(openPR) Verhaftungen und willkuerliche Gerichtsverfahren muessen ein Ende haben
17. Juni 2003 - Zu den alarmierenden politischen Entwicklungen im Iran erklaeren die stellvertretende aussenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Uta Zapf, und Claudia Roth, Mitglied im Auswaertigen Ausschuss fuer Buendnis 90/Die Gruenen:
Die aktuellen Proteste der Studierenden und von Teilen der Bevoelkerung sind ein Pruefstein fuer die Glaubwuerdigkeit der iranischen Justiz und der Regierung der islamischen Republik Iran, die Geltung der in der Verfassung des Landes garantierten Rechte zu gewaehrleisten. Die zunehmende politische Unzufriedenheit insbesondere bei den juengeren Iranern ist auch der Ausdruck der Unfaehigkeit der Reformer, ihre Wahlversprechen einzuloesen. Die Reaktion des Staatsapparats auf die Kritik an den gesellschaftlichen Verhaeltnissen scheint die unakzeptable alte Praxis fortzusetzen: willkuerliche Verhaftungen, unfaire Gerichtsverfahren, Einsatz beziehungsweise Tolerierung von Schlaegertrupps in Zivil.
Wir fordern von der Regierung der Islamischen Republik, ihren anfaenglichen Liberalisierungskurs wieder aufzunehmen, Reformpolitik zu intensivieren und vor allem die jetzt Inhaftierten freizulassen, verhaengte Todesstrafen nicht zu vollstrecken und die Todesurteile aufzuheben.
Die juengsten Vorfaelle muessen oeffentlich untersucht werden und die fuer Unruhe und Pluenderungen verantwortlichen Schlaegertrupps muessen juristisch belangt werden.






