(openPR) In den letzten Jahren war der Protest gegen Mobilfunksendemasten etwas abgeflaut. Mit Einführung der LTE-Funktechnik beginnt es bei der Bevölkerung in den Städten aber wieder zu brodeln. Die technische Umsetzung des mobilen Internets erfordert zusätzliche Antennenstandorte und die technische Aufrüstung bestehender Anlagen. Mobilfunkbetreiber argumentieren damit, dass Handykunden an allen Aufenthaltsorten ein stabiles Mobilfunknetz einfordern.
Forderung eines kommunalen Mobilfunkkonzeptes
Die Bürgerinitiative (BI) Mobilfunk Bayreuth fordert seit ihrer Gründung im Jahre 2006 von der Stadt Bayreuth die Einführung eines kommunalen Mobilfunkkonzeptes. Mit diesem Instrument soll der Antennenwildwuchs in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Ein weiterer Aspekt ist die Minimierung der Sendeleistung einzelner Stationen. Das "ALARA-Prinzip" wurde mittlerweile in die Bundesimmissionsschutzverordnung übernommen und hat damit Gesetzescharakter erlangt. Es fordert die Mobilfunkbetreiber auf, die Sendeleistung so weit wie möglich zu minimieren (as-low-as-reasonably-archievable). Der Handybetrieb funktioniert bekanntlich mit einem Bruchteil der zur Verfügung gestellten Sendeleistung.
Mobilfunkaktionstag in Bayreuth
Am Samstag, dem 26. Juli 2014 informiert die Bürgerinitiative Mobilfunk Bayreuth e.V. von 10 bis 14 Uhr in der Maximilianstraße in Höhe des Finanzamtes über die Risiken der Mobilfunktechnologie. Die BI bietet an ihrem Stand zahlreiche Handouts mit aktuellen Informationen zu Forschungsergebnissen und praktischen Tipps zur Minimierung der persönlichen Funkbelastung. Auf einer großen Übersichtstafel sind alle Senderstandorte im Stadtgebiet verzeichnet. Schulen und Kindergärten sind besonders gekennzeichnet. Eine Unterschriftenliste zur Einführung eines kommunalen Mobilfunkstandortkonzeptes liegt am Stand aus. Die Bayreuther Bürger können mit ihrer Unterschrift mithelfen, dass Anliegen der Bürgerinitiative dem Stadtrat und der Verwaltung gegenüber noch stärker zu bekräftigen. Die Webseite www.mobilfunk-bayreuth.de stellt dem Verein vor und erläutert ausführlich das kommunale Mobilfunkstandortkonzept.












