(openPR) Laufzeit: 28. Juni bis 26. Oktober 2014
Presseführung: 27. Juni 2014, 11 Uhr
Vernissage: 27. Juni 2014, 18 Uhr
Panel: 24. Oktober 2014, 18 Uhr
Anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges präsentiert die Moholy-Nagy Galerie im .CHB eine Ausstellung, die – in Anlehnung an den Film DIE GROSSE ILLUSION von Jean Renoir aus dem Jahr 1937 – die scheinbaren Wahrheiten, Wirklichkeiten und Wunschbilder erkundet, die in Zusammenhang mit diesem historischen Ereignis von weltpolitischer Bedeutung existier(t)en.
Die multimediale Ausstellung verlegt den Schwerpunkt von der historischen Aufarbeitung der Geschehnisse zwischen 1914 und 1918 hin zur Aufarbeitung der allgemeinen Krise des Individuums des zwanzigsten Jahrhunderts. Die gedankengeschichtlichen Phänomene und Traumata werden von zeitgenössischen Künstlern aus Berlin und Budapest in sieben Installationen reflektiert und in der Ausstellung als Wurmloch-Effekt inszeniert.
Mit Arbeiten von Anna Réka Baktay, Gáspár Battha, Viktória Hitka, Péter Kalmár, Mutaboroo, Oliver Oefelein, Timea Anita Oravecz, Pixelnoizz, Lilla von Puttkamer und Dávid Szauder, unter Verwendung von Arbeiten von Endre Ady, Gábor Bódy, Franz Kafka, Imre Kálmán und Szabolcs Kisspál. Kuratoren: Vera Baksa Soós, David Szauder
Begleitveranstaltung:
24.10.14, 18:00 | Panel: Illusionen der Jahrhundertwende 1900
Mit Dr. Gergely Romsics (NYC, Budapest), Prof. Thomas Macho (HU Berlin), Balázs Kovalik (Theaterakademie München) und Prof. Herfried Münkler (HU Berlin), Moderation: Dr. Jennifer Schevardo (Berlin)
Ort der Ausstellung: Moholy-Nagy Galerie des .CHB | Dorotheenstr. 12, 10117 Berlin
Öffnungszeiten und Eintritt: Mo–Fr 10:00–19:00, Sa + So 14:00–19:00, Eintritt frei
Gefördert durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, das Balassi Institut Budapest und den Ungarischen Nationalen Kulturfonds (NKA).
? Presse-Kontakt: Corinna Erlebach |

| T: 030.212 340-450
? Presse-Downloads:
www.hungaricum.de/index.php/de/presse
? Internetseite:
www.grosse-illusion.de
Über das Unternehmen
Das Collegium Hungaricum Berlin (.CHB) – das ungarische Kulturinstitut – ist ein interdisziplinärer Kulturort für Kunst, Wissenschaft, Technologie und Lebensart im Berliner Diskussionsraum. Das .CHB versteht sich als aktiver Partner in der Berliner und deutschen Kulturlandschaft, erarbeitet Inhalte, bietet zeitgeschichtlichen und zeitgenössischen Auseinandersetzungen eine spezielle Perspektive und trägt mit seinen Impulsen dazu bei, den gemeinsamen europäischen Kulturraum erlebbar zu gestalten. Stets offen für Zusammenarbeit, engagiert sich das .CHB mit seinem know how, seinem Anspruch auf Qualität sowie seinen infrastrukturellen und technischen Gegebenheiten für die Erarbeitung relevanter Inhalte und den kreativen Einsatz neuer Medien und Vermittlungstechniken. Das .CHB verortet sich bewusst anhand seiner kommunikativen Architektur und einzigartigen Streetscreening-Möglichkeiten als ein Akteur von installativer und multimedialer Kunst im Berliner öffentlichen Raum, im Herzen von Berlin-Mitte mit Blick auf Unter den Linden.
Das .CHB ist nicht einfach ein ausländisches Institut, sondern eine Berliner Institution, die ihren Teil zum Berliner, aber auch zum deutschen – und so auch zum europäischen – Kulturgeschehen beiträgt. Ohne Zweifel ragt im Bereich der Großprojekte das über zwei Jahre andauernde Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Deutsche Einheit am Balaton“ heraus, das eine wichtige Unterstützung durch den Hauptstadtkulturfonds sowie die Bundeszentrale für politische Bildung und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erfuhr und das seit dem Jahr 2009 als Wanderausstellung Ungarn und Deutschland bereiste. Die Ausstellung vermittelte über kinematografische Installationen ost- und westdeutsche Begegnungen am Balaton: Zeitzeugenberichte dokumentierten so eine besondere Phase des Wiedervereinigungsprozesses.
Als wiederkehrendes Großprojekt muss die bereits angeführte Filmfach-Eventreihe Cinema Total Erwähnung finden, ein Berlinale-begleitendes viertägiges, auf die Zusammenarbeit der ost-mitteleuropäischen Region fokussierendes Programm, das seit 2008 jährlich durch das .CHB organisiert und mit zahlreichen deutschen und internationalen Partnern aus Kultur, Verwaltung und Filmwirtschaft durchgeführt wird.