(openPR) Haarausfall - davon sind nicht nur Männer, sondern auch Frauen betroffen. Der Verlust von bis zu 100 Haaren am Tag ist völlig normal. Doch was, wenn die Haare plötzlich vermehrt ausfallen? Statistische Erhebungen vom Bundesverband für Zweithaar-Spezialisten ergaben, dass etwa 40 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen in Deutschland unter Haarausfall leiden. Das kann unterschiedliche Ursachen haben.
Das Dermatologikum Hamburg bietet seinen Patienten deshalb eine Spezialsprechstunde zum Thema Haar- und Kopfhauterkrankungen an.
Dermatologe Prof. Volker Steinkraus beantwortet die sechs wichtigsten Fragen:
1) Welche Form von Haarausfall tritt am häufigsten auf?
Die häufigste Form von Haarausfall ist die hormonell-anlagebedingte. Bei Betroffenen mit entsprechender genetischer Veranlagung verkürzt sich die zyklisch wiederkehrende Wachstumsphase unter dem Einfluss männlicher Hormone stetig. Deshalb spricht man auch von einer androgenetischen Alopezie. Außerdem wird das Haar immer weicher und dünner, weil der Haarfollikel, also die Strukturen, welche die Haarwurzel umgeben und das Haar in der Haut verankern, schrumpft.
2) Ist diese genetische Disposition auch Grund dafür, dass Männer meist schon sehr früh das Kopfhaar verlieren?
Etwa 75 Prozent der Männer sind von einer Glatzenbildung betroffen. 2005 wurde eine Genvariation entdeckt, die das Risiko einer Glatze erhöht. 2008 wurde ein weiterer Risikofaktor entdeckt. Einer von sieben Männern trägt beide genetischen Risikofaktoren und hat dann ein etwa siebenfach erhöhtes Risiko, eine Glatze zu bekommen.
3) Welche Ursache hat Haarausfall bei Frauen?
Bei Frauen werden ebenfalls männliche Hormone gebildet, wenn auch weniger als beim Mann. Stimmt die Balance zwischen männlichen und weiblichen Hormonen nicht, können auch Frauen die Haare ausfallen. Besonders betroffen sind dabei die Regionen am Haarscheitel. Man unterscheidet deshalb bei hormonell bedingtem Haarausfall den männlichen und weiblichen Typ.
4) Was kann man gegen den Haarverlust tun?
Haarausfall, der durch männliche Hormone verursacht wird, kann mit Tabletten behandelt werden, die die Umwandlung von Testosteron in das besonders am Haarfollikel aktive Dihydrotestosteron (DHT), ein Abbauprodukt des Testosterons, verhindern. Dadurch kann der Haarausfall nach einigen Monaten gestoppt werden und die Haare wachsen in gewissem Umfang sogar wieder nach. Ein weiterer Wirkstoff ist Minoxidil. Als Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen wirkt dieser die Blutgefäße erweiternde Wirkstoff auch bei anderen Formen von Haarausfall.
5) Welche Rolle spielt die Psyche bei Haarausfall?
Besteht über einen langen Zeitraum eine starke psychische Belastung, etwa Stress im Beruf oder im Privatleben, dann kann es zu Haarausfall kommen. Dabei spielen vermehrt oder verändert gebildete Botenstoffe eine Rolle. Psychisch bedingter Haarausfall ist meist diffus und zeigt nicht das typische Muster der androgenetischen Alopezie.
6) Welche Auswirkungen hat eine falsche Ernährung auf den Haarwuchs?
Bei einer Mangelernährung kommt es zu einem Lichterwerden des Haares. Vor allem bei jüngeren Frauen ist häufig Eisenmangel die Ursache. Neben Eisen sind die Spurenelemente Biotin und Zink wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Mit einer guten, ausgewogenen Ernährung wird beides genügend zugeführt. Zinkreiche Lebensmittel sind vor allem Rindfleisch, Eier und Käse. Wahre Biotinspender: z.B. Fisch, Spinat sowie Bananen und Tomaten.
Mehr Infos zum Thema können Sie im Fachbuch nachlesen:
Steinkraus, Prof. Dr. Volker: Geheimnisse schöner Haut. Was Antiaging und Kosmetik leisten, erschienen bei Fischer Taschenbuch.








