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Der Pflegenotstand ist nicht mehr aufzuhalten

12.11.201312:54 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Der Pflegenotstand ist nicht mehr aufzuhalten
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(openPR) Vielen Menschen in Deutschland geht es so: Sie pflegen ihre Eltern, andere Familienangehörige sowie Ehe- und Lebenspartner zu Hause bis hin zur Selbstaufopferung. Persönliche Interessen, teilweise Grundbedürfnisse, rücken in den Hintergrund. Tagtäglich wiederkehrende Verrichtungen wie Hilfe beim Aufstehen, Hygiene, An- und Ausziehen, Zubereiten und Verabreichen von Speisen und Getränken, das Zu-Bett-Bringen bis hin zur Beschäftigung von Pflegebedürftigen zehren nicht nur an den Nerven sondern auch an der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit der Pflege leistenden Personen. Selbst bei professioneller Hilfe durch einen Pflegedienst ist die Belastung für die Pflegeperson immens hoch, ganz besonders, wenn sie neben der pflegerischen Tätigkeit für ihre Angehörigen noch berufstätig sind und einen eigenen kompletten Haushalt mit Kindern zu bewältigen haben.



Die Auswirkungen des demografischen Wandels im Bereich der professionellen Pflege sind bereits heute deutlich spürbar. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 2,4 Millionen bis 2050 auf vier Millionen erhöhen wird. Zu einem ähnlichen kommt die R + V Versicherungen mit Ihrer Studie „Tickende Zeitbombe Pflege:“ 27 Millionen Menschen in Deutschland: So viele werden voraussichtlich in spätestens zehn Jahren einen Pflegefall in der Familie haben. Bereits heute sind es zehn Millionen, weitere 17 Millionen rechnen in den nächsten fünf bis zehn Jahren damit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Weil Zukunft Pflege braucht“ der R+V Versicherung auf Basis einer repräsentativen bundesweiten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. Hinter diesen Zahlen verbergen sich aktuell gut 2,4 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland – in den nächsten 20 Jahren steigt diese Zahl nach offiziellen Schätzungen auf 3,4 Millionen. Bevor ein Mensch ins Pflege- oder Seniorenheim geht, gilt es, Überlegungen für alternative Betreuungsformen anzustellen.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) beobachtet den zunehmenden Pflegekollaps, nicht nur in den Kliniken, sondern auch in Heimen und der ambulanten Pflege. Unzureichende Personalausstattung, Dauerstress, schlechte Bezahlung und Dumpinglöhne, physisch und psychisch krank machende Arbeitsbedingungen, steigende Patientenzahlen bei gleichzeitig sinkender Verweildauer, schlechtes Image der Pflegeberufe in allen Sektoren der pflegerischen Versorgung sind die wichtigsten Auslöser. Zahlreiche Untersuchungen belegen die Misere. Dennoch scheint das Problem von den Verantwortlichen noch immer nicht als dringlich genug eingestuft.
Quelle: DBfK- Meinungsumfrage 2008/09

Erschreckend ist, dass die Hälfte aller Personen die in Pflegeeinrichtungen tätig sind, ihre Angehörigen oder nahestehende Bekannte nicht in der eigenen Einrichtung versorgen lassen würden. Dabei fällt die Einschätzung recht unterschiedlich aus: in der ambulanten Pflege liegt die ablehnende Haltung bei 32,2 % der Teilnehmer, im Krankenhaus bei 43,6 % und im Pflegeheim bei 65,0 %. Quelle: DBfK-Meinungsumfrage 2008/09.

Um dieser Situation Rechnung zu tragen, hat Frau Jana Puccio-Depenheuer eine Solitäre Einrichtung am 04. September 2013 in Brühl (Rheinland) gegründet und möchte damit ein Zeichen setzen, um dem entgegen zu wirken.

Für sie ist eine Solitäre oder teilstationäre Pflegeeinrichtung, eine Institution in denen ältere Menschen betreut werden. Zum Betrieb einer teilstationären Pflegeeinrichtung gehört auch die Hilfestellung für die Gäste im alltäglichen Leben, z. B. bei der Körperpflege, beim Essen, oder bei der Ausführung ärztlicher Verordnungen.
Zum Angebot ihrer teilstationären Pflegeeinrichtung gehört auch die Behandlung pflegebedürftiger sowie behinderter und desorientierter älterer Menschen. Neben diesen medizinisch-pflegerischen Aufgaben werden ältere Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten häufig betreut und beraten und das in den Pflegestufen 0 bis 3.
Folgende Tätigkeiten werden u. a. als Betreiber einer stationären Pflegeeinrichtung erledigt:

- die Betreuung alter Menschen
- die Verabreichung von Medikamenten
- die Verabreichung von Insulinspritzen
- das Anlegen von Verbänden

Tagesbetreuung/ Tagespflege:
Die Gäste werden in hellen und übersichtlichen Räumen betreut. Es stehen ein großer Gruppen/Aufenthaltsraum, ein Therapieraum und Ruheräume, sowie ein behinderten gerechtes Bad zur Verfügung. Die Tagespflege gibt Ihnen die Möglichkeit, selbständig zu Hause zu leben, ohne auf eine angemessene Betreuung und eines Pflegedienstes verzichten zu müssen. Die gezielte Betreuung und Aktivierung soll eine als sinnvoll empfundene Lebensgestaltung möglich machen. Ein organisierter und geplanter Tagesablauf, in dem sich aktive und ruhige Phasen abwechseln, vermittelt den Gästen Sicherheit und Orientierung, wodurch gleichzeitig die Selbständigkeit gefördert wird.

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