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Hoteliers auf den Barrikaden?

08.08.201314:31 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Nach Auffassung des Bundeskartellamts verstoßen Bestpreis- und Preisparitätsklauseln für Hotelangebote gegen das europäische und das deutsche Kartellverbot, weil sie einen Preiswettbewerb zwischen konkurrierenden Internetportalen praktisch ausschließen und den Marktzutritt neuer Anbieter erheblich erschweren. Außerdem werde auch der Wettbewerb zwischen den Händlern oder Hoteliers beschränkt, weil sie ihre Preise nicht frei gestalten und auf neue Wettbewerbssituationen nicht flexibel reagieren können. Das berichtet in seiner jüngsten Ausgabe die AHGZ (Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung).


Knapp ein Viertel der Hoteliers stellen jetzt auf der eigenen Website günstigere Preise ein als auf den Buchungsportalen. Das ergibt eine Umfrage des Branchenverbands HSMA (Hospitality Sales And Marketing Association) zum Thema Ratenparität. Der Verband hat dafür 235 seiner Mitglieder befragt. Hintergrund der Umfrage ist die aktuelle Prüfung der Ratenparität durch das Bundeskartellamt. Sollte Groß-Anbieter HRS die Durchsetzung der Best-Preis-Klausel einstellen, wollen auch andere Hoteliers günstigere Preise auf der eigenen Website anbieten – neben den 28,4 Prozent, die das jetzt schon machen noch einmal 25,3 Prozent der Umfrageteilnehmer.
35,1 Prozent der befragten Hoteliers will vorerst nicht reagieren und erst einmal abwarten. 19,6 Prozent unter ihnen planen, mit den Kanälen zu spielen und verschiedene Preise einzustellen. Für die HSMA geht aus der Umfrage hervor, dass es deutliche Bewegungen im Markt gibt, berichtet die AHGZ.

Das Interview

Was bietet sich da besser an, als einen Experten und direkt Betroffenen zu befragen. Henry Leitmann ist Geschäftsführer des Internetportals Kurzurlaub.de. Er steht zum Thema Preisparität und Direktvertrieb Rede und Antwort.

Hallo Herr Leitmann, in Deutschlands Hotellerie bricht gerade ein Sturm los. Hoteliers wollen sich nicht mehr an die Preisparität halten und ihre eigenen Angebote im Direktvertrieb günstiger veräußern als auf den Internetportalen. In Regensburg hat man sogar öffentlich zum Boykott aufgerufen. Ein Sturm im Wasserglas oder wie beurteilen Sie die Entwicklung?

Henry Leitmann: Jede Entwicklung gilt es genau zu beobachten. Wir kennen ja diese Tendenzen. Ganz so dramatisch ist es aber nicht. Genau deswegen ist Panikmache der falsche Ansatz. Man muss genau hinterfragen, worum es den Hoteliers geht und wie sie bei ihren Portalen beraten und bedient werden. Wer langfristig seriös arbeitet, wird Vertrauen behalten. Sicher wird es immer schwarze Schafe geben, aber mit guter Kundenbindung und transparenter und nicht überzogener Preispolitik können die guten Portale weiterhin punkten.

Dann klären Sie uns auf! Worum geht es den Hoteliers?

Henry Leitmann: Letztlich gibt es mehrere Beweggründe, warum man über die Zusammenarbeit mit einem Reiseportal zufrieden sein kann oder eben nicht. Machen wir uns nichts vor: Jeder dreht den Cent mindestens zweimal um. Die Preise sind auch in unserem Geschäft das Wichtigste. Natürlich ist den Portalen daran gelegen, dass man sich auf eine Regulierung des Preises für ein einzelnes Angebot einigen kann. Niemand möchte im Vergleich hinten an stehen. Aber entscheidend ist doch auch die Leistung, die dahinter steht.

Was schafft denn aus Ihrer Sicht noch Vertrauen, wenn nicht das Alleinstellungsmerkmal „Preis“?

Henry Leitmann: Seriösität, Service, Kreativität, Nachhaltigkeit – das sollte sich jeder auf die Fahne schreiben. Wer es sich mit den Hoteliers nicht verscherzen möchte, muss sauber arbeiten! Dazu gehört vor allem ein allumfassender Service. Betreuung ist das A und O. Wer für seinen Geschäftspartner ständig erreichbar ist und gemeinsam mit ihm an den besten Lösungen feilt und dabei trotzdem mit humanen Preisen arbeitet, der muss sich nicht die schlimmsten Sorgen machen.

Sie klingen ziemlich gefasst. Die jüngste Entwicklung besorgt Sie wirklich nicht?

Henry Leitmann: Nochmal: wir beobachten den Markt ganz genau und werden stets auf der Hut sein, es uns mit unseren Vertragspartnern nicht zu verderben. Wir sind nicht daran interessiert, die Kuh zu melken bis sie umfällt. Ganz im Gegenteil. Im Vergleich zu vielen unserer Mitbewerber haben wir bei Kurzurlaub.de mit die geringsten Provisionsspannen für ein breites Leistungsspektrum. Bei uns bekommen Hoteliers technische Unterstützung durch Account-Manager, werden beraten, welche Möglichkeiten der Sonderplatzierung es für Ihre Angebote gibt oder beziehen regelmäßig innovative Updates zur Verbesserung ihrer Werbemöglichkeiten. So erklärt sich auch unser stetiger Aufschwung.

Was genau meinen Sie mit Aufschwung? Können Sie das beziffern?

Henry Leitmann: Nun ja, wir tönen nicht gern herum. Wer kontinuierlich daran setzt mit seinen Hoteliers in ständiger Kommunikation zu stehen und bemüht ist, auch über den Tellerrand zu sehen, der kann in dieser Branche weiter wachsen. Nehmen wir nur das zweite Quartal 2013. Im Vergleich zum Vorjahr ist es uns gelungen, die Zahl der Buchungen und Hotelgäste um mehr als 40 Prozent zu steigern.

Das heißt, dass Sie einer weiterhin rosigen Zukunft entgegenblicken?

Henry Leitmann: Wir sprechen immer von Momentaufnahmen. Ein Blick in die Glaskugel bringt doch nichts. Klar ist aber, dass die Bindung vieler Hoteliers an die Preisparität für niemanden ein Nachteil sein muss. Den geringstmöglichen Preis für eine Leistung zu bezahlen, die das Hotel nachweislich auf gesündere Füße stellt, macht langfristig eben wirtschaftlich Sinn.

Dass Sie als Betreiber eines Internetportals nicht den Direktvertrieb empfehlen ist ja logisch!

Henry Leitmann: Weder noch. Die Mischung macht´s. Und es gibt auch genügend Argumente, warum! Denken Sie nur einmal an die Reichweite der Homepages vieler Hotels. Letztlich geht es doch um die gute Auslastung der Häuser. Und ein bekanntes Portal erreicht eben viel mehr maßgeschneiderte User und potenzielle Gäste als die Seite eines Hotels, die im Google-Ranking „unter ferner liefen“ auftaucht. Nun wird ein einzelnes Portal auch nicht das gesamte Haus füllen können, aber das Know-How und die Vertriebskanäle sind eben deutlich effizienter. Wir wissen ja, mit welch hohem Aufwand wir arbeiten. Das ist für ein Hotel in Eigenregie nicht zu leisten. Deshalb wird es auch künftig eine gute Zusammenarbeit geben.

Vielen Dank für das Interview, Herr Leitmann!

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