Leid und Freude. Jüngste Forschungen über die Lebensqualität von Demenzkranken hätten gezeigt, dass die Kranken sogar mehr Glück erleben als gesunde Menschen.
Kontakt:
Prof Thomas Klie, Evangelische Fachhochschule Freiburg
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Telefon: 0761 47812 -696













