(openPR) Die 2. Fachtagung des Deutschen Telemedizin Zentrums -DTZ e.V. steht unter dem Motto: "Gesundheitsstandort zu Hause - Soziodemografische Aufgabe".
Was sagt Dr. W. Schupp - Chefarzt der Abteilung für Neurologie und Neuropsychologie der Fachklinik Herzogenaurach - zur Telemedizin?:
"Wie eigene Studien und die inzwischen zunehmende internationale Literatur zeigen, können telemedizinisch vermittelte, fachtherapeutisch supervidierte Eigenübungsprogramme eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen Einzel- und Kleingruppentherapie sein und sie führen zu einer erheblichen Steigerung der täglich bzw. durchgeführten Therapie- und Übungszeit. Außerhalb der rehabilitativen Einrichtungen lassen sich diese Übungen meist recht einfach in den häuslichen Alltagsablauf integrieren. Sehr wesentlich ist jedoch eine im System vorhandene unmittelbare Rückmeldung der Trainingseffekte an Patient und in einer zusammengefassten statistischen Auswertung auch an den supervidierenden Therapeuten. Eine zeitliche Unabhängigkeit der Trainingsphasen vom Therapieplan der supervidierenden Therapeuten ist aber ein unbedingtes Muss. Dennoch muss eine persönliche Kontaktmöglichkeit zwischen Patient und supervidierendem Therapeuten niedrigschwellig vorhanden sein.
Teletherapie in der Rehabilitation kann helfen, den Herausforderungen der Zukunft im Bereich Nachsorge und Langzeit-Rehabilitation qualitativ zu begegnen. Die Verbreitung von Teletherapie wird aber die herkömmliche Rolle der Therapeuten verändern. Das Auslagern von übenden Anteilen in teletherapeutisches Eigentraining kann aber auch mehr Zeit für komplex-integrative Ansätze in der persönlichen Therapieleistung schaffen. Teletherapie kann nur und muss unter Führung der Fachtherapeuten erbracht werden; sie erhalten mit diesem System aber auch verbesserte Möglichkeiten der Prozessevaluation, Therapiesteuerung und Qualitätssicherung.
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