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Größter Teil des Defizits auf dem EEG-Umlagekonto Ende 2013 abgetragen

15.01.201415:24 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Größter Teil des Defizits auf dem EEG-Umlagekonto Ende 2013 abgetragen
EUWID Neue Energien 3/2014
EUWID Neue Energien 3/2014

(openPR) Das Defizit auf dem Konto zur Verrechnung der EEG-Umlage ist im Verlauf des Jahres 2013 zum größten Teil abgetragen worden. Nachdem auf dem Konto zum Start des abgelaufenen Jahres ein Minus von 2,69 Mrd. € stand, hat sich dieser Wert bis Ende Dezember auf 0,23 Mrd. € verringert.



Insgesamt wurden im Berichtsjahr 21,8 Mrd. € an Einnahmen verbucht, von denen der allergrößte Teil auf Zahlungen der EEG-Umlage durch die Stromkunden entfällt. Auf der Ausgabenseite steht eine Summe von 19,4 Mrd. €, wie sich aus den von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) bekannt gegebenen Daten zum Umlagekonto ergibt. In den Zahlen zeigen sich erhebliche Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr. Sie offenbaren den starken Trend hin zur Direktvermarktung, machen aber auch den Effekt der gestiegenen Ausnahmen von der Zahlung der (vollen) EEG-Umlage erkennbar.

EUWID Neue Energien analysiert auf dem Titel der neuen Ausgabe 3/2014 die Entwicklungen auf dem EEG-Umlagenkonto im Jahr 2013. Die Publikation ist am 15. Januar erschienen und umfasst 63 Nachrichten und Analysen zur Energiewende auf 24 Seiten. Eine Kurzcharakteristik finden Sie nachstehend (zur kompakten Übersicht gelangen Sie hier: http://www.euwid-energie.de/printausgabe/aktuelle-ausgabe.html):

ÜBERGREIFENDE THEMEN

Nachdem der Koalitionsvertrag in der Branche der erneuerbaren Energien mit Ernüchterung zur Kenntnis genommen wurde, sehen einige Beobachter im personellen Zuschnitt der Ministerien Grund zur Hoffnung. „Um die Energiewende erfolgreich zu machen, brauchen wir einen Konsens in Deutschland“, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter am vergangenen Donnerstag in Weimar. Dazu müsse die Bundesregierung allerdings vom Koalitionsvertrag Abstand nehmen, stellte Hofreiter klar – „aber die Personalentscheidungen lassen ja Hoffnung zu“, sagte der Fraktionschef der Grünen mit Blick auf die Personalie Rainer Baake, der als „grüner“ Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von Sigmar Gabriel (SPD) die Energiewende voranbringen soll. „Setzt sich Rainer Baake durch, kann es einen Konsens geben“, so Hofreiter. Er könne sich nicht vorstellen, dass Baake bereit sei, den „Quatsch, der im Koalitionsvertrag drin steht“ umzusetzen.

Einen Hoffnungsschimmer für die Branche bietet auch der Einsatz des Europaparlaments für verbindliche Klimaziele im Jahr 2030. Der Umwelt- und der Industrieausschuss sprachen sich am Donnerstag vergangener Woche dafür aus, den europaweiten Kohlendioxid-Ausstoß bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Das Plenum muss gleichwohl noch zustimmen. Die Parlamentarier sprachen sich zudem dafür aus, erneut drei Energie- und Klimaziele für 2030 zu beschließen. Sie votierten neben der Reduzierung des CO2-Ausstoßes auch beim Thema Energiesparen für eine Pflichtvorgabe von 40 Prozent am Ende des nächsten Jahrzehnts. Weniger ambitioniert waren die Abgeordneten allerdings beim Anteil Erneuerbarer am Energiemix. Sie sollen dem Beschluss zufolge 30 Prozent im Jahr 2030 ausmachen, das sind 10 Prozentpunkte mehr, als für 2020 geplant ist. Alle drei Ziele sollen verbindlich werden.

Die übergreifende Berichterstattung von EUWID Neue Energien befasst sich in Ausgabe 3/2014 auch mit Details zum geplanten Backloading von Emissionszertifikaten, mit den Netzentwicklungsplänen, den Vorschlägen von Tennet zum künftigen Strommarktdesign und den Klagen gegen Eingriffe in Industriekraftwerke. Analysen des RWI zu den möglichen Wirkungen des EU-Beihlfeverfahrens gegen das deutsche EEG auf Nordrhein-Westfalen ergänzen das übergreifende Themenfeld ebenso wie die aktuelle Entwicklung des Regenerativ-Aktienindexes Renixx World.

BIOENERGIE

Die Südzucker-Tochter CropEnergies AG, Mannheim, prüft die Herstellung von Bioethanol aus Abfällen, sieht aber noch viele Hürden. „Es ist eine zukünftige Entwicklungsmöglichkeit der Branche. Wir beobachten das, um im Fall der Fälle vorbereitet zu sein“, sagte CropEnergies-Vorstand Marten Keil am vergangenen Donnerstag in Mannheim. „Unter den jetzigen Rahmenbedingungen ist es aber schwer vorstellbar, so etwas in Europa zu machen.“ Derzeit wären die Produktionskosten für Bioethanol aus Resten vom Acker etwa doppelt so hoch und eine Herstellung damit noch nicht wirtschaftlich, sagte Keil.

Derweil melden BASF und das amerikanische Technologieunternehmen Renmatix Inc., Philadelphia, dass sie gemeinsam das Plantrose-Verfahren von Renmatix zur Herstellung von Industriezucker aus lignozellulosehaltiger Biomasse weiterentwickeln wollen. Zellulosezucker gilt als wirksames Ausgangsmaterial für Erdölalternativen, das auf dem globalen Markt für Biochemikalien und Biotreibstoffe zum Einsatz kommt. In dem jetzt geschlossenen Kooperationsvertrag haben sich die Partner auf finanzielle Bedingungen für zukünftige kommerzielle Lizenzen verständigt, die BASF nach eigenem Ermessen nutzen kann.

Die Biomasse-Berichterstattung befasst sich in Ausgabe 3/2014 von EUWID Neue Energien auch mit den aktuellen Entwicklungen bei German Pellets, BDI und beim Biomassekraftwerk Zolling. Im Marktbereich finden sich die jüngsten Großhandelspreise für Getreide und Ölsaaten sowie die vom DEPV ermittelten Preise für Holzpellets in Deutschland.

SOLARENERGIE

Bei der Photovoltaik geht die Schere zwischen der Entwicklung in Deutschland und dem globalen Geschehen immer weiter auf. Während der Branchenverband BSW-Solar einen Einbruch am deutschen Markt bei den Neubauzahlen für 2013 in Höhe von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr ermittelt hat, rechnen Marktforscher mit einem Anstieg der weltweiten Nachfrage im laufenden Jahr um ein Drittel auf fast 50 Gigawatt. EUWID Neue Energien stellt die aktuellen Trends vor.

Weitere Berichte zur Solarenergie befassen sich unter anderem mit den jüngsten Entwicklungen bei Solarworld, aleo solar, Capital Stage und Odersun. Die aktuellen Zahlen zur Einspeisung von Solarstrom ergänzen die Berichterstattung.

WINDENERGIE

Die juwi-Gruppe hat im abgelaufenen Jahr insgesamt rund 120 Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 350 MW ans Netz gebracht. Dadurch habe die Gruppe einen Marktanteil an der 2013 neu installierten Leistung von über zehn Prozent erreicht, teilte der Projektierer mit. Dabei setzt juwi mittlerweile verstärkt auf Windparks in Deutschland.

Die PNE Wind-Gruppe blickt zuversichtlich ins neue Jahr. Die beiden zur Gruppe gehörenden Projektierer PNE Wind AG und WKN AG können eigenen Angaben zufolge im Jahr 2014 deutlich mehr Windenergie-Nennleistung in Deutschland realisieren als im Vorjahr.

Der Windkraftfinanzierer Prokon hat seine Anleger vor einer drohenden Insolvenz gewarnt, falls weiter Kapital abgezogen wird. Eine Planinsolvenz könne nur verhindert werden, wenn nicht mehr als fünf Prozent des Genussrechtskapitals aus dem Unternehmen abwandert. heißt es in einem Schreiben an die über 75.000 Genussrechtsinhaber.

In den USA hat eine Anpassung der Steuervergünstigungen für erneuerbare Energien Ende Dezember für eine besondere Dynamik in der Branche gesorgt – und europäischen Unternehmen Großaufträge beschert. Zum Jahresende hatten vor allem Siemens und Vestas riesige Bestellungen aus den USA erhalten.

In den Firmenmeldungen werden Vorhaben von SGL und RWE sowie ein gemeinsames Projekt von Nordex und den Stadtwerken München thematisiert. Der Hamburger Windradbauer und der bayrische Regionalversorger arbeiten bereits zum dritten Mal im Rahmen eines Windkraftvorhabens zusammen.

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