(openPR) Die Riege der sechs größten deutschen Festnetz-Breitbandanbieter verzeichnete im Q3 2016 wieder ein solides Kundenwachstum. Unterm Strich konnten sie zwischen Juli und Ende September um 236.000 auf insgesamt 29,13 Millionen Breitband-Kundenverträge zulegen. Mit 143.000 Netto-Neuverträgen waren die Kabel-Internetangebote dabei einmal mehr der entscheidende Wachstumstreiber.
Alle Details unter https://www.dslweb.de/breitband-report-deutschland-q3-2016.php
Turnaround: Steigende DSL-Serviceumsätze bei Vodafone
Unter den großen Festnetz-Anbietern konnte im Q3 2016 Vodafone die meisten Breitbandkunden hinzugewinnen. Innerhalb dieser drei Monate kletterte die Zahl der Vodafone-Breitbandverträge um 92.000 auf knapp über 6 Millionen. Zwar sorgte auch hier die Kabelsparte für die deutlichsten Umsatz- und Kundenzuwächse, gleichzeitig hat sich die Erholung des klassischen DSL-Geschäfts von Vodafone jedoch weiter fortgesetzt.
Nachdem Vodafone seine anhaltenden DSL-Kundenverluste bereits Ende letzten Jahres erfolgreich eingedämmt hat, konnte der Anbieter im Q3 2016 nun auch erstmals wieder steigende DSL-Serviceumsätze verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal haben diese um immerhin 2,3 Prozent zugelegt. Die Zahl der Vodafone DSL-Kundenverträge ist unterdessen um weitere 20.000 auf 2,84 Millionen angestiegen.
Vectoring-Highspeed: Telekom muss noch Überzeugungsarbeit leisten
Die Deutsche Telekom kam im Q3 2016 auf 65.000 Netto-Neuanschlüsse und beendete das Quartal so mit rund 12,84 Millionen Breitband-Kundenverträgen. Mit den aktuellen Kundenzuwächsen ist der Marktführer allerdings noch nicht zufrieden und hofft auf eine deutliche Verbesserung zum Jahresende.
Es sind jedoch nicht nur die reinen Neukundenzahlen, bei denen die Telekom selbst Nachholbedarf sieht. Auch die Vermarktung ihrer neuen 100 Mbit-Internetzugänge läuft aktuell wohl noch nicht wie gewünscht. Selbst wenn diese vor Ort bereits verfügbar sind, begnügen sich die allermeisten Internet-Neukunden der Telekom nämlich noch mit deutlich langsameren Anschlussvarianten. Um das zu ändern, nimmt die Telekom derzeit viel Geld in die Hand. Unter anderem hat der Marktführer seine Neukunden-Vergünstigungen massiv ausgebaut und lockt mit kostenlosen Highspeed-Testangeboten.
Telekom-Offensive setzt die Konkurrenz unter Zugzwang
Die Kabelprovider können über ihre leistungsstarken Netze seit diesem Jahr bereits Bandbreiten von bis zu 400 Mbit/s anbieten. Darüber hinaus sind Anschlussgeschwindigkeiten jenseits der 100 Mbit/s in den Kabelnetzen schon länger quasi flächendeckend verfügbar. Entsprechend liegen die Adoptionsraten der Highspeed-Kabelanschlüsse auch wesentlich höher als bei der Telekom.
Trotzdem können sich die Telekom-Mitbewerber keineswegs entspannt zurücklehnen. Vodafone und Unitymedia beklagen so auch lautstark die neue Preisgestaltung des Marktführers. Sie sehen sich gezwungen, mit eigenen Aktionsangeboten nachzuziehen und eigentlich angestrebte Kosteneinsparungen vorerst auf Eis zu legen.












