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Ohne Nase kein Geschmack

09.12.201316:58 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Genießen auch Muskelzellen die süß-herbe Kakaonote eines Schoko-Weihnachtsmannes? Geschmacks- und Geruchsrezeptoren finden sich in Muskeln, Magen, Blut und sogar im Gehirn. Allerdings fehlt den so genannten Chemorezeptoren die Direktverbindung zum Belohnungszentrum, weshalb der Mensch nur über Nase und Mund wahre Geschmacks- und Geruchserlebnisse erfährt. Eine Welt ohne Riechen und Schmecken? Unvorstellbar! Dennoch wird oft die Macht beider Sinne unterschätzt. Aus diesem Grund widmet die Informationsplattform www.dasGehirn.info den beiden untrennbar miteinander verbundenen Sinneswahrnehmungen das aktuelle Schwerpunktthema.



Mit einer verstopften Schnupfnase riecht man nicht nur schlechter, auch das Essen schmeckt fad. Erst das Zusammenspiel von Geschmacksknospen, Riechrezeptoren und verschiedenen Hirnarealen schafft den eigentlichen Gaumenschmaus. Das einzigartige menschliche Gehirn-Geschmacks-System“ scheint eng mit neuronalen Netzwerken für Erinnerungen, Emotionen und Entscheidungen verbunden zu sein. Das ist auch für Neurowissenschaftler wie Gordon M. Shepherd interessant, seines Zeichens Neurogastronom. Er hat sich jedoch nicht der Szeneküche verschrieben, sondern sucht nach Antworten, wie das menschliche Gehirn Geschmackserlebnisse hervorbringt: Nur ein Aspekt des Riechens und Schmeckens, über den www.dasGehirn.info im aktuellen Schwerpunktthema berichtet.

Dufte Verführung
Dass sich Menschen auch über die Nase verführen lassen, haben inzwischen auch Unternehmen für sich entdeckt. Damit wollen sie Kunden an Marken binden und zum Kauf animieren. 1995 konnte Neurowissenschaftler Alan Hirsch nachweisen, dass angenehme Duftwolken um Glücksspielautomaten auch die Köpfe der Spieler „vernebelten“ und diese mehr Geld ausgaben. Deutlich schwerer überzeugen jedoch menschliche Körpergerüche bei der Partnerwahl: Bestimmte Menschen können sich gegenseitig nicht riechen. Wer ein ähnliches Immunsystem hat, wird als unangenehm duftend empfunden. Die Liebe geht daher auch durch die Nase. Dabei spielen Pheromone allerdings keine Rolle. Eine verführerische Wirkung können Wissenschaftler bisher nur im Tierreich nachweisen. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir Menschen mögen und uns mit ihnen nur aufgrund des Geruchs verbinden“, meint Professorin Bettina Pause von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Somit sind Pheromonparfüms lediglich ein Verkaufstrick, mit dem Unternehmen Liebessuchende und ihr Geld anlocken.

Gute Näschen, schlechte Näschen
Aromatisch, blumig, sinnlich – es fällt nicht leicht, Jasminduft in Worte zu fassen. Vermutlich, weil dieser aus rund 40 Komponenten besteht. Nach dem Einatmen gelangen die Stoffe über Riechepithel und -axon in den Riechkolben, wo sämtliche Geruchsinformationen zum typischen Jasminduft vermischt werden. „Im Riechkolben entsteht ein Fingerabdruck für jeden Geruch, der dann in den höheren Gehirnregionen verarbeitet wird“, erklärt Amir Madany, Professor am Institut für Neuro- und Bioinformatik der Universität Lübeck. Der Geruchssinn zählt zu den ältesten Sinnen und ist mit dem Gedächtnis gut verdrahtet. Wenn Jasmin in der Luft liegt, dann erinnert man sich lebhaft – und vielleicht sogar ein wenig nostalgisch – an die eigene Mutter, die das blumige Parfüm gerne trug. Auch ohne den Duftstoff erkennen Kinder den bekannten mütterlichen Geruch.

Alles Geschmackssache?
Rund 10.000 Gerüche kann das menschliche Riechorgan unterscheiden. Im Vergleich mit einer Hundespürnase ist das jedoch keine große Leistung. Menschen scheinen sich eher auf Geschmackserlebnisse spezialisiert zu haben. „Womöglich gibt es deshalb den Guide Michelin nur für Menschen“, sagt Arvid Leyh, Chefredakteur von www.dasgehirn.info. Doch wie kommt die geschmackliche Abwechslung zustande, wenn bloß fünf Basisgeschmäcke – Süß, Sauer, Bitter, Salzig und Umami – existieren? Beim Geschmackserlebnis spielt der Geruch, die Konsistenz der Nahrung, die Temperatur und die Schärfe eine große Rolle.

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