(openPR) Elektrische Prüfung Fehlerstromschutzschalter RCCB Typ EV mit den Prüfgeräten Profitest MTECH und MXTRA
GOSSEN METRAWATT stellt als einer der führenden Prüfgeräte-Hersteller mit den Prüfgeräten PROFITEST MTECH und PROFITET MXTRA dem Elektroprofi ein geeignetes Werkzeug zur Verfügung, um die neuen Fehlerstromschutzschalter vom Typ EV ordnungsgemäß zu prüfen und diese auch zu dokumentieren.
Der neue Fehlerstromschutzschalter vom Typ EV wurde von der Firma Doepke speziell zur Ladung von Elektrofahrzeugen (engl. Electric Vehicles, kurz: EV) entwickelt. Er ist bestimmt für den Einsatz in Ladesäulen und so genannten Wallboxen sowie in Stromkreisen der festen Installation, die eine solche Vorrichtung speisen. Die Aufgabe des RCCB besteht darin, den an der Ladesteckdose erforderlichen Schutz vor gefährlichen Körperfehlerströmen zu realisieren. Außerdem schützt er gleichzeitig eine vorgeschaltete Fehlerstromschutzeinrichtung vor der Gefahr des Nichtauslösens bei DC-Fehlerströmen, z. B. verursacht durch fehlerhafte Ladetechnik.
Warum Fehlerstromschutzschalter RCCB Typ EV?
Herkömmliche Fehlerstromschutzschalter (RCCB) können ihre Schutzfunktion nicht aufrechterhalten, wenn der Fehlerstrom einen Gleichstromanteil einer bestimmten Höhe enthält, der eine Nullpunktberührung des Fehlerstromsignalverlaufs verhindert. Insbesondere trifft diese für glatte Gleichfehlerströme zu.
Ausgehend von den Produktnormen für RCCB sind diese so konstruiert, dass ein Wert von 6 mA (Typ AC und Typ A) bzw. 10 mA (Typ F) glatter Gleichfehlerstrom das Schutzgerät nicht in seiner Funktion beeinträchtigen darf. Größere Werte hingegen können den internen magnetischen Messkreis in die Sättigung treiben, was zu einer bedenklichen Reduzierung der Sensitivität auf alle Fehlerstromarten, ja sogar zur „Erblindung“ der betreffenden RCCB führen kann.
Laderegler in Elektrofahrzeugen gibt es aus Sicht der Schutzmaßnahmen in unterschiedlichen Ausführungen. In vielen Fällen sind diese Betriebsmittel aber so ausgeführt, dass es keine galvanische Trennung zum versorgenden Netz gibt. Somit sind diese Laderegler potenziell in der Lage, im Fehlerfalle gefährliche Berührspannungen mit der möglichen Folge eines Körperfehlerstroms zu produzieren. Durch die interne Umricht-Elektronik des Ladereglers können auch Gleichfehlerströme entstehen. (Info Doepke)
Elektrische Prüfung der Fehlerstromschutzschalter RCCB Typ EV mit den Prüfgeräten PROFITEST MTECH und PROFITEST MXTRA
Das Prüfen von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCCB) umfasst das Besichtigen, das Erproben sowie das Messen. Messverfahren - Durch Erzeugen eines Fehlerstromes hinter der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung ist nachzuweisen, dass die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung spätestens bei Erreichen ihres Nennfehlerstromes auslöst und die für die Anlage vereinbarte Grenze der dauernd zulässigen Berührungsspannung UL nicht überschritten wird.
1. Prüfung mit ansteigendem Fehlerstrom (Wechselstrom) Zur Beurteilung einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung muss gemäß DIN VDE 0100 Teil 600 mit ansteigendem Fehlerstrom gemessen und aus den gemessenen Werten die Berührungs-spannung für den Nennfehlerstrom I?N berechnet werden. Zur Prüfung der RCD-Schutzschaltung erzeugt der Profitest im Netz einen kontinuierlich steigenden Fehlerstrom von (0,3 ... 1,3) x I?N. Das Prüfgerät speichert die im Auslösemoment des RCD-Schutzschalters vorhandenen Werte der Berührungsspannung und des Auslösestromes und zeigt diese an. Bei der Messung der Berührungsspannung mit 30% des Nennfehlerstroms, löst ein RCD-Schalter normalerweise nicht aus. Durch bereits vorhandene Ableitströme im Messkreis, z. B. durch angeschlossene Verbraucher mit EMV-Beschaltung z. B. Frequenzumrichter, PCs, kann trotzdem die Abschaltgrenze überschritten werden.
2. Prüfen mit ansteigendem Fehlerstrom (Gleichstrom) für RCDs vom Typ B gemäß VDE 0413 Teil 6 muss nachgewiesen werden, dass bei glattem Gleichstrom der Auslösefehlerstrom höchstens den zweifachen Wert des Bemessungsfehlerstroms I?N annimmt. Dazu muss ein kontinuierlich ansteigender Gleichstrom, beginnend mit dem 0,2-fachen des Bemessungsfehlerstroms I?N, angelegt werden. Steigt der Strom linear an, darf der Anstieg den 2-fachen Wert von I?N innerhalb von 5 s nicht übersteigen. Die Überprüfung mit geglättetem Gleichstrom muss in beiden Richtungen des Prüfstroms möglich sein. Die Überprüfung des RCCB vom Typ EV erfolgt mit ansteigendem Fehlerstrom bis 6 mA nach definierten Vorgaben.
3. Messung der Auslösezeit bei Wechselstrom und Gleichstrom
4. Speicherung der Messwerte mit anschließender Protokollierung mit der Software ETC













