(openPR) Der Bootshersteller Poncin Yachts optimiert Fertigungsabläufe mit der Software PAM-RTM von ESI Group, mit der die Herstellung faserverstärkter Kunststoffe im Harzinjektionsverfahren (RTM) simuliert wird
Atlanta Boat Show 2006/USA, Paris/Frankreich, 11. Januar 2006: Der Bootshersteller Poncin Yachts setzt jetzt die Software PAM-RTM von ESI Group (ISIN FR0004110310) ein. Mit dieser Software lässt sich die Herstellung von Verbundwerkstoffen im Harzinjektionsverfahren (RTM - Resin Transfer Moulding) simulieren. Dank technologischer Partnerschaft mit Verbundwerkstoff-Spezialisten und unter Einsatz modernster Engineering-Verfahren hat Poncin Yachts eine im Bootsbau bislang einzigartige Fertigungsmethode festgelegt (1).
Poncin Yachts, ein "Newcomer" in der französischen Bootsindustrie, entwickelt und baut eine Serie moderner Segelboote mit einer Länge von neun bis 15 Metern. Dazu verwendet das Unternehmen leistungsstarke, rechnergesteuerte Werkzeuge, mit denen ein neuartiges industrielles Fertigungsverfahren realisiert wird: durch Einspritzen bzw. Eingießen von Kunstharz unter Vakuum werden Bootsrümpfe und Decks aus Verbundwerkstoff hergestellt.
Mit der Software PAM-RTM von ESI Group ist es möglich, neue Werkzeuge für die Fertigungsanlagen zu entwickeln, auf denen nach diesem zukunftsweisenden Verfahren Bauteile aus Verbundwerkstoffen in geschlossenen Werkzeugen hergestellt werden. Diese Teile zeichnen sich durch erhöhte Qualität und hervorragendes Aussehen im fertigen Zustand aus. Der Einspritzvorgang des Harzes unter Vakuum gewährleistet, dass sich das Kunstharz in allen Bereichen der Form homogen ausbildet, wodurch eine höhere Festigkeit und ein konstantes Gewicht erreicht wird. Alle relevanten Parameter des Prozesses werden durch umfangreiche Sensorik automatisch erfasst und gesteuert, so zu Beispiel Temperaturen, Drücke und Volumina.
Der Einsatz geschlossener Werkzeuge erlaubt einen hohen Automatisierungsgrad, was sich sehr vorteilhaft auf die Anforderungen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes auswirkt. Da das Kunstharz unter Vakuum eingespritzt wird, können Berührungen mit giftigen Substanzen vermieden werden. Der Anteil an ausströmenden gasförmigen organischen Verbindungen (ventile organic compounds: VOCs), die später speziell behandelt werden müssen, ist eng begrenzt. Die Menge dieser flüchtigen Verbindungen wird auf schätzungsweise fünf bis zehn PPM reduziert, das heißt, auf die Hälfte des Wertes, der in der ab 2007 gültigen EU-Norm zugelassen ist.
Das neue Produktionsverfahren wird heute als das leistungsstärkste seiner Art in ganz Europa angesehen. "Durch PAM-RTM ist Poncin Yachts nun in der Lage, potenzielle Produktionsschwierigkeiten, wie sie sich aus dem Design großer Bauteiler ergeben können, im Voraus zu erkennen", erklärt Patrick de Luca, der bei ESI Group für Software-Lösungen für Verbundwerkstoffe zuständig ist. Die Firma Poncin Yachts hat in ihre moderne, 10.000 Quadratmeter große Fabrik mehr als 17 Millionen Euro investiert, seit Beginn des Projekts mehr als 170 Mitarbeiter eingestellt und ein Produktions- und Qualitätskontrollmodell eingeführt, wie es bislang nur in der Automobil- und Luftfahrtindustrie zu finden war. Dieses einzigartige Modell ermöglicht es, Kosten und Entwicklungszeiten zu reduzieren und die industriellen Kapazitäten durch einen 24-Stunden-Betrieb zu optimieren.
(1) Mit der Durchführung der Untersuchung wurde das Technologie-Transferzentrum "Pôle de Plasturgie de L’Est" beauftragt, das in großem Umfang mit der Software PAM-RTM von ESI Group das Einspritzen von Kunstharz auf Faserverstärkungen simulierte.
Hintergrund ESI Group:
ESI Group ist ein Pionier auf dem Gebiet der digitalen Produktentstehung und ein weltweit führender Anbieter von Simulationssoftware für die Entwicklung von Prototypen und industriellen Fertigungsverfahren, speziell unter Berücksichtigung der physikalischen Werkstoffeigenschaften.
ESI Group hat ein weitreichendes und in sich geschlossenes Angebot industrieorientierter Anwendungen entwickelt, um realitätsnah das Produktverhalten während der Testphasen simulieren zu können, Fertigungsverfahren im Hinblick auf die verlangten Produkteigenschaften zur Anwendungsreife zu bringen und die Auswirkung von Umwelteinflüssen auf die Produktfunktionalität zu bewerten.
Die industriell erprobten und in der Wertschöpfungskette zahlreicher Branchen integrierten Produkte sind zusammengefasst in einer einzigartigen Lösung der virtuellen Ingenieurtechnik, dem Virtual Try-Out Space (VTOS). Virtuelle Prototypen können so kontinuierlich und gemeinschaftlich in Prozessketten weiterentwickelt werden, die über einzelne Anwendungen hinaus gehen und Entwicklungen unabhängiger Softwareanbieter integrieren können.
Die VTOS-Lösungen bieten deutliche Wettbewerbsvorteile durch reduzierte Kosten und Entwicklungszeiten, da durch ihren Einsatz die Erstellung physikalischer Prototypen zunehmend entfällt.
Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von etwa 60 Millionen Euro und beschäftigt knapp 500 hoch qualifizierte Spezialisten in seinem weltweiten, mehr als 30 Länder umfassenden Netz. ESI Group ist auf der Eurolist compartment C von Euronext Paris aufgeführt.
Weitere Informationen bietet die Website: www.esi-group.com.
Hintergrund Poncin Yachts:
Der französische Bootshersteller ist auf die Entwicklung, Konstruktion und Vermarktung von Freizeitbooten spezialisiert. Dabei nutzt die Gruppe ebenfalls die Konzession eines Hafens an der Côtes d’Azur. Mit dem Verkauf von neuen Booten erreicht das Unternehmen knapp die Hälfte seines Umsatzes, dazu gehören Segelyachten für jedermann (Baureihe Harmony), Luxus-Katamarane (Baureihe Catana) und Segelyachten mit einfachem Rumpf (Baureihe Diva). Durch den Verkauf von gebrauchten Booten der Reihen Catana und Harmony erzielt das Unternehmen ein Drittel seines Umsatzes.
Bildunterschrift:
Fertigung einer Komponente mit dem RTM-Verfahren für eine Segelyacht der Reihe "Harmony". Simulation des Füllvorganges mit der Software PAM-RTM von ESI Group. [Bild: ESI Group]
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