(openPR) Berlin, Juni 2014. Was ist unser wichtigstes Lebensmittel? Schwer zu sagen. Burger und Bonbons? Nicht für die Schüler der Schmöckwitzer Insel-Schule. Sie entschieden sich für Trinkwasser als Nummer Eins. Hilfestellung dabei gab der Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Albrecht Broemme, in der Reihe der Schmöckwitzer Insel-Schul-Gespräche.
Bereits zum dritten Mal kamen die älteren Schüler der Insel-Schule im Berliner Stadtteil Köpenick mit Albrecht Broemme zusammen. Und es ging heiß her. Dicht an der Schule fließt die Dahme vorbei. Broemme animierte die Schüler zum Vergleich: Dahme-Wasser gegen Stilles Wasser aus dem Supermarkt. Interessant die Assoziationen der Kinder beim Flusswasser, wo sie Ähnlichkeiten mit anderen Getränken verorteten.
Vor allem aber ging es um die Diskussion und Annahme einer wichtigen Nachricht: Nichts ist selbstverständlich. Schon gar nicht sauberes Trinkwasser. In der Schulumgebung existierte bis vor kurzem eine illegale Mülldeponie im nicht mehr genutzten Reifenwerk. Ganz in der Nähe befindet sich aber auch das Wasserwerk in Eichwalde. Also gilt es Obacht zu geben, dass wir unsere Ressourcen nicht riskieren.
Viele Informationen und Fragen rankten sich um Kinder und Erwachsene in Entwicklungsländern, die nicht immer und nicht überall Zugriff auf Trinkwasser haben. Präsident Albrecht Broemme konnte über die vielfältige Arbeit des THW bei der Bereitstellung von Trinkwasser im Ausland berichten, aktuell in den Überschwemmungsgebieten auf dem Balkan, aber auch im Flüchtlingslager in Jordanien. Bereits mit einer Anlage kann Wasser für bis zu 40.000 Menschen aufbereitet und bereitgestellt werden.
Die Kinder der vierten und sechsten Klassen rechneten schnell aus, dass das für die 4.000 Einwohner von Schmöckwitz und Umgebung zehn Mal reichen würde, aber – für ganz Berlin reicht das eben nicht. Mit nach Hause nahmen die Kinder auch Hinweise von Broemme: Immer sechs große Flaschen Wasser pro erwachsene Person im Haushalt vorrätig zu haben. Das führte zu spontanen Mathematikaufgaben, angewandt auf verschiedene Familiengrößen.
Schulleiterin Kerstin Sander und Präsident Albrecht Broemme waren sich einig: „Die Insel-Schulgespräche ersetzen nichts, ergänzen aber sehr gut die Arbeit mit den Kindern. Sie regen zum selbstständigen Denken an. Und das eben bereits in der Grundschule.“
Folgende Themen sind für die nächsten Schmöckwitzer Insel-Schul-Gespräche im Gespräch:
1. Klimaveränderungen und deren Folgen – auch selbstkritisch aus Sicht der Wissenschaft mit These und Antithese.
2. Risiko und Chance – Antipoden, um die man sich gern im Leben drückt. Wie Risiken bewerten und mindern? Verhindern kann man sie nie ganz.
3. Eine Brücke bauen, wo sie gebraucht wird. Und schnell. Hilfe der freiwilligen Kräfte nicht nur dort. Die Rolle des Ehrenamtes in unserer Gesellschaft.
Das Ziel der Schmöckwitzer Insel-Gespräche besteht nicht vor allem in der Vermittlung von Fakten, sondern von Methodik und selbstständiger praxisnaher Bewertung von Vorgängen. Die Fakten dazu gibt es im Unterricht und – im Leben.












