(openPR) Wirtschaftsjunioren kritisieren Arbeitskampf gegen die Bürger/ Verdi und IG Metall setzen fatale Zeichen/ German Drechsler: "Über Existenzberechtigung noch einmal nachdenken"
Berlin, 14. Februar 2006. Die Wirtschaftsjunioren Deutschland kritisieren mit Nachdruck den Konfrontationskurs der Gewerkschaften. "In der aktuellen wirtschaftlichen Situation richtet sich jeder Arbeitskampf am Ende gegen die Bürger", so German Drechsler, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. "Wer den Streikaufrufen folgt, hilft vor allem den Gewerkschaften und ihren Funktionären. Sollten sie mit ihrer sentimentalen Streik-Show tatsächlich Erfolg haben, wäre es gut für uns alle, über die Existenzberechtigung der Gewerkschaften noch einmal nachzudenken".
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, so Drechsler weiter, gefährde mit ihrer "luxuriösen Feier der Vergangenheit" die Zukunft unseres Gemeinwesens, zumindest die Zukunft der jungen Generation: "Der öffentliche Schuldenstand erreicht schon jetzt rund 6 Billionen Euro. Die Bürger erwarten in dieser Situation, dass auch Länder und Kommunen verantwortlich mit den Steuergeldern umgehen. Anhebungen der Wochenarbeitszeit und die Einführung von Leistungselementen sind da das mindeste. Darüber hinaus aber ist selbstverständlich auch ein weiterer Personalabbau wünschenswert. Leistungen, die private Anbieter schon heute besser und billiger erledigen können, müssen ohnehin in viel größerem Umfang ausgeschrieben werden."
Das nächste fatale Zeichen setze jetzt die IG Metall: "Lohn-steigerungen weit oberhalb des Produktivitätszuwachses sind schon für große Unternehmen kaum zu verkraften. Für viele kleine und mittlere Unternehmen bedeuten sie unmittelbar Entlassungen." Sollten weitere Branchen folgen, gerate nicht nur die Konjunktur, sondern auch der Arbeitsmarkt unter zusätzlichen Druck - was wiederum eine Konsolidierung der öffentlichen Haushalte unmöglich mache und die Lohnzusatzkosten wachsen lasse. "Dann spätestens stehen wir vor der Entscheidung: ´Gewerkschaft oder Gesellschaft´. Ich für meinen Teil halte es dann sicher nicht mit denen, die bereit sind, auf dem Altar ihrer Selbstgerechtigkeit das langfristige Interesse der Mehrheit zu opfern."
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).
Ansprechpartner
Dr. Thomas Klugkist
Pressesprecher
Wirtschaftsjunioren Deutschland
Breite Straße 29, 10178 Berlin
Postfach 11052 Berlin
Tel.: +49 (0) 30/ 20308 - 1516
Fax: +49 (0) 30/ 20308 - 1521
Mobil +49 (0) 172/ 543 80 96
E-Mail:
Internet: www.wjd.de





