(openPR) (Kelsterbach) Seit vielen Jahren weist in Kelsterbach am Sandhügelplatz ein Schild auf den Beginn des ersten Bauabschnitts für die Neugestaltung des Platzes hin. Es wurde sogar schon ausgetauscht, da es verwittert war. Zurzeit läuft die nächste Ausschreibungsrunde und die Zahl der Interessenten hat sich, wie mittlerweile bekannt wurde, auf einen Einzigen reduziert. Anlässlich der am 8. Mai stattfindenden nichtöffentlichen Sitzung, in der über den aktuellen Stand der Ausschreibung informiert wird, fordert Christian Hufgard, Bürgermeisterkandidat in Kelsterbach, ein radikales Umdenken. Statt einem Investor ein renditeträchtiges Projekt zu ermöglichen, soll ein Park Kelsterbachs neue Stadtmitte zieren.
»Die Stadt Kelsterbach hat bereits mehr als eine Million Euro in die neue Stadtmitte investiert. Mehrfach wurden Versorgungsleitungen so verlegt, wie es Investoren gewünscht hatten - bevor sie wieder abgesprungen sind. Es ist an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen und statt an die Investoren an die in Kelsterbach lebenden Menschen zu denken. Seitdem das Naherholungsgebiet Kelsterbacher Wald freiwillig verkauft und zur Landebahn ›umfunktioniert‹ wurde, hat die Stadt hierfür keinen Ausgleich geschaffen. Ein Park auf dem Sandhügelplatz könnte diese Lücke ein wenig schließen«, kritisiert Hufgard.
»Ende 2011 wurde die Neugestaltung erneut ausgeschrieben. Der ›wettbewerbliche Dialog‹ sollte ein ›schnelles, transparentes Verfahren‹ gewährleisten. Im Januar 2013 sollte das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhalten. Wir haben bald Juni 2014 und passiert ist nach wie vor nichts. Es gibt nicht einmal mehr verschiedene Investoren, zwischen deren Angeboten die Stadt auswählen kann.«
In Abstimmung mit den Kelsterbacherinnen und Kelsterbachern schwebt dem PIRATEN vor, den Sandhügelplatz schnellstmöglich in einen Sandhügelpark umzuwandeln. Zwar werde es Jahrzehnte dauern, bis dieser vollständig eingewachsen sei, aber bis dahin hätten die Menschen in Kelsterbach ein Naherholungsgebiet im Herzen der Stadt. Der derzeitige Zustand, den Platz mal als Parkplatz und mal als Lagerfläche für Baumaterial zu nutzen, sei unträglich. Die leerstehenden Gebäude, die seit Jahren am Rande des Platzes verfallen, seien ein Schandfleck für die gesamte Stadt.













