(openPR) „In Deutschland Demokratie lernen“
Studentenvereinigungen gibt es überall. Hinter den 400 Studenten aber, die sich im Azerbaijan Student Network e.V. organisieren, steht mehr - junge Menschen aus einem kaukasischen Land vor einer Zerreißprobe. Aserbaidschan steht „zwischen dem klaren Kurs Richtung Europa und dem Druck fundamentalistischer Nachbarstaaten“. Orientierung soll der brandaktuelle Webauftritt (www.azerbaijan-student.net) bieten. ASN wurde im Oktober 2011 von Studenten, Doktoranden und jungen Berufseinsteigern gegründet. Das ASN mit Sitz in Berlin bündelt die akademischen, beruflichen, kulturellen und sozialen Interessen „all der jungen Menschen, die Aserbaidschan und Europa verbinden“, so der Vorsitzende Nazim Alijev. ASN versteht sich als offenes Netzwerk für Studenten und Berufsanfänger in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Derzeit zählt ASN ungefähr 400 Mitglieder. Sie studieren an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Tschechien und anderen europäischen Ländern.
„ASN hilft jungen Aserbaidschanern in Deutschland, Landsleute und natürlich auch neue Freunde zu finden, die sich für ihr Heimatland an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien interessieren“, so Nazim Alijev. Umgekehrt will ASN junge Deutsche dafür begeistern, Aserbaidschan zu besuchen oder sogar einige Semester dort zu studieren. Alijev erklärt warum: „Die aserbaidschanische Jugend will ein Partner und Freund Europas sein. Wir wollen die Beziehungen zwischen jungen Deutschen und Aserbaidschanern vertiefen. Wir wollen Freundschaften knüpfen“. Natürlich verbänden die Mitglieder damit auch Karriere-Interessen, was den beruflichen Austausch angehe. „Das Niveau der Ausbildung in der Wirtschaft und den Hochschulen ist in Deutschland unglaublich hoch. Davon wollen wir lernen, um uns anschließend in unserer Heimat Aserbaidschan mit Know-How und Ideen einbringen zu können“, blickt der ASN-Vorsitzende in die Zukunft.
Es gehe uns aber auch darum, „in Deutschland Demokratie zu lernen“. Alijev erklärt warum: Im Unterschied zu vielen anderen Ländern habe sich Aserbaidschan zu Beginn der 1990 Jahre zu den demokratischen Werten Europas verpflichtet. „Aserbaidschan steht vor einer Zerreißprobe“, so der ASN-Chef. „Es will außenpolitischer Verbündeter des Westens sein, ob in der Energiepolitik oder im Kampf gegen jeglichen Fundamentalismus“. Gleichzeitig stehe Aserbaidschan unter außenpolitischem Druck der dem Westen weniger freundlich gesonnenen Kräfte in der Region. Da brauche es Geduld: „Die ideale Demokratie kommt nicht über Nacht, vor allem nicht nach Aserbaidschan, da wir 70 Jahre lang von einem totalitärem Regime namens Sowjetunion indoktriniert wurden“.
ASN, so Nazim Alijev, ist ein Netzwerk junger Menschen, die Aserbaidschan als eine fortgeschrittene Demokratie mit stabilen freundschaftlichen Beziehungen zu Europa sehen wollen: „Unsere Studenten und Jung-Akademiker wollen vom demokratischen und politischen Alltag lernen, wollen Demokratie hautnah erfahren. ASN ist bereit, mit jeder demokratischen jugendlichen Organisation zusammenzuarbeiten, um von der wissenschaftlichen und demokratischen Tradition Europas zu lernen“.
Entgegen anderer Berichte sei ASN keine staatliche aserbaidschanische Einrichtung. „In unseren Reihen gibt es sowohl Sympathisanten der Regierung, als auch der Oppositionsparteien“, erklärt Alijev, der seit Ende seines Studiums für den staatlichen aserbaidschanischen Energiekonzern Socar arbeitet. Socar gehört auch zu den Unterstützern von ASN. ASN suche nach weiteren Sponsoren für den studentischen Austausch zwischen Deutschland und Aserbaidschan – auch unter den deutschen Unternehmen. Auf dem neuen Internetauftritt des Vereins wird anschaulich, wie ASN seine Mitglieder unterstützt. Neben einem Newsstream und individuellen Beratungen werden eine Vielzahl akademische und karriereunterstützende Veranstaltungstipps dargestellt. Einige dieser Events werden auch von ASN in Eigenregie durchgeführt, an denen die Mitglieder kostenfrei teilnehmen können. Zudem fördert der Verein die Mobilität seiner Mitglieder, indem er in mehreren Großstädten „Co-Working-Spaces“ anbietet, die ASN-Mitglieder tageweise anmieten können.









