(openPR) Im Rahmen der anhaltenden Diskussionen über innerstädtisches Grün und Bepflanzungen werden in ganz Köln verteilt nun rund 950 Bäume an Straßen gepflanzt. Demgegenüber stehen nur 220 Baumfällungen jährlich. Für die künftigen Standorte werden die alten Baumflächen verwendet, die schon seit Jahrzehnten keine Bäume mehr gesehen haben. Diese so genannten Straßenbaumersatzpflanzungen werden fast in allen Stadtteilen durchgeführt. Alleine in Lindenthal werden durch das Landschaftsbauunternehmen Pilot 70 Bäume gepflanzt. Hierbei handelt es sich nicht um Jungpflanzen, sondern um herangezogene Bäume, die bereits eine Wuchshöhe von bis zu sieben Metern vorweisen, erläutert Dr.-Ing. Roland Pilot.
Bevor die Bäume überhaupt gepflanzt werden können, müssen die ausführenden Unternehmen bei allen Versorgern der Stadt Leitungspläne anfordern um keine Telefonkabel oder andere Versorgungsleitungen zu zerstören. Es ist nämlich nicht gesichert, dass mittlerweile Versorger die Baumscheiben als Kabelgräben verwendet haben. Beschädigungen der Leitungen könnten Stromausfälle in großem Ausmaß auslösen. Hier ist unter großem Aufwand besondere Sorgfalt und Gründlichkeit beim Hereinholen der zahlreichen Pläne notwendig. Bei den Arbeiten wird an jeder Baumverpflanzung der Verkehr entsprechend geregelt werden müssen.
Für ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Erscheinungsbild sorgt die unterschiedliche Auswahl der Bäume. So werden Ahorne, Kiefern oder so genannte Greenspire gepflanzt. Die Greenspire stammen ursprünglich aus den USA und erreichen ausgewachsen eine Höhe zwischen 12 und 20 Meter. Zusätzlich werden Kugel-Robinien dem Stadtbild einen formschönen Baumbestand verleihen, da diese, wie der Name bereits vermuten lässt, eine kugelige und eng gewachsene verzweigte Krone ausbilden.
Das Stadtbild wird verschönert, die Bäume spenden Schatten und wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um. Vielleicht finden sich auch Paten, die sich um die Pflege der „Neulinge“ kümmern.
Insgesamt wird die Baumersatzpflanzung rund 780.000 Euro kosten und ca. 6 Monate dauern. Finanziert wird das Vorhaben über das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln.













