(openPR) Spezialisierte Interimsmanager erhöhen die Erfolgsaussichten, wenn es darum geht, verlorene Liquidität mit Hilfe der Hausbanken wiederherzustellen.
Kaisersesch, den 07.02.2006. Business ist wie Fliegen – entweder man bleibt in Bewegung oder man stürzt ab. Ein Unternehmer muss jederzeit hundertprozentigen Einsatz bringen. Er muss immer wieder neu auf die Herausforderungen des Marktes reagieren. Und die Märkte werden immer zappeliger. Was heute ein Renner ist, kann morgen schon ein alter Hut sein. Der Unternehmer, der diese Entwicklung verschläft, gerät in eine Existenzkrise. Wenn er dann durch geeignete Maßnahmen nicht früh genug gegensteuert, kommt es zudem zu einer Finanzkrise, das heißt, sein Unternehmen ist von Zahlungsunfähigkeit bedroht. In der Finanzkrise ist die kurzfristige Liquidität nicht mehr vorhanden, die Banklinien sind voll ausgenutzt oder die Konten sogar überzogen, die Lieferanten werden schleppend bezahlt, erste Lastschriften gibt die Hausbank wegen fehlender Kontodeckung zurück, die Zahlungen der Umsatzsteuer, der Leasingraten oder anderer monatlicher Einmalaufwendungen werden zum Kraftakt.
Das Problem
Mittelständische Unternehmen sind in der Regel vom Eigentümer geprägt, alle wichtigen Entscheidungen trifft der Unternehmer selbst. Kleinere mittelständische Unternehmen verfügen darüber hinaus häufig auch nicht über eine eigenen Controllingabteilung. Dem Unternehmer fehlen fachlich kompetente Mitarbeiter, die ihm in dieser schwierigen Situation beistehen können. Er ist auf sich allein gestellt. Er muss sich zwangsläufig um Dinge kümmern, die nicht sein eigentliches Geschäft - und in der Regel auch nicht seine Stärken sind.
Es beginnt der Teufelskreis: Der Unternehmer wird zum Krisenmanager. Er vernachlässigt sein eigentliches Geschäft, wodurch sich die Situation weiter verschärft.
Und bei allem muss er dabei noch nach außen Zuversicht und Erfolg ausstrahlen, denn
- Kunden geben nur Aufträge, wenn sie sicher sind, dass das Unternehmen auch liefert oder die bestellte Leistung erbringt,
- Lieferanten liefern nur auf Kredit, wenn sie sicher sind, dass sie ihr Geld auch erhalten,
- Mitarbeiter (vor allem die guten) bleiben nur im Unternehmen, wenn sie für sich einen sicheren Arbeitsplatz mit Entwicklungsmöglichkeiten sehen,
- Banken kündigen nur dann nicht die Konten, wenn sie an den Fortbestand des Unternehmens glauben.
Kurz gesagt: Der Unternehmer hat eine erdrückende Vielzahl von Problemen, denen er mehr der weniger allein gegenübersteht. Ohne kompetente Hilfe von außen ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Krise bewältigt wird. Vor allem bei den Banken ist es schwierig, einmal verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen.
Die Lösung
Auf Unternehmenskrisen spezialisierte Fachleute, zum Beispiel Unternehmensberater, können hier helfen. Am sinnvollsten ist es für den Unternehmer jedoch, einen krisenerfahrenen Interimsmanager zu beschäftigen, der dem Unternehmer als verantwortliche Führungskraft auf Zeit, z.B. als Controller, bei der Durchführung der notwendigen Sanierungsschritte hilft.
Auch wenn jeder Fall anders ist - im Krisenmanagement ist schnelles, strategisch gut überlegtes und konsequentes Handeln unabdingbare Voraussetzung.
Die notwendigen Maßnahmen sind in drei Schritte unterteilt:
1. Kurzfristige Schöpfung von Liquidität durch geeignete eigene Maßnahmen
Zu den schnell zu ergreifenden eigenen Maßnahmen gehören ein stringentes, auf Zahlungseingang fokussiertes Forderungsmanagement, ein Lagerabbau durch rabattgestützte Sonderverkäufe, der Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Anlagegütern, die Einführung eines Bestellstopps oder das Erreichen von Zahlungsstreckungen bei Lieferanten und dem Finanzamt. Ein erfahrener Interimsmanager wird wissen, was für den betroffenen Betrieb notwendig ist.
2. Einführung eines Finanzcontrollings und Gewinnung der Hausbanken für die Sanierungsbegleitung
Dem Finanzcontrolling kommt beim Krisenmanagement eine zentrale Rolle zu, denn es ist in der Regel Vorrausetzung für ein erstes, erfolgreiches Bankgespräch und damit die Grundlage für eine mögliche Begleitung der Sanierung durch die Hausbanken.
Kernmaßnahme des Finanzcontrollings ist die Erstellung eines Liquiditätsplans. Ein solcher Liquiditätsplan stellt erwartete Einnahmen und Ausgaben unter Einbezug der Resultate aus den Kurzfristmaßnahmen gegenüber und saldiert sie mit den verfügbaren Banklinien. Ein künftiges Liquiditätsloch, etwa zum Steuertermin oder zum Tag der Lohnzahlung, wird so sichtbar. Der Liquiditätsplan sollte der Bank vorgelegt werden. In der Regel enthält er Ausgabenspitzen, die ohne zusätzliche Kredite nicht bewältigt werden können. Eine Bank wird einem Unternehmen aber nur zusätzliche Geldmittel zur Verfügung stellen, wenn sie weiß, wann der Kredit zurückgeführt werden kann. Auch dies ist aus einem Liquiditätspan abzulesen.
3. Beseitigung der Krisenursachen
Unter Unternehmern ist die Auffassung weit verbreitet, dass die „allgemeine wirtschaftliche Lage“ an der Finanzkrise schuld sei, und dass sich die Unternehmenssituation verbessere, sobald sich die Gesamtlage ändere. Doch eine solche Argumentation wird keine Bank dazu bewegen, frisches Geld bereitzustellen. Gefragt ist ein Restrukturierungskonzept, das rational und plausibel vorrechnet, wie mit einem möglichst geringen Risiko das Überleben des Unternehmens erreicht werden soll.
In einem Restrukturierungskonzept muss den Banken eine nachvollziehbare Perspektive aufgezeigt werden, wie sie ihre ausgeliehenen Gelder wieder zurückerhalten bzw. Teile davon sichern können. Ein versierter Interimsmanager wird ein solches, auf die Umstände des gefährdeten Unternehmens abgestimmtes Sanierungskonzept erstellen können. Häufig, vor allem bei größeren mittelständischen Unternehmen, ist zusätzlich auch die Mithilfe eines unabhängigen, erfahrenen Unternehmensberaters oder einer spezialisierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft üblich.
Entscheidet sich eine Bank, dem Unternehmer mit neuen Krediten zu helfen, so wird sie neben dem Restrukturierungskonzept immer auch noch ein Zweites verlangen: umfangreiche, zeitnahe Unternehmensinformationen.
Auch wenn der Unternehmer immer der erste Ansprechpartner der Banken ist, so ist ihm doch zu einem Interimsmanager an seiner Seite zu raten. Banken übertragen ausfallgefährdete Kreditengagements auf Spezialabteilungen. Dort sitzen Spezialisten, die vor allem eines haben: ein intensives Informationsbedürfnis. Ohne ein aussagefähiges Controlling, ohne einen kompetenten Controller, der die Sprache dieser Spezialisten versteht, der unterscheiden kann, was wichtig und was weniger wichtig ist , wird es dem Unternehmen nicht gelingen, verlorenes Vertrauen der Banken zurückzugewinnen.
Interimsmanagement heißt „Managementeinsatz auf Zeit“. Ein Interimsmanager kommt, um nach getaner Arbeit wieder zu gehen. Zur Abrundung seines Einsatzes wird ein Interimsmanager deshalb auch immer dem Unternehmer helfen, einen fest angestellten Nachfolger zu suchen oder vorhandene Mitarbeiter zu qualifizieren.
Diplom-Ökonom Dieter Maßhöfer ist ein solcher auf die Restrukturierung oder Sanierung von existenzbedrohten Unternehmen spezialisierter Interimsmanager. Maßhöfer besitzt die für diese Aufgabe unabdingbare breite langjährige Fach- und Führungserfahrung, die er sich als Interimsmanager Controlling, Interimsmanager kaufmännische Leitung, als kaufmännischer Geschäftsführer, kaufmännischer Leiter, Leiter Controlling, Personalleiter und Revisor erworben hat.
Kontakt:
Dieter Maßhöfer
Interim Manager Finance & Controlling
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