(openPR) "Die Zeit der neutralen Bilder ist für mich vorerst vorbei", sagt die in Deutschland und Spanien lebende russische Künstlerin Oxana Jad (*1979, Moskau), die als Meisterin der malerischen Fotografie und des psychologischen Portraits gilt.
Die Tatsache, dass ihr Heimatland in eine der schwersten politischen Krisen des letzten Jahrzehnts involviert ist, dient ihr als Anstoss als Künstlerin aktiv zu werden.
Der Aufstieg und Fall bedeutender Nationen zeigt, dass politische Fehlentscheidungen oftmals die Ursachen dafür sind. Die Geschichte beweist, dass Länder, die aggressive Politik betreiben, die anstatt in Wirtschaft und Bildung, in militärische Auseinandersetzungen investieren, wo die Spitze sich bereichert und die Korruption blüht, früher oder später erheblichen Schaden davontragen.
Oxana Jad greift diese These auf und äußert ihre kritische Meinung zu den Problemen des russischen Staates. In dem Bild „2050 I“ ihrer neuen Serie „In the Jungle of Yesterday“ malt die Fotografin ein Schreckensszenario aus. Der Moskauer Kreml liegt wie eine antike Ruine zerstört und vernachlässigt am Boden. Das Uhrenziffernblatt des Spasski-Turms hat die Uhrenzeiger verloren. Die Zeit ist stehen geblieben. Hohes Gras und unschuldige Feldblumen – die Symbole der Ewigkeit – umschließen das einst stolze Symbol Russlands.
Die Idee der Vergänglichkeit der Macht und des Status wird auch im Bild „2050 II“ aufgegriffen. In dem Sumpf liegt die Statue des einst mächtigsten Manns Russlands – Vladimir Putin. Alles gehört nun der Vergangenheit. Nur der Wald ist der stille Betrachter der Überreste seiner gescheiterten Ambitionen.











