(openPR) Wir stecken alle mitten in einer quasi permanenten Revolution der schöpferischen Zerstörung, ausgelöst durch eine totale Digitalisierung des kompletten menschlichen Umfeldes.
Laut Wikipedia vom 07.03.2014 ist die schöpferische oder auch kreative Zerstörung ein Begriff aus der Makroökonomie. Die Kernaussage, die dahintersteht, besagt, dass jede ökonomische Entwicklung auf einem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung aufbaut. Wenn Produktionsfaktoren neu kombiniert werden und sich ein solches Verfahren erfolgreich durchsetzt, werden alte Strukturen verdrängt und schließlich gar zerstört. Solche Zerstörungen sind notwendig, damit Neuordnungen stattfinden können – sie sind kein Systemfehler. Bekannt wurde das Prinzip vor allen Dingen aber in der Wirtschaft durch die Schriften von Joseph Schumpeter.
Die 4. Industrielle Revolution
Gemäß Schumpeter wirken dabei „Revolutionen“, die in unsteten Stößen auftreten, die durchaus voneinander durch verhältnismäßige Ruhe getrennt sind. Der Prozess als Ganzes jedoch verläuft ununterbrochen. Auslöser für die schöpferische Zerstörung sind nach Schumpeter Innovationen, die von den Unternehmen mit dem Ziel vorangetrieben werden, sich auf dem Markt durchzusetzen.
Die digitale Revolution, die uns heute alle betrifft, der wir nicht ausweichen können, ist seit Jahren in vollem Lauf begriffen. Der häufig benutzte Begriff „4.0“ bezieht sich auf eine besondere Stufe der digitalen Revolution, die momentan im Aufbau befindlich scheint. Die Zahl „4.0“ rührt daher, dass man dabei diese Entwicklungen als vierte Stufe der industriellen Revolutionen ansieht, wie die folgende Auflistung zeigen mag:
1. Erste industrielle Revolution
Dabei handelt es sich um die Mechanisierung der Produktion durch Wasser und Dampfkraft; die Kleinserienproduktion der Manufakturen und des Handwerks kann durch größere Produktionsvolumina ersetzt werden.
2. Zweite industrielle Revolution
Die Einführung des Fließbandes bringt die kostengünstige Großserienproduktion. Sie ermöglichte erst die Verbreitung der Konsumgüter in heutigen Maßstäben.
3. Digitale Revolution I
Die Digitalisierung der Daten, Informationen und der Kommunikation in Bits und Bytes ermöglichte den Einsatz von Computern für Produktion und Büro mit ungeahnten Rationalisierungsreserven.
4. Digitale Revolution II
Die Digitalisierung setzt sich fort in die Digitalisierung der Dinge und Verfahren, die Produkte „machen sich selbstständig“, sie nehmen gegebenenfalls vom Menschen gesteuert bzw. installiert untereinander direkten digitalen Kontakt auf. Das ermöglicht völlig neue Produktionsverfahren und Strukturen.
Es geht um einen Quantensprung, der durch das exponentielle Wachstum der Computerpower erst ermöglicht wurde. Aber auch ein weiterer Aspekt spielt hierbei eine entscheidende Rolle: die Sensortechnologie. Sensoren „helfen“ den Dingen/Maschinen, auszudrücken, in welchem Zustand sie sind und verbundene andere Dinge finden daraufhin durch die vom Menschen zuvor implantierte Software die passenden Antworten.
Voraussetzung für das Gelingen solcher Vorgänge ist die generelle digitale Transformation von Messungen, Erkenntnissen, Prozessen usw. und eine globale Gesamtvernetzung der Prozessträger und -komponenten untereinander. Erst das ist die vierte Revolution!
Die Entwicklung geht rasend schnell, ja geradezu explosionsartig vorwärts. Entsprechend wichtig werden die Vernetzung eines jeden Beteiligten und einer jeder beteiligten Sache. Wer in Zukunft im Wettbewerb vorne sein will, braucht dazu entsprechende High-Level-Standards. Deutschland ist zwar kein digitales Entwicklungsland, aber auch nicht unbedingt ein digitaler Vorreiter. Aber: Daten sind Wissen, Wissen ist Macht, Macht ist Geld – Daten sind damit das Gold des digitalen Zeitalters. Es geht um Daten, ihre Digitalisierung, ihre Verarbeitung und noch viel mehr, auch um ihre Vorausberechnung und Prognose. Das Internet als Transporteur der Daten wird zu einer reinen Macht- und Geldmaschine, die die positiven Seiten des Ganzen in vielfältiger Form zu überrumpeln drohen.
BIG DATA
Das Internet aller Dinge spielt auf der einen Seite in der Produktion eine entscheidende Rolle im Rahmen von Industrie 4.0, auf der anderen Seite auch auf der Konsumentenseite, denn es entsteht eine auf ihn zugeschnittene, mobile Welt personalisierter Inhalte mit zudem bequem abrufbaren Services. Das geht weit über das hinaus, was klassische Smartphones, so wie wir sie heute kennen, leisten können. Der Begriff „Mobile“ wird sich vom spezifischen Bezug auf Endgeräte verschieben auf das Verhalten der Menschen, der Vielzahl ihnen zugänglicher Geräte und zahlloser Verbindungspunkte in seiner Umgebung. Aus dem Internet aller Dinge wird so das „Mobile aller Dinge“. Der Mensch wird über unzählige unterschiedlichste Objekte in seiner Umgebung online gehen können – das sind tragbare Objekte wie das Smartphone, an oder in seiner Kleidung integrierte Geräte, vielleicht sogar unter die Haut gesetzte Implantate usw.
Die Konsequenz ist ein totales Blow-up des Internets und die Marktforscher von Gartner gehen davon aus, dass im Jahre 2020 weltweit bereits Jahresumsätze von 300 Milliarden US-Dollar von Produkt- und Servicedienstleistern im Bereich des Internets der Dinge erzielt werden.
Speziell in Deutschland soll das Big-Data-Umsatzvolumen ca. 13,6 Milliarden Euro im Jahr 2016 erreichen gegenüber 6,2 Milliarden in 2014. Das hat das IT-Marktforschungs- und –beratungsunternehmen Crisp Research im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM errechnet. Dabei sind es im Grunde drei Teilsegmente, aus denen der Markt für Big Data besteht:
– Big Data IT:
– Sensoren & Netzwerke
– Datenbasierte Produkte & Analytic Services
Zu Letzterem zählen zahlreiche Anwendungsfelder, die erst durch Big Data ermöglicht werden; das sind zum Beispiel sensorgesteuerte Informationssysteme für den Verkehr, intelligente Gebäudesteuerungen, Optimierungssysteme im Handel oder auch Endkundendienste in den Bereichen Gesundheit, Lifestyle, Fitness usw.
Von Outsourcing und SaaS zur Cloud
Das zu verarbeitende Datenvolumen ist gewaltig, die einzelnen Unternehmen selbst können sie kaum speichern und verwalten.
Aber Outsourcing im Bereich IT ist seit Jahrzehnten gang und gäbe, auch wenn es nicht unbedingt feststellbar ist. Viele, insbesondere mittelständische Unternehmen lassen ihre Internetseite über externe Provider laufen und verfügen nicht einmal über eigene physikalische Server. Auch das Erstellen, die Pflege bis hin zur Textung der Seiten wird häufig an externe Agenturen vergeben.
In vielen Feldern der IT-Bereiche kann Outsourcing vorgenommen werden. Besonders in den letzten drei bis vier Jahren hat sich das sog. Cloud Computing als ein mehr als umsatzträchtiges Geschäftsmodell entwickelt. Waren es ursprünglich vor allen Dingen Privatpersonen, die auf Plattformen wie Flickr ihre Fotos hochgeladen haben, so hat mittlerweile das Thema Cloud Computing in den Unternehmen eine immer größere Relevanz. 2013 schätzte der Branchenverband BITKOM den gesamten Cloud-Umsatz auf etwa 7,8 Milliarden Euro, davon etwa 4,6 Milliarden – und damit wesentlich mehr als die Hälfte – für Unternehmen. Prognosen laufen darauf hinaus, dass im Jahre 2020 ein Umsatzvolumen von etwa 20 Milliarden Euro erreicht wird.
Cloud Computing fällt vom Grundsatz her in drei verschiedene Geschäftsbereiche:
1. Infrastructure as a Service (IaaS)
2. Platform as a Service (PaaS)
3. Software as a Service (SaaS)
Cloud-Dienste bieten den Unternehmen entscheidende Vorteile. Die Anschaffungskosten für IT-Struktur und Software lassen sich signifikant absenken, wenn auch dabei laufende Kosten in einer anderen Größenordnung entstehen. Der Markt weist unendliche Möglichkeiten auf und sogar IT-Unternehmen selbst greifen hierauf zurück, indem sie Offshore-Outsourcing vornehmen, beispielsweise Programmierungen in Indien vornehmen lassen. In welchem Ausmaß Unternehmen IT-Leistungen outsourcen, hängt natürlich von den jeweiligen Gegebenheiten ab und ist in weiter Hinsicht vor allen Dingen eine Frage des Vertrauens. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn das Funktionieren der Unternehmensabläufe von der Verfügbarkeit der notwendigen Strukturen abhängt. Bei der Nutzung von Cloud Computing geht die Kontrolle für diese Bereiche an ein drittes Unternehmen über. Damit sind Datensicherheit, Vertraulichkeit und Gewährleistung die entscheidenden kritischen Punkte – natürlich neben den Kosten.
Das sind einige der grundlegenden Aspekte, die die Ulrich Eggert Consulting, Köln, in ihrer neuesten Studie 4.0 – DIE DIGITALE REVOLUTION auf etwa 300 Seiten mit ca. 75 Abbildungen/Grafiken näher untersucht. Kostenlose Downloads dazu (4.0; Big Data; Die Cloud) und ein detailliertes Angebot finden Sie auf www.ulricheggert.de/kostenlosestudien.
Ulrich Eggert Consulting, Köln; im Juli 2014








