(openPR) Romeo liebt Julia, Julia liebt Romeo, doch der alte Hass ihrer Familien lässt sie beide zugrunde gehen… - Die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur und das durch sie inspirierte Ballett von Sergej Prokofjew waren Gegenstand eines gemeinsamen Tanzprojektes von hörgeschädigten Jugendlichen mit Cochlea-Implantat und gut hörenden Jugendlichen. Organisiert wurde der inklusive Tanz-Workshop, der vom 21. bis 26. April an der Semperoper Dresden stattfand, von der „Jungen Szene“ der Semperoper in Kooperation mit dem Sächsischen Cochlear Implant Centrum (SCIC) des Universitätsklinikums Dresden und der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Im Rahmen seiner Projektreihe „Ich will Musik hören!“ unterstützte Cochlear Deutschland den Workshop als Hauptsponsor.
Sechs Tage lang trafen sich 12 hörgeschädigte und gut hörende Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet in Dresden, um unter fachkundiger Anleitung zu tanzen und zu schauspielern, sich gegenseitig kennenzulernen und um gemeinsam Spaß zu haben. Inhalt des Tanzworkshops war die Beschäftigung mit dem Ballett „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew. Bei ihrer künstlerischen Arbeit wurden die Jugendlichen vom Dresdner Theaterpädagogen Jan-Bart De Clercq und der Tanzpädagogin Carola Schwab unterstützt. Außerdem unterstützten Tabea Weinigk und Marie Hausdörfer, beide Studentinnen im Studiengang Tanzpädagogik der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, sowie Medizinpädagogin Anne Nowojski vom SCIC das Projekt.
„Wir haben uns mit der Geschichte von Romeo und Julia beschäftigt und uns mit der Handlung, den Figuren und deren Konflikten auseinandergesetzt“, so Jan-Bart De Clercq. „Wichtig war uns, den Jugendlichen einen unmittelbaren Zugang zu diesem Spannungsfeld zu eröffnen, in dem sich Romeo und Julia befinden. Der Konflikt zwischen familiären Verpflichtungen und dem individuellen Drang nach Freiheit hat ja nichts an Aktualität verloren. Angeregt durch die Musik und mit den Mitteln des Tanzes, der Bewegung und des Schauspiels haben die Teilnehmer all das künstlerisch umgesetzt und dabei viele neue Erfahrungen sammeln können.“
Der alte Hass der Familien Montague und Capulet, die scheinbar unmögliche Liebe der beiden Helden und die Frage nach Schuld und Schicksal der Figuren – diese drei Motive des Balletts gestalteten die Teilnehmer gemeinsam in eigenen Bildern zur Musik von Sergej Prokofjew. Hörgeschädigte und hörende Jugendliche profitierten dabei vielfältig voneinander. Seinen Abschluss fand das rundum gelungene Projekt mit einer Aufführung auf der Studiobühne der Semperoper.
Projektreihe von Cochlear zeigt: „Viele hochgradig hörgeschädigte Menschen haben die Chance, einen Zugang zur Musik zu finden.“
Cochlear Deutschland unterstützte das Dresdner Tanzprojekt als Hauptsponsor. Der Workshop war zugleich die letzte Station einer langfristig angelegten Projektreihe von Cochlear, die das Hören und das Erleben von Musik mittels Cochlea-Implantat zum Gegenstand hatte. Seit dem Frühjahr 2013 unterstützte das Unternehmen in mehreren bundesdeutschen Großstädten Aktivitäten, bei denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit CI neue Musik-Erfahrungen sammeln und sich künstlerisch betätigen konnten.
„Hier in Dresden haben hörgeschädigte und gut hörende Jugendliche über den Tanz und über die Musik zu einander gefunden“, so Frederec Lau, Leiter der Marketingabteilung der Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG. „Wie bei den vorangegangenen, von uns unterstützten Projekten wurde auch hier deutlich, dass viele hochgradig hörgeschädigte Menschen die Chance haben, einen Zugang zur Musik zu finden. Sie können Musik erleben und sie genießen, sie haben Freude am Tanzen oder auch am aktiven Musizieren. Nicht zuletzt verstehen wir unser Engagement als einen Beitrag zur interdisziplinären Verständigung über das Themenfeld Musik und Cochlea-Implantat.“












