(openPR) Seit Monaten beherrschen die Enthüllungen von Edward Snowden über die US-Spionagepraktiken bei der Internetkommunikation die Schlagzeilen. Datensicherheit war aber schon vor dem Whistleblower ein sensibles Thema – der praktische Umgang war nicht selten eher lasch. Einen professionellen IT-Maßanzug für alle Unternehmen stellten gestern die Telemark und die it-consulting mit dem ersten MK-Rechenzentrum vor.
Neben der Breitbandversorgung wird es für die südwestfälischen Unternehmen – vom Global Player bis zum Handwerksunternehmen – zunehmend wichtiger, Vorkehrungen für die Datensicherheit und die eigene Zugriffskontrolle zu treffen. Beides wollen Telemark und it-consulting in Lüdenscheid auf dem Gelände der Stadtwerke anbieten. Die beiden Geschäftsführer Andreas Griehl (Telemark) und Jens Braeuker (it-consulting) stellten gestern das eine Million Euro teure „Housing Rechenzentrum“ vor. Auf 150 Quadratmetern stehen 45 Serverschränke zur Verfügung, die, je nach Größe und Bedarf des Kunden, auch als halbe oder viertel Einheit angemietet werden können. „Wir bieten ein hochsicheres Housing Rechenzentrum in direkter Nachbarschaft der Betriebe und nicht irgendwo in Berlin oder Hamburg an. Die Nähe zum Kunden und der Schutz seiner Betriebsgeheimnisse stehen für uns an erster Stelle“, so Griehl. Die Unternehmen betreiben ihre eigenen Server oder Backupgeräte und können diese selber oder durch einen Dienstleister verwalten lassen. „Der Kunde bleibt stets Herr über seine Daten.“
Die Telemark ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Lüdenscheid (44 Prozent), der Stadtwerke Iserlohn (37) und der Stadtwerke Menden (19). Gegründet wurde sie 1998. Eine ihrer Haupttätigkeiten ist der Bau und Betrieb von Glasfasernetzen im Märkischen Kreis. Aktuell wurde das Gewerbegebiet Wibschla in Lüdenscheid an die Datenautobahn angeschlossen. it-consulting ist ein im Jahr 2000 von Jens Braeuker gegründetes Systemhaus mit mehr als 25 Mitarbeitern.
Dr. Matthias Heider, CDU Bundestagsabgeordneter und als Parlamentarier im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie, wies auf die ungeheure Bedeutung der Datensicherheit hin. Denn wegen unzureichender Vorsichtsmaßnahmen richte Industriespionage Jahr für Jahr milliardenschwere Schäden an. Das Rechenzentrum bedeute Wertschöpfung für die Region und aktive Zukunftssicherung für die Unternehmen. „In einem gesicherten Schrank in Lüdenscheid sind die höchst sensiblen Informationen besser aufgehoben als auf einer Wolke irgendwo auf dem Globus.“
Die rechtliche Seite des Minenfeldes Datenschutz und -sicherheit beleuchtete Dr. Dennis Werner, Fachanwalt für Informationstechnologierecht. Ein sorgloser Umgang mit der Verwaltung könne für ein Unternehmen teuer werden. „Da ist es von Vorteil, wenn das Rechenzentrum um die Ecke liegt.“
Quelle: Lüdenscheider Nachrichten, den 12. September 2013, Bern Eiber
http://www.it-consulting-mk.de/news/rechenzentrum-mk-eroeffnung












