(openPR) „Global Talent“: Nachwuchskräfte zwischen Düsseldorf und Baku
Die Großen streiten, die Jungen machen. In Vilnius diskutieren die Politiker diese Woche darüber, wer aus Ost-Europa nun zur EU gehört und wer nicht. In Düsseldorf handeln deutsche und aserbaidschanische Nachwuchskräften derweilen. Spitzenstudenten aus Aserbaidschan und Deutschland präsentierten sich den ganz großen Unternehmen wie E.ON, KPMG, SOCAR, MLP und Evonik. Aserbaidschan entsende immer mehr hoffnungsvolle Nachwuchskräfte nach Europa, alleine im Azerbaijan Student Network seien knapp 700 Studenten organisiert. Umgekehrt werbe Baku auch bei deutschen Studenten dafür, faszinierende Erfahrungen im „Land des Feuers“ zu sammeln, dem Ursprungsland der Erdölindustrie.
Der erste Internationale Karrieretag „Global Talent - Business meets High Potentials“ des europaweiten Azerbaijan Student Network e.V. am 21. November war ein „voller Erfolg“, so Geschäftsführer Ibrahim Ahmadov. „Aserbaidschan ist eine Brücke zwischen Europa und Asien, zwischen Morgenland und Abendland“ – diese Einschätzung teilten beim Podiumsgespräch auch Vertreter von Deutscher Bank, E.ON und BTO-Consulting.
Die Partner NRW.Invest und die nordrhein-westfälischen Ministerien für Wirtschaft und Wissenschaft und Forschung waren ebenso angetan. Ministerialdirigent Karl- Uwe Bütof und NRW.Invest-Prokurist Rainer Hornig eröffneten den Karrieretag. Den ganzen Tag diskutierten Internationale Nachwuchs- Fach- und Führungskräfte aus Aserbaidschan und Deutschland über Karriereplanung und Bewerbung mit erfahrenen Unternehmensberatern Headhuntern und Karrierecoaches.
Bei der theoretischen Erörterung der Jobperspektiven für Aserbaidschaner in Deutschland blieb es daher nicht - die zumeist fließend Deutsch, Aserbaidschanisch, Russisch und Englisch sprechenden Studenten bekamen nützliche Tipps ihrer vielleicht zukünftigen Arbeitgeber. Die Teilnehmer konnten dabei noch kostenlos professionelle Bewerbungsfotos erstellen lassen.
Auch das aserbaidschanische Energieunternehmen SOCAR war unter den zahlreich vertretenen Unternehmen. Chancen für deutsche Nachwuchskräfte bietet SOCAR zuhauf - Aserbaidschan fördert derzeit 27 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus den Tiefen des Kaspischen Meeres. Im Jahr 2025 soll die Förderung auf 50 Milliarden oder mehr Kubikmeter steigen. Die Erdölförderung beträgt rund 50 Millionen Tonnen pro Jahr, die Erdölreserven Aserbaidschans liegen bei knapp 10,5 Milliarden Barrel. Bis 2025 wird SOCAR mehr als 65 Milliarden US-Dollar im In- und Ausland investieren.
Hintergrundinfo zum Azerbaijan Student Network e.V.:
Studenten auf dem Weg nach Europa
Studentenvereinigungen gibt es überall. Hinter den 700 Studenten aber, die sich im Azerbaijan Student Network e.V. organisieren, steht mehr - junge Menschen aus einem kaukasischen Land „zwischen dem klaren Kurs Richtung Europa und dem Druck fundamentalistischer Nachbarstaaten“. Orientierung soll der brandaktuelle Webauftritt (www.azerbaijan-student.net) bieten. ASN wurde im Oktober 2011 von Studenten, Doktoranden und jungen Berufseinsteigern gegründet. Das ASN mit Sitz in Berlin bündelt die akademischen, beruflichen, kulturellen und sozialen Interessen „all der jungen Menschen, die Aserbaidschan und Europa verbinden“, so der Vorsitzende Nazim Alijev. ASN versteht sich als offenes Netzwerk für Studenten und Berufsanfänger in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Derzeit zählt ASN ungefähr 700 Mitglieder. Sie studieren an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Tschechien und anderen europäischen Ländern.
„ASN hilft jungen Aserbaidschanern in Deutschland, Landsleute und natürlich auch neue Freunde zu finden, die sich für ihr Heimatland an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien interessieren“, so Nazim Alijev. Umgekehrt will ASN junge Deutsche dafür begeistern, Aserbaidschan zu besuchen oder sogar einige Semester dort zu studieren. Alijev erklärt warum: „Die aserbaidschanische Jugend will ein Partner und Freund Europas sein. Wir wollen die Beziehungen zwischen jungen Deutschen und Aserbaidschanern vertiefen. Wir wollen Freundschaften knüpfen“. Natürlich verbänden die Mitglieder damit auch Karriere-Interessen, was den beruflichen Austausch angehe. „Das Niveau der Ausbildung in der Wirtschaft und den Hochschulen ist in Deutschland hoch. Wir wollen die europäische Arbeitskultur und Demokratie lernen, um die positiven Entwicklungen in unserer Heimat Aserbaidschan mit Know-how und Ideen zu weiter voranzutreiben“, blickt der ASN-Vorsitzende in die Zukunft.
Auf dem neuen Internetauftritt des Vereins wird anschaulich, wie ASN seine Mitglieder unterstützt. Neben einem Newsstream und individuellen Beratungen werden eine Vielzahl akademische und karriereunterstützende Veranstaltungstipps dargestellt. Einige dieser Events werden auch von ASN in Eigenregie durchgeführt, an denen die Mitglieder kostenfrei teilnehmen können. Zudem fördert der Verein die Mobilität seiner Mitglieder, indem er in mehreren Großstädten „Co-Working-Spaces“ anbietet, die ASN-Mitglieder tageweise entgeltfrei buchen können.










