(openPR) Die neue Konzernzentrale von Microsoft in München wird so geplant, dass die Mitarbeiter sowohl vom Schreibtisch, aber auch von zu Hause aus ihren Dienst verrichten können – Flexibilität am Arbeitsplatz heißt die Devise. Immer mehr Menschen haben also in den eigenen vier Wänden ihren Schreibtisch stehen und sagen dem morgendlichen Stau Adieu. Sie verbinden die Kindererziehung und den Haushalt mit den Kundenkontakten und dem Laptop. Dabei sind sie natürlich permanent online mit ihrem Arbeitgeber oder dem Team im Betrieb. Was noch vor zehn Jahren als Fiktion galt, ist also heute mehr als ein Trend.
Ulrike Hein, eine erfahrene Immobilienmaklerin aus Fürstenfeldbruck, spürt seit langem, dass sich die Anforderungen ihrer Kunden dahingehend verändern, dass diese sich nach einem „größeren Home-Office“ erkundigen oder wissen wollen, wie es um die Internetanbindung der Wohnung bestellt ist. „Wir müssen uns mit diesen Fragen beschäftigen und dabei auf vieles achten“, sagt die Expertin, die mit ihren Kunden nicht nur über die Anzahl der Kinderzimmer spricht, sondern immer öfter auch über die Frage, ob in den vier Wänden ein Gewerbe zulässig ist oder nicht. „Natürlich kann man den Begriff Home Office weit auslegen, am Ende haben wir hier sogar Publikums- oder Lieferverkehr und Ärger mit der Eigentümergemeinschaft“, warnt die Immobilien-Fachfrau, die aber auch dafür sorgt, dass die Verträge zwischen Vermieter und Mieter wasserdicht und rechtssicher gestaltet sind.
Den Grund für die wachsende Anzahl der Heimbüros sieht Ulrike Hein auch im Wunsch vieler Menschen begründet, sich auf eigene Beine zu stellen, ein eigenes, kleines Unternehmen zu gründen und „von zu Hause aus“ arbeiten zu können. Freie Zeiteinteilung, die Natur vielleicht vor dem Bürofenster und keinen Chef mehr, der nervt: „Es gehört auch zu meinen Aufgaben, mir die Vorstellungen und Visionen der Kunden anzuhören, selbst auf die Gefahr hin, dass ich ihnen von einem Heimbüro abraten muss“, sagt die Expertin. Denn sie weiß auch: Der Stress holt den Menschen schnell wieder ein, wenn er 24 Stunden am Tag zu Hause – und damit auch beruflich – erreichbar ist.












