(openPR) Für über eineinhalb Millionen Euro wurde auf dem ehemaligen Enka-Gelände in Kelsterbach der Quartiersplatz errichtet. Am 23. Mai wird die feierliche Einweihung des Geländes stattfinden. Die Piratenpartei Groß-Gerau kritisiert, dass beim Bau an den grundlegendsten Bedürfnissen gespart wurde: Das Zentrum des Neubaugebiets, das Menschen zum Verweilen einladen soll, wurde ohne Sanitäranlagen gebaut.
»Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich von dieser Fehlplanung überrascht bin. Mal wird eine Null vergessen und mal statt zehn Tonnen Stahl nur eine budgetiert. Am Main stellt man überrascht fest, dass dort Wasser fließt, und ein Wassereinbruch verzögert dann die Fertigstellung des neuen Mainufers. Beim Neubau des Sportplatzes wird der Plan um mehrere hunderttausend Euro überschritten. Insofern ist es eigentlich nur konsequent, dass beim Quartiersplatz die Sanitäranlagen vergessen wurden«, kommentiert Christian Hufgard, Bürgermeisterkandidat in Kelsterbach, die erneute Baupanne.
Bereits vor einigen Jahren gab es in Kelsterbach Aufregung um öffentliche Toiletten. Im Zuge der Neugestaltung des Sandhügelplatzes wurde als eine der ersten Baumaßnahmen das Toilettenhäuschen abgebaut. Nur aufgrund massiver Intervention der Wählerinitiative Kelsterbach (WIK) wurde erreicht, dass es heute auf dem Parkplatz beim LIDL steht und dort gut genutzt wird. Vor allem ältere Menschen und LKW-Fahrer verrichten dort ihre ›Geschäfte‹.
Es sei traurig, so Hufgard weiter, dass in Kelsterbach praktisch jedes Bauprojekt aus dem Ruder laufe. Der sorglose Umgang mit den Steuergeldern sei ein Grund dafür, dass Kelsterbach einen defizitären Haushalt habe und in wenigen Jahren verschuldet sei. Zur Zeit hat die Stadt noch Rücklagen in Höhe von gut 20 Millionen Euro, gebe aber gut sechs Millionen mehr aus, als sie an Einnahmen habe. Wenn nicht schnellstmöglich gegengesteuert werde, sieht der Pirat schwarz. Als Bürgermeister werde er sich dafür einsetzen, die in der Aufgaben- und Strukturanalyse vorgestellten Maßnahmen umfassend umzusetzen und Kelsterbachs Finanzen dadurch wieder auf eine solide Grundlage zu stellen. Ein wichtiger Schritt werde sein, diese endlich offenzulegen, und damit über die Chancen und Möglichkeiten Transparenz herzustellen.













