(openPR) "Heute wieder traditioneller Austausch der @JU_NRW mit der @dbbjnrw" hieß es am Dienstagabend, 11. Februar, auf dem Twitter-Account von Paul Ziemiak. Der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW war mit fünf Vorstandskollegen gerne der Einladung der dbb jugend nrw zum Gedankenaustausch gefolgt.
Den Gedankenaustausch mit der Jungen Union NRW darf man durchaus schon zur Tradition zählen. Nach dem letzten Besuch von Vertretern der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw) im März 2013 in der JU-Landesgeschäftsstelle begrüßten Sabrina Deiter (Stellv. Landesjugendeiterin), Jens Megier (Beisitzer) und Markus Klügel (Geschäftsstellenleiter) die Vertreter der Jungen Union nun in den eigenen Räumen in der Friedrich-Ebert-Straße 1 in Düsseldorf. Der Landesvorsitzende Paul Ziemiak hatte seinen Stellvertreter Stefan Grawe, den Landesschatzmeister Alexander Felsch, den Landesjustitiar Dr. Martin Plum, das Vorstandsmitglied Henrik Bischkopf und den Landesgeschäftsführer Stefan Birgoleit mitgebracht.
Inhaltlich wurde das Thema "Tarifeinheit" heiß diskutiert. Während die Junge Union den Tarifpluralismus in geordnete Bahnen lenken möchte, machten die jungen Gewerkschafter deutlich, dass sie gar keinen Grund für Neuregelungsbedarf sehen. Schließlich gebe es gar keine ungeordneten Bahnen. Im Gegenteil: Das bestehende Prinzip mit dbb und DGB, die gemeinsam auf Arbeitnehmerseite die Tarifverhandlungen führen, funktioniere doch sehr gut. Außerdem gebe es da ja auch den Artikel 9 im Grundgesetz, der das Recht zugestehe, Gewerkschaften zu gründen "für jedermann und alle Berufe", wie Jens Megier deutlich machte, von Hause aus Mitglied der Gewerkschaft der Lokomotivführer, GDL.
Was den zweiten Themenblock des Meinungsaustauschs betraf ("Attraktivität des Öffentlichen Dienstes"), vertraten dbb jugend nrw und Junge Union NRW ebenfalls unterschiedliche Standpunkte. Während die Gewerkschaftsseite sich für eine Übernahmegarantie für Auszubildende im Öffentlichen Dienst stark machte, sahen die Politikvertreter in Zeiten von Schuldenbremse und Sparzwängen darin kein geeignetes Mittel, um den Öffentlichen Dienst zukunftsfähig zu gestalten. Einig war man sich hingegen in der Ansicht, dass es in vielen Bereichen des Öffentlichen Dienstes an Anreizen und Fortbildungsmöglichkeiten fehle. Sabrina Deiter, selber im polizeilichen Wach- und Wechseldienst tätig, brachte einige Beispiele aus dem Polizeialltag vor, die von den JU-Vertretern mit Interesse vernommen wurden.
Auch wenn die Mehrheit der besprochenen Themen durchaus kontrovers diskutiert wurde und unterschiedliche Sichtweisen offenbar wurden, äußerten sich beide Seiten nach dem Gespräch positiv über den Gedankenaustausch. Und vielleicht findet ja der ein oder andere Vorschlag der dbb jugend nrw doch noch Niederschlag in den Positionen der Jungen Union. Nach dem letzten Austausch freute sich die stellv. Landesjugendleiterin Sabrina Deiter, ihren Vorschlag zum Thema "kostenpflichtige Ingewahrsamnahme" wenige Monate später in einem Antrag der Jungen Union zum Landesparteitag der CDU NRW wiederzufinden.













