(openPR) Nun ist es wieder soweit, Verdi spielt mit seinen Muskeln und behindert u.a. zehntausende von Fluggästen bei der Verrichtung ihrer Arbeit. Warum das alles? Die Verhandlungen laufen doch gut, man versteht den Sinn nicht……
Ähnlich geht es uns, wenn wir im Rahmen von Unternehmensprüfungen feststellen müssen, dass der Großteil der von uns untersuchten Produktionsunternehmen seine Probleme in der Nichtanpassung der Mitarbeiter im gewerblichen, wie auch im Verwaltungsbereich, begründet hat. Die Umsätze sind zurückgegangen, aber der Personalbestand konnte nicht schnell genug angepasst werden. Die Betriebsräte haben im Rahmen einer Sozialauswahl diejenigen gehen lassen, die meist qualifiziert und dringend benötigt wurden und auf der anderen Seite sind diejenigen im Unternehmen verbleiben, auf die man hätte gerne verzichten können. Der Gewerkschaftsseele ist genüge getan worden- aber was ist die Folge. Auf den ohnehin gebeutelten und liquiditätsschwachen Unternehmer kommen jetzt auch noch wahnwitzige Abfindungszahlungen zu. Aber er hat keine Wahl – entweder Pest oder Cholera. Die Mitarbeiter können mangels Aufträgen nicht ausreichend beschäftigt werden, die Lohnstückkosten steigen bei einem meist margenschwachen Geschäft; das Ende ist absehbar- oder die Abfindungsleistungen sind so hoch und gehen auf den ohnehin schwachen cash flow. Die Folge sind in den kleineren mittelständischen Unternehmen mit ungenügender Kapitalausstattung absehbar- die Insolvenz. Der Aufschrei der Belegschaft ist groß, der Firmeninhaber solle doch noch mehr private Mittel in das Unternehmen stecken usw. usw. Hier wird die Entkoppelung des Marktes und der Unternehmensbelegschaft ganz deutlich. Der einzelne Mitarbeiter sieht nur sich und nicht seine Rolle im Großen und Ganzen. Er hat doch schließlich gearbeitet und einen Anspruch auf die Tariflöhne und Abfindungen. Der Markt fragt aber nicht nach Tariflöhnen in Deutschland sondern sucht die Wettbewerbsfähigkeit weltweit über seine Produkte. Ist diese nicht gegeben, verschwindet das Unternehmen vom Markt und die Belegschaft wird arbeitslos. Ist das im Interesse der Gewerkschaft und seiner Mitglieder?






