(openPR) 50 Mbit/s für alle Haushalte bis 2018 laut neuer Entscheidung der Bundesnetzagentur
23.07.2014 – Laut einer neuen Entscheidung der Bundesnetzagentur soll die Bundesvorgabe von 50 Mbit/s für alle Haushalte bis 2018 erreicht werden und die Deutsche Telekom darf sich dabei nicht querstellen. Doch die Entscheidung der Bundesnetzagentur geht noch einen Schritt weiter. Der ehemalige Staatsbetrieb muss den vielen kleinen Rivalen ganz konkret und zur Not auf eigene Kosten beim Ausbau des bestehenden Netzes helfen.
Während wir die Fußball-Weltmeisterschaft recht souverän gewonnen haben, ist der Weltmeister-Titel im bundesweiten DSL-Tempo noch fern. Seit Jahrzehnten ist auf der sogenannten „letzten Meile“ zwischen Netz und Endverbraucher keine Anpassung an die technologischen Möglichkeiten erfolgt. Aus Verbrauchersicht führt dies seit Jahren zu einer schlechten Kundenbeziehung zum jeweiligen DSL-Provider. Eine spannungsgeladene Beziehung, die sich mit der Entscheidung der Bundesnetzagentur in eine friedliche Koexistenz wandeln sollte. Die Bundesnetzagentur entschied, dass die Telekom DSL Provider in der Umsetzung der tatsächlich vor Ort möglichen DSL Geschwindigkeit unterstützen soll.
Dies bedeutet: Ist eine Verbesserung durch Austausch der vorhandenen Kabelleitungen oder die Anbindung an einen Schaltverteiler möglich, sind die Kosten für dieser Übertragungsverbesserung allein von der Telekom zu übernehmen. Auch dann, wenn der Schaltverteiler extra zwischen Kabelverteiler und Vermittlungsstelle auf dem Hauptkabel gelegt werden muss, ist die Telekom der Kostenträger. Aus Perspektive der Telekom rächt sich der jahrzehntelange Monopolstatus, deren Obrigkeit sich bis zuletzt in der „letzten Meile“ der deutschen Haushalte und deutschen Unternehmen zeigte. Mit der Kooperation zwischen der Telekom und anderen DSL Providern, kommt wieder Bewegung in den DSL Markt. Für die Verbraucher und DSL Provider der Verbände Breko und VATM bedeutet dies, dass Übertragungsleistung nicht nur angeboten, sondern zukünftig auch zuverlässig geliefert werden kann. Mit dieser Entscheidung befindet sich Deutschland auf dem besten Weg auch im Bereich der deutschlandweiten DSL Übertragung weltmeisterliche Klasse zu erreichen.
Anstoß dieser Entwicklung gab der in Norddeutschland ansässige Netzbetreiber EWEtel. Der Netzbetreiber wollte die bisherige Inaktivität der Telekom hinsichtlich der Leistungsverbesserung der letzten Meile durch den Ausbau auf eigene Kosten umgehen. Nachdem die Telekom diese Eigeninitiative untersagte, trat die EWEtel an die Bundesnetzagentur heran. Auf http://netwelsh.org/ können neben einem tagesaktuellen Anbietervergleich weitere DSL News eingesehen werden.















