(openPR) Nun haben also auch die einberufenen Experten der Stadt Grafing das Genossenschaftsmodell zur Lösung der aktuellen Situation in der Rotter Straße 8 als am sinnvollsten empfohlen. Die Genossenschaft Kulturraum, gegründet zur Planung und Errichtung eines Gebäudes zur kulturellen Nutzung in Grafing, sieht sich bestätigt und hofft nun, dass auch die weiteren Genossenschafts- Ideen allmählich als die schlicht am sinnvollsten erkannt werden. Die Genossenschaft Kulturraum hat bei den geplanten Investitionen die Bedürfnisse aller Grafinger im Visier: um den Ortskern Grafings nachhaltig attraktiv zu halten, ist das Grundstück an der Rotter Str. 8 prädestiniert für ein offen zugängliches Gebäude mit adäquatem Veranstaltungsraum. Denn davon gibt es nicht genügend: man wird daher aus dem Stadtrat und dem Bürgermeisteramt auf die Nachbargemeinden oder gar den S-Bahnanschluss nach München verwiesen. Aber wer vorschlägt, zur Deckung des kulturellen Bedarfs in Nachbargemeinden oder nach München auszuweichen, verdammt den eigenen Einzelhandel und die Gastronomie zum Verdursten. Das bisher geplante, kleinste Karo in der Rotter Straße 8 stellt keine nachhaltige Investition dar. Sinnvoll und möglich ist erheblich mehr, als derzeit vorgesehen ist.
Die Änderungsvorschläge der Genossenschaft wurden im Frühjahr geblockt mit der Ansage, dass man Zeit verlöre und nicht vor der Sommerpause zur Entscheidung käme. Nun wurde Zeit verloren, indem Experten herausfinden, was schon seit November von Kulturraum proklamiert wird. Immer noch hat der Stadtrat sich nicht zu einer Finanzierung selbst der kleinsten Investition durchgerungen. Immer noch werden nur halbherzige Möglichkeiten hin- und hergewälzt, statt entschlossen zusammenzuarbeiten.
Die kleinstmögliche Lösung kostet nach derzeitigem Planungsstand 4,5 Millionen. Je länger man der Stadtrat eine Entscheidung verzögert, desto teurer wird das Ganze. Für relativ wenig mehr Geld, das aber bald, bekäme Grafing nicht nur dringend benötigte Räume für einzelne Institutionen, sondern einen langfristig spürbaren Zugewinn für alle Bürger. Man weiß ja schon, dass junge, städtisch geprägte Menschen zuziehen. Dadurch erhöhen sich die Ansprüche an innerstädtische Qualität und in Folge an das kulturelle Umfeld. Der künstlerische Unterricht und die Aufführungen finden verstreut über die Stadt oder in den Nachbargemeinden Unterschlupf. Vom Charme des Provisoriums sollte man sich nicht täuschen lassen: langfristig macht das kein Künstler mit, hält auch das Zehren von Aufbauarbeit der vergangenen Jahre nicht an, werden Versäumnisse der Stadt in jüngerer Zeit zu Abwanderungen und entsprechend zu Verlusten führen.
Fehlende Finanzen werden bejammert, und die Furcht geht um: vor mangelnder Zeit, vor Folgekosten, vor Konkurrenz, vor frischem Wind. Aber Beharren auf dem Alterprobten, scheinbar Bewährten ist trügerische Sicherheit. Mit Nicht- oder Fehlentscheidungen werden alte Pfründe geschützt und wird ein Nicht-Wollen kaschiert, das Geld sparen soll und zuletzt doch nur immer teurer wird. Nichtinvestieren heißt Stagnieren heißt Rückschritt.
Ja, Kultur kostet Geld, aber es spült mehr Leben in den Ortskern und damit mehr Geld in die Kommune. Ja, die Bürger sind bereit, die Erstinvestition zu stemmen, aber dann auch richtig. Ja, Folgekosten können entstehen, aber die sind allemal geringer als die Verluste, die entstehen, wenn man nichts tut. Die Rendite zeigt sich in Form einer vitalen Innenstadt mit Chancen für den Einzelhandel und attraktivem kommunalem Geschehen. Ideen und Erfahrung sind da, die Genossenschaft Kulturraum Grafing bietet beides der Stadt an. Warum neu erfinden, was es bereits gibt?









