(openPR) Internationale Projekte zu leiten ist eine große Herausforderung für den Projektleiter. Die Komplexität wird erhöht durch die interkulturelle Komponente, sprachliche Hürden und die Tatsache, dass das Team weltweit verteilt sitzt, es sich also vorrangig um ein virtuelles Team handelt. Virtuelle Teams sind räumlich voneinander getrennt. Persönliche Meetings, sogenannte „Face-to-Face-Meetings" finden selten oder gar nicht statt. Das Budget ist in internationalen Projekten oft knapp bemessen. Die Zeit sowieso. Trotzdem sind die Erwartungen an das virtuelle Projektteam hoch. Das virtuelle Team soll ein echtes Hochleistungsteam werden und schnell Ergebnisse liefern. Auch virtuelle Teams durchlaufen die typischen Teamphasen, nämlich Forming, Norming, Performing und Transforming.
Gerade die Forming und Norming-Phasen dauern im virtuellen Team aber unweigerlich länger als in Präsenzteams, da informelle Kontakte und ein schneller Austausch in der Kaffeeküche fehlen. Viele Teams bleiben daher in diesen Phasen stecken und kommen nie in die richtige Leistungsphase. Die Teammitglieder arbeiten mehr nebeneinander als miteinander. Präsenzmeetings am Anfang der Zusammenarbeit im virtuellen Team mit einem Teamevent und einem interkulturellem Crash-Training können hier Abhilfe schaffen. Es geht darum, trotz der Distanz Vertrauen im virtuellen Team aufzubauen, das die konstruktive Zusammenarbeit erst möglich macht. Wenn jedoch kein Geld für solche Präsenztreffen vorhanden ist, was dann?
„Warum nicht auf virtuelle Teambuildingmaßnahmen zurückgreifen?", meint dazu Gudrun Höhne, Expertin für virtuelle Teams. „Wenn ein Präsenz-Teambuilding nicht in Frage kommt, muss man eben ein virtuelles Teambuilding durchführen. Diese kleine Investition in der Anfangsphase eines virtuellen Teams oder Projektteams zahlt sich schnell aus. Mit sorgfältig ausgewählten virtuellen Teamübungen werden die Forming und Norming-Phasen in virtuellen Teams schneller durchlaufen. Die Leistung des virtuellen Teams und die Effizienz der virtuellen Kommunikation nehmen spürbar zu." Gudrun Höhne moderiert solche Teambuildingmaßnahmen mit virtuellen Teams im virtuellen Klassenzimmer und kombiniert diese mit interkulturellen Übungen. Ferner berät sie Teamleiter von virtuellen Teams, die virtuelle Teambuildingmaßnahmen eigenständig mit ihren Teams durchführen wollen. Auch zur Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit in bereits länger bestehenden virtuellen Teams empfiehlt Frau Höhne virtuelle Teamentwicklungsmaßnahmen, wenn persönliche Präsenztreffen nicht möglich sind.










